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Range Rover Velar D300 - im Test Range Rover Velar 2018

Frischer Wind

Mit 4,8 Metern Länge präsentiert sich der Range Rover Velar als großer Offroader. Doch das sieht man ihm irgendwie gar nicht an. Im Test.

Jutta Bernhard/mid

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Wir stehen mit dem Testwagen vor dem Supermarkt. Ein Italiener spricht mich an: "Da haben Sie ein schönes Fahrzeug, Signora." Ich bin ganz verblüfft. Das passiert mir nicht so oft, dass ich auf ein Fahrzeug angesprochen werde. Doch der Velar hat etwas, was die anderen nicht haben: ein außergewöhnliches Design. Er fällt auf. Die versenkten Türgriffe unterstreichen die Eleganz des Autos.

Dieser Eindruck setzt sich fort beim Blick ins Wageninnere. Das Cockpit ist sehr modern und elegant gestaltet. Zwei zehn Zoll große Touchscreen-Displays sorgen für den richtigen Durchblick. Allerdings dauert es eine Weile, bis der Normalbürger sich hier zurechtfindet.

Viel Technik an Bord: Bis wir das Navigationssystem richtig gecheckt haben, dauert es eine Weile. Digitale Instrumente gibt es optional im Angebot. Gemeinsam mit Bosch wurde das Infotainment-System entwickelt. Für den Fahrer stehen sieben verschiedene Fahrprogramme zur Auswahl. Der Velar kann auch Sand, Offroad, Dünen - das volle Programm eines Geländewagens.

Das Innenleben besticht durch feines Windsor-Leder und diverse kleine, aber feine Details wie beispielsweise Ebenholzeinlagen. Allerdings sind die Polster - wenn in heller Farbe bestellt - schmutzempfindlich. Vorne sind die Sitze 20-fach einstellbar, und sie verfügen über einen guten Seitenhalt. Reinsetzen und wohlfühlen. Auch bis zu drei Passagiere im Fond sitzen kommod, da ist viel Beinfreiheit vorhanden.

Der Kofferraum ist riesig, von 673 bis auf 1.731 Liter gibt es Platz in Hülle und Fülle. Was stört, ist die hohe Ladekante. Der Velar eignet sich gut als Reise-Limousine, die aber durchaus dank Allradantrieb und wie bei unserem Testwagen zusätzlich mit einer Anhängerkupplung ausgestattet für den Pferdebesitzer oder aber den Bootsfreund in Frage kommt. Der Range Rover Velar ist eher ein Crossover als ein SUV.

Mit diesem Fahrzeug fahren wir vor an einem Nobelhotel bei Frankfurt und sehen doch tatsächlich das genau passende Gegenstück vor uns in der Hoteleinfahrt. Der Velar hat seine Fans im Luxus-Segment. Der Wagen wirkt dennoch überhaupt nicht protzig, sondern ist eher etwas für Menschen, die zum Understatement neigen. Wenn sie sich das denn leisten können.

Der 221 kW/300 PS starke V6-Diesel Motor kann, wenn der Pilot es wünscht, in der Zeit von unter sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Und das bei einem Leergewicht von 1.959 kg. Die ZF-Achtgang-Automatik gibt keinen Anlass zu Kritik, die Schaltgänge sind so gut wie nicht zu bemerken.

Auch Windgeräusche bei schneller Autobahnfahrt halten sich in Grenzen, der Allradantrieb ist naturgemäß traktionsstark, das Fahrverhalten jederzeit neutral. Gute Bremsen und ein relativ geringer Testverbrauch von 8,2 Liter auf 100 Kilometer bei kombinierter Landstraßen- und Autobahnfahrt begeistern ebenfalls.

Einziger Wermutstropfen ist der Österreich-Grundpreis in Höhe von 75.000 Euro, in Deutschland sind mangels Bolidensteuer NoVA "nur" 66.400 Euro zu bezahlen. Qualität hat bekanntlich ihren Preis, in diesem Fall ist sie immerhin überall sicht- und fühlbar.

Fünftüriges SUV, Antrieb: Allrad, Länge/Breite/Höhe/Radstand in mm: 4.803/2.145/1.665/2.874, Leergewicht: 1.959 kg, Anhängelast: 2.500 kg, Kraftstofftank: 60 l, Kofferraumvolumen: 673 - 1.731 l, Wendekreis: 11,6 m.
Antrieb: V6-Twin-Turbo-Diesel, Hubraum: 2.993 ccm, Leistung: 221 kW/300 PS bei 4.000 U/min, max. Drehmoment: 700 Nm bei 1.500 - 1.750 U/min, Getriebe: Achtgang-Automatik, Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 6,5 s, Höchstgeschwindigkeit: 241 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,4 l/100 km, CO2-Ausstoß: 167 g/km.
Österreich-Preis: ab 75.000 Euro (Deutschland: ab 66.400 Euro).

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