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Mitsubishi Eclipse Cross 1.5 4WD Diamond - im Test Mitsubishi Eclipse Cross 2018

Starker Auftritt

Der Eclipse Cross setzt bei Mitsubishi optisch neue Akzente und zielt genau in die beliebte Klasse der kompakten SUV. Wir testen die Topversion.

Text: Rudolf Huber/mid
Fotos: Sabine Sommer (1), Mitsubishi

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Mitsubishi Eclipse - stimmt, da war doch mal was! Wer sich in den 1990er Jahren mit Sportcoupés aus Fernost beschäftigte, kann sich sicher noch an diesen Flitzer erinnern. Zwei Generationen lang wurde das Modell angeboten, dann verschwand der Name in der Versenkung. Um dann vor kurzem, wie einige Jahre zuvor beim SpaceStar, wiederbelebt zu werden - allerdings mit einem entscheidenden Zusatz.

Eclipse Cross heißt der Neue, und er schiebt sich sehr geschmeidig in die Lücke zwischen dem kleinen ASX und dem großen Outlander. Vom Format des 4,41 Meter langen Fahrzeugs passt das genau. Bei der Optik gibt es aber erhebliche Unterschiede. Denn der Eclipse Cross hat nichts mit dem eher braven Outfit seiner Markenkollegen zu tun.

Er pflegt den auffallenden Auftritt, setzt auf deutliche Kanten und Sicken, ein nach hinten deutlich heruntergezogenes Dach im Coupé-Stil und auf zwei üppig dimensionierte Heckspoiler. Das muss man mögen, und das wird manchen langjährigen Mitsubishi-Fahrer vielleicht ein wenig verschrecken. Ganz klar: Der neue Crossover polarisiert und gibt ein bisschen den jungen Wilden. Aber das durchaus überzeugend.

Im Innenraum bleibt die Design-Revolution aus. Die Materialien schauen gut aus und fassen sich ebenso an, die Schalter und Hebel plus das Touchpad in der Mittelkonsole lassen sich nach kurzer Eingewöhnung recht ablenkungsfrei bedienen. Stichwort Ablenkung: Die wird auch durch das in der getesteten Topausstattung "Diamond" serienmäßige Head-up-Display verringert, das wichtige Daten direkt ins Blickfeld des Fahrers spiegelt. Selbstverständlich ist hier auch das Infotainmentsystem mit 7-Zoll-Bildschirm und Kopplungs-Möglichkeiten für Apple CarPlay und Android Auto drin.

Beim Thema Auto fürs Geld ist der Eclipse Cross gut dabei, denn schon die Basis bietet angenehme Sachen wie beheizbare Außenspiegel, Zentralverriegelung, Tempomat, Audiosystem, Klimaautomatik, Spurhalteassistent oder Berganfahrhilfe. Die verschieb- und sehr flexibel klappbare Rücksitzbank ist ebenfalls immer eingebaut.

DIe Topversion bietet darüber hinaus noch jede Menge Luxus, wie Abstandsregel-Tempomat, Querverkehrswarner beim Ausparken, LED-Scheinwerfer, Lederpolsterung samt E-Fahrersitz, Sitzheizung vorne und hinten, 18-Zoll-Räder, Panorama-Glasdach, schlüsselloses Starten, ein kraftvolles Soundsystem von Rockford Fosgate und 360-Grad-Kameras. Wobei gerade die Rückfahrlamera im Alltagsbetrieb angesichts der nicht übermäßig guten Sicht nach hinten sehr hilfreich ist.

Ein Raumwunder ist der Eclipse Cross eher nicht, vorne geht es auf gut konturierten Sitzen recht geräumig zu, hinten ist durchschnittlich viel Platz. Dort fordert auch das stark eingezogene Dach seinen Tribut. Der Kofferraum ist dank der Rückbank variabel, er fasst bei voller Bestuhlung zwischen 341 und 485 Liter, bei umgeklappter Bank maximal 1.140 Liter und lässt sich trotz relativ hoher Ladekante anstandslos beladen.

Angetrieben wird der Japan-Crossover von einem 1,5-Liter-Benziner mit Turbounterstützung, der per stufenlosem CVT-Getriebe (für die einfacheren Ausstattungen gibt es auch eine Sechsgang-Handschaltung) respektable 163 PS an die Vorderräder bringt. Das Drehmoment von 250 Nm steht frühestens ab 2.400 Touren komplett zur Verfügung

Das bedeutet, dass man ordentlich Gas geben muss, wenn's flott voran gehen soll. Im Idealfall vergehen für den 0-bis-100-Spurt des Allradlers 10,4 Sekunden, und erst bei 200 km/h ist Schluss - gute Werte für einen doch recht kleinen Motor und eine ordentliche Portion Auto mit einem Leergewicht von gut 1,5 Tonnen. 8,5 Liter Durchschnittsverbrauch signalisierte der Bordcomputer nach dem Test, auch das bleibt im Rahmen.

Das Fahrwerk des Eclipse Cross ist eher von der softeren Sorte, ohne aber durch ein teigiges Gefühl zu nerven - man ist ganz einfach recht komfortabel unterwegs, kann es in Kurven aber durchaus etwas flotter angehen. Die Lenkung ist angenehm direkt, in der Mittellage bleibt aber in Sachen Rückmeldung noch Luft nach oben.

Eclipse Cross-Fahren beginnt in der Ausstattung "Inform" bei 25.900 Euro, der getestete "Diamond" ist mit 40.300 Euro wesentlich teurer. Allerdings verfügt er nicht nur über eine massiv aufgepeppte Ausstattung, sondern auch noch über Allradantrieb und Stufenlos-Automatik.

Viertüriges SUV-Coupé der unteren Mittelklasse, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4.405/1.805/1.685/2.670 mm, Leergewicht: 1.550 kg, Zuladung: 600 kg, Kofferraumvolumen: 341-1.140 l.
Antrieb: 4-Zylinder-Turbo-Benziner mit Direkteinspritzung, Hubraum 1.499 ccm, Leistung: 120 kW/163 PS bei 5.500 U/min, max. Drehmoment: 250 Nm bei 2.400-4.500 U/min, 0-100 km/h: 10,4 s, Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h, CVT-Automatikgetriebe, Allradantrieb, Normverbrauch: 7,7 l Super/100km, CO2-Ausstoß: 175 g/km.
Österreich-Preis: 40.300 Euro.

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