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Jeep Renegade MultiJet 140 AT 4WD - im Test Jeep Renegade 2019

Im Freizeit-Dress

Der Jeep Renegade erhielt ein Facelift, das ihn moderner erscheinen lässt, ohne seinen kernigen Charakter zu verwässern. 140-PS-Diesel im Test

mid/Mst

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Wer sich für ein Auto aus dem Hause Jeep entscheidet, erwartet Robustheit, rauen Charme, den die Italo-Amerikaner - Jeep gehört zum FCA-Konzern - versprühen. Die weichgespülte Variante gäbe es als 500X, aber dann steht eben Fiat auf dem Kühlergrill, und nicht Jeep.

Der Renegade polarisiert: Seine Karosserie in Kastenform mag nicht jeder, aber sie ist ein Alleinstellungsmerkmal. Wie viele SUV der Kompaktwagen-Klasse mit rund 4,30 Meter Länge sind auf den allersten Blick identifizierbar? Selbst wenn alle Markenembleme demontiert wären, der Renegade kann und will seine Familien-Zugehörigkeit nicht verbergen. Und das ist gut so.

Verbergen kann das SUV auch nicht, dass unter der Haube ein Diesel seinen Dienst verrichtet. Der 2.0l MultiJet 103 kW/140 PS der zweiten Generation mit SCR-Technologie, gekoppelt mit Neungang-Wandlerautomatik, der die Schadstoffklasse Euro 6d-Temp erfüllt, sorgt zusätzlich zum kräftigen Durchzug für eine kernige Geräuschkulisse innen wie außen - auch hier sind die Jeep-Gene spürbar.

Ein bisschen mehr Geräuschdämmung wäre sicherlich möglich, aber nur zu Lasten des speziellen Charakters des Renegade. Also übt man sich in Verzicht und lässt den Weichspüler im Schrank. Auch beim Verbrauch: Bei den Testfahrten lag der Durchschnittsverbrauch bei 7,9 Liter Diesel, allerdings bei hohem Autobahnanteil.

Mit seinem intelligenten Allradsystem und den vier Fahrmodi ist das SUV gerüstet, um auch abseits der Flaniermeile eine gute Figur zu machen - Jeep bescheinigt ihm die besten Offroad-Eigenschaften seiner Klasse. Dafür sorgt unter anderem das nur mit dem 2-Liter-Diesel erhältliche System "Jeep Active Drive Low", das ein Kriechübersetzungsverhältnis von 20:1 bietet und serienmäßig mit Bergabfahr-Assistent ausgerüstet ist. Das werden - wie bei fast allen SUV, die mehr können als nur Asphalt - die Wenigsten benötigen. Trotzdem gut zu wissen, dass der Renegade ein echter Jeep ist.

Dank des neuen "Uconnect" der vierten Generation ist der Renegade auch auf neuestem Stand in Sachen Konnektivität: Dazu gehört ein hochauflösender Touchscreens mit 8,4 Zoll Bilddiagonale, Apple CarPlay sowie Android Auto bringen die Smartphone-Inhalte ins Auto - im Pakte zusammen mit dem Navigationssystem werden hierfür allerdings 1.690 Euro extra fällig.

Musikfreunde dürfen sich dann allerdings auch über ein Premium-Soundsystem von Beats Audio freuen. Auch bei der Wahl der Beschallungs-Partner wird also der Lifestyle-Charakter des Autos ganz deutlich. Das Interieur überzeugt mit Materialauswahl und Übersichtlichkeit, auch wenn die Menüführung des mittigen Kombiinstruments etwas Eingewöhnung bedarf.

Für Sicherheit sorgen unter anderem der Spurhalteassistent Plus und die Verkehrszeichen-Erkennung, die jetzt serienmäßig sind. Nicht überzeugen konnte im Test der bei der Ausstattungsvariante "Limited" ebenfalls serienmäßige Radar-Tempomat, in Verbindung mit dem Auffahrwarner: zweimal hat das System auf der Autobahn laut vor einer Kollision gewarnt, obwohl weit und breit kein Fahrzeug war. Trotz dieses leicht negativen Erlebnisses macht der überarbeitete Renegade eine gute Figur und überzeugt mit viel Komfort. Ein Kerl mit Ecken und Kanten.

Fünftüriges, fünfsitziges SUV, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4.236/1.805/1.697/2.818 mm, Leergewicht: 1.540 kg, zul. Gesamtgewicht: 2.100 kg, Kofferraumvolumen: 351-1.297 l, Wendekreis: 11 m, Tankinhalt: 55 l, Bodenfreiheit: 198 mm.
Antrieb: Vierzylinder-Diesel mit Turboaufladung, Hubraum: 1.956 ccm, Leistung: 103 kW/140 PS bei 3.750 U/min, max. Drehmoment: 350 Nm bei 1.750 U/min, Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 10,2 s, Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h, Normverbrauch: 6,4 l auf 100 km, CO2-Ausstoß: 166 g/km, Testverbrauch: 7,9 l auf 100 km, Abgasnorm Euro 6d-Temp, Neungang-Automatik, Allradantrieb.
Österreich-Preis: 36.850 Euro (Deutschland: 32.700 Euro).

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