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Kopecky überholt Kahle

Jan Kopecky gewinnt die erste Etappe vor Matthias Kahle (beide Skoda WRC), Gassner führt die Gr.N an, Waldherr auf Gesamtrang acht.

Das war ein Auftakt nach Maß für die ADAC-Rallye Oberland: Auf der ersten Etappe beim Saisonauftakt zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) gab es einen spannenden Schlagabtausch zweier Markenkollegen.

Jan Kopecky / Filip Schovanek (Skoda Fabia WRC) liefen mit einem Vorsprung von 11,2 Sekunden auf Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) im Zwischenziel im bayerischen Schongau ein. Das tschechische Werks-Gespann hatte sich auf den sechs absolvierten WPs (50,71 WP-km) einen spannenden Fight mit den amtierenden deutschen Vizemeistern geliefert, bis Kahle / Göbel schließlich mit technischen Problemen zurückfielen.

Auf den hart umkämpften dritten Platz konnten sich Olaf Dobberkau / Peter Kroll im Evo-V-Lancer retten. Sie liegen vor den zehn Wertungsprüfungen der zweiten Etappe (118,56 km) vor Frank Färber / Dr. Thomas Schünemann im Mitsubishi Lancer. Maik Stölzel / Thomas Windisch im privat eingesetzten Skoda Octavia WRC folgen.

Ein Blick auf die Österreicher: Andreas Waldherr schlägt sich beim ersten Auftritt im Benziner-Golf sehr gut und ist Gesamt-Achter, seine Teamkollegen Christian Lippitsch und Hannes Danzinger in den Diesel-Kitcars finden sich auf den Plätzen 18 bzw. 29.

Die weiteren Österreicher: Stigler (46.), Pöhli (49.), Schauberger (51.), Karlhofer (52.) und Hofer (63.).

In der Super-1600-Meisterschaft führen Horst Rotter / Lutz H. Uhlig (Opel Corsa) nach der ersten Etappe mit einem Vorsprung von 0,6 Sekunden vor dem Citroën-Gespann Sven Haaf / Michael Wenzel (Citroën Saxo Super 1600). Carsten Mohe / André Kachel (Renault Clio Super 1600) und Nikolaus Schelle / Katrin Becker (Suzuki Ignis Super 1600) liegen in Schlagdistanz.

„Wir hatten zuletzt Probleme mit starkem Überbremsen an der Hinterachse“, ärgerte sich Matthias Kahle im Etappenziel im bayerischen Schongau. „Wir werden daher sicherheitshalber die Pedalerie wechseln müssen, um die Bremskraftverteilung in den Griff zu bekommen. Auch die Differenzial-Abstimmung macht uns nicht ganz glücklich.“

Im Vorgänger-Modell zum aktuellen Fabia WRC seines Markenkollegen Kopecky angetreten, musste er schließlich 11 Sekunden Rückstand in Kauf nehmen. Dieser strahlte nach problemloser Fahrt: „Heute gab es für unsere Mechaniker nur Routinechecks zu tun.“

Allerdings gelten schon am Samstag wieder andere Regeln: „Wenige Kilometer von hier entfernt beginnt morgen eine andere Welt“, so Kopecky, „auf den ersten Prüfungen herrschen noch sehr winterliche Bedingungen. Aber auf dem Schnee wird es ganz schön spannend werden.“ Während sich die Skoda-Equipe an der Spitze des Feldes zu immer neuen Bestzeiten anstachelte, kam es um Platz drei zu einem mindestens ebenso spannenden Fight.

Im ersten Kräftemessen der stark besetzten Division 1 (Gruppe A über zwei Liter Hubraum) hatten schließlich Dobberkau / Kroll die Nase vorne, die damit das zeitweise führende HS-Team von Frank Färber / Dr. Thomas Schünemann (Lancer EVO VI) um 6 Sekunden schlagen konnten.

Maik Stölzel / Thomas Windisch im privat eingesetzten Skoda Octavia WRC platzierten sich vor den amtierenden Meistern Hermann Gaßner / Siegfried Schrankl im Kathrein-Lancer auf Rang sechs. Der bayerische Lancer-Pilot zeigte sich als einziger Gruppe-N-Starter innerhalb der Top 10 einmal mehr in Top-Form.

Super-Fight in der Super-1600-Meisterschaft

Einen spannungsgeladenen Auftakt boten auch die Teams in der Super-1600-Meisterschaft. Die Führung im hart umkämpften Championat übernahm zunächst der amtierende Vizemeister: Horst Rotter mit Co-Pilot Lutz H. Uhlig liefen als Gesamt-Achte ins Zwischenziel ein. Sie setzten sich vorerst vor den 1600er-Meister von 2002, Sven Haaf, der mit Co-Pilot Michael Wenzel im Citroën Saxo Super 1600 vor dem Restart am Samstag gerade einmal 0,6 Sekunden Rückstand hat.

Der amtierende Champion der bulligen Fronttriebler-Truppe, Carsten Mohe, lag nach technischen Problemen an seinem Clio auf Rang drei. Lokalmatador Niki Schelle (Suzuki Ignis Super 1600) belegt bei seiner Heimrallye als Gesamt-Zehnter vorerst den vierten Platz der Super-1600-Truppe.

„Wir sind sehr zufrieden, das Auto läuft super“, grinste der Bayer, der nach zwei Jahren als Einsatz- und Test-Pilot in der Rallye-WM mit einem privaten Rallye-Projekt in heimatliche Gefilde zurückkehrt. „Wir bleiben dran – schließlich sind wir ja nicht nur zum Aufwärmen hier.“

Gruppe N: Gassner vor den Junioren

Fast unerreichbar präsentiert sich in der Gruppe N Hermann Gassner nach der ersten Etappe des Saisonauftakts. Der Surheimer konnte bereits auf den ersten sechs WPs einen Vorsprung von weit über einer Minute in der stark besetzten Division IV (Gruppe N über zwei Liter) herausfahren.

An zweiter und dritter Position folgen mit Ronny Amm und Maik Steudten (beide Evo-VI-Lancer) zwei Nachwuchs-Piloten. Die „kleinste“ DRM-Division V (Gruppe N unter zwei Liter Hubraum) führen nach der ersten Etappe Michael Stapel / Jürgen Breuer (Honda Civic Type R) an. Bei der Premiere der neu eingeführten Diesel-Divsion 6 liegt Skoda-Pilot Markus Fahrner im Fabia RS vor Christian Senz im Seat Ibiza TDI.

Stimmen im Etappenziel

1 – Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC)
„Wir hatten zuletzt Probleme mit starkem Überbremsen an der Hinterachse und werden daher sicherheitshalber die Pedalerie wechseln müssen, um die Bremskraftverteilung in den Griff zu bekommen. Wir sind einfach dem Problem noch nicht so richtig auf die Spur gekommen. Wir sind auch nicht ganz glücklich mit der Differenzial-Abstimmung und wechseln jetzt deshalb auch sicherheitshalber das Getriebe. Die letzten Prüfungen im Dunkeln waren ziemlich spannend. Man wusste nie genau, wo das Schmelzwasser über die Straße laufen würde. Heute waren schon richtig viele Zuschauer hier – das hat mich sehr gefreut.“

2 – Jan Kopecky / Filip Schovanek (Skoda Fabia WRC)
„Mein Auto lief problemlos. Es gab für die Mechaniker nur Routinechecks zu tun. Die Prüfungen waren für mich unterschiedlich. Einige hatten relativ lange Geraden – aber der Monte Rigi war einfach fantastisch. Das ist meine Lieblingsprüfung: Sehr selektiv, sehr kurvenreich und mit ein paar tückischen, nassen Passagen – das war einfach schön. Auch in Altenstadt habe ich mich wohl gefühlt, weil ich früher auf der Rundstrecke angetreten bin. Der Zuschauer-Rundkurs hat mich sehr an diese Zeit erinnert. Wenige Kilometer von hier entfernt beginnt morgen eine andere Welt, weil auf den ersten Prüfungen noch sehr winterliche Bedingungen herrschen. Wir müssen natürlich ohne Profil fahren, weil der trockene Asphalt überwiegt. Aber auf dem Schnee wird es ganz schön spannend werden.“

8 – Horst Rotter / Lutz H. Uhlig (Opel Corsa Super 1600)
„Ich fahre meinen eigenen Rhythmus und profitiere ein wenig von den Problemen der anderen in der Super-1600-Klasse. Ich hatte heute Probleme, die richtige Sitzposition zu finden. Wenn wir das jetzt noch hinbekommen, müssen sich die anderen wirklich warm anziehen.“

9 – Sven Haaf / Michael Wenzel (Citroën Saxo Super 1600)
„Die WP 1 kannte ich auswendig – klar, dass ich da Bestzeit fahren konnte. Dass unsere Sache doch nicht so leicht ist, habe ich auf dem Monte Rigi gemerkt, wo eine Kurve auf die nächste folgt. Mit dem Saxo bin ich hoch zufrieden.“

10 – Nikolaus Schelle / Katrin Becker (Suzuki Ignis Super 1600)
„Wir sind sehr zufrieden. Das Auto läuft super. Katrin macht ihren Job bei der Premiere im Ignis klasse. Wir bleiben dran – schließlich sind wir ja nicht nur zum Aufwärmen hier.“

Zwischenstand nach Etappe 1

Pos. Fahrer/Beifahrer Nat. Fahrzeug Gr./Kl. Abstand
1.  KOPECKY / SCHOVANEK CZ/CZ SKODA Fabia A/9  0:26:34.0
2.  KAHLE / GÖBEL D/D SKODA Octavi A/9 + 0:11.2
3.  DOBBERKAU / KROLL D/D MITSUBISHI E A/9 + 1:13.1
4.  FÄRBER / Dr. SCHÜNEMANN D/D MITSUBISHI E A/9 + 1:19.1
5.  STÖLZEL / WINDISCH D/D SKODA Octavi A/9 + 1:22.7
6.  GASSNER / SCHRANKL D/S MITSUBISHI L N/5 + 1:26.5
7.  WALLENWEIN / ZEITLHOFER D/A MITSUBISHI E A/9 + 1:30.1
8.  WALDHERR / JEITLER A/A VW Golf A/8 + 1:41.2
9.  DE CECCO / BARIGELLI I/I PEUGEOT 206 A/9 + 1:47.7
10.  ROTTER / UHLIG D/D OPEL Corsa S A/7 + 2:02.4
11.  HAAF / WENZEL D/D CITROEN Saxo A/7 + 2:03.0
12.  MOHE / KACHEL D/D RENAULT Clio A/7 + 2:07.8
13.  SCHELLE / BECKER D/D SUZUKI Ignis A/7 + 2:21.3
14.  AMM / TONN D/D MITSUBISHI L N/5 + 2:46.3
15.  STEUDTEN / FUCHS D/D MITSUBISHI E N/5 + 2:50.1
16.  HOLZ / LIMBACH D/D VW Golf Kit A/8 + 2:51.3
17.  WALLENWEIN / HESSELER D/D MITSUBISHI E A/9 + 3:10.6
18.  LIPPITSCH / PÖSCHL A/A VW Golf 4 Ki A/9 + 3:12.4
19.  OLSSON / CARLSSON S/S MITSUBISHI E N/5 + 3:21.3
20.  CORAZZA / ROTHE D/D MITSUBISHI C N/5 + 3:33.6
21.  TOSOVSKY / SLAMA CZ/CZ MITSUBISHI L N/5 + 3:38.9
22.  PASUTTI / CAMPEIS I/I MITSUBISHI E N/5 + 3:45.1
23.  KESKINEN / HEIKKILÄ FIN/FIN MITSUBISHI L N/5 + 3:45.5
24.  SCHUMACHER / HÖHNER D/D HONDA Civic N/3 + 3:47.5
25.  STAPEL / BREUER D/D HONDA Civic N/3 + 3:56.5
26.  KNÜPFER / BARCHFELD D/D OPEL Astra O N/3 + 4:02.3
27.  MYSLIWIETZ / BASTUCK D/D HONDA Civic N/3 + 4:03.2
28.  LISKA / JUGAS CZ/CZ PROTON Pert N/5 + 4:12.8
29.  DANZINGER / LANGTALER A/A VW Golf 4 Ki A/9 + 4:15.0
30.  FAHRNER / POSCHNER D/D SKODA Fabia N/4 + 4:25.0
31.  MARTI / WINKLHOFER CH/D MITSUBISHI L N/5 + 4:32.8
32.  DEPPING / GÜTTLER D/D MITSUBISHI C N/5 + 4:57.3
33.  WINDMÜLLER / JÄCKEL D/D HONDA Civic N/3 + 5:18.0
34.  STOIBER / BRITZGER D/D BMW M 3 N/4 + 5:18.1
35.  VEIT / SCHWEIGER D/D OPEL Astra A/8 + 5:22.9
36.  ROOCH / RANFT D/D TOYOTA Celic N/5 + 5:25.6
37.  SCHÄDLER / SCHWALIE D/D VW Polo GTI N/2 + 5:32.0
38.  HÖLZLHAMMER / NOLL D/D CITROEN Saxo N/2 + 5:38.5
39.  LAUTERBACH / TAUSCH D/D OPEL Astra G N/3 + 5:45.4
40.  KEIL / LOBOS D/D VW Polo GTI N/2 + 5:49.8
41.  SORGENFREI / SORGENFREI D/D OPEL Astra O N/3 + 5:59.6
42.  KUNZE / SCHWENDY D/D CITROEN Saxo N/2 + 6:01.2
43.  HACHENBERG / HORNE D/D VW Polo GTI N/2 + 6:04.6
44.  BURKART / ZEMANIK D/D VW Polo GTI N/2 + 6:07.5
45.  SENZ / GEIPEL D/D SEAT Ibiza 1 N/4 + 6:10.1
46.  STIGLER / PFAFFENHUEMER A/A VW Polo GTI N/2 + 6:13.0
47.  KNAUER / HOHENADEL D/D VW Polo GTI N/2 + 6:15.7
48.  STEINACKER / REITL D/D VW Golf 4 Di N/4 + 6:24.2
49.  PÖHLI / BRENTEL A/A RENAULT Clio N/3 + 6:30.3
50.  PÜTZ / GRIMBERG D/D CITROEN Saxo N/2 + 6:42.6
51.  SCHAUBERGER / SAIBEL A/A VW Golf 4 Di A/9 + 6:55.4
52.  KARLHOFER / LENK A/A PEUGEOT 205 A/8 + 7:09.2
53.  ANDERS / PFEIFER D/D PEUGEOT 206 A/7 + 7:24.0
54.  ACCO / PAVAN I/D RENAULT Clio A/8 + 7:30.5
55.  REICHLE / REICHLE D/D CITROEN Saxo N/2 + 7:43.2
56.  ROGOSS / TE GUDE D/D OPEL Astra O N/3 + 7:45.5
57.  PERTLICEK / MARTIN CZ/CZ SKODA Felici A/6 + 7:49.0
58.  SANSONETTO / FRANZIN I/I RENAULT Clio N/3 + 7:49.4
59.  SUHR / WÜSTENHAGEN D/D CITROEN Saxo N/2 + 8:06.3
60.  KILKA / SCHMIDT D/D RENAULT Clio N/3 + 8:08.8
61.  SCHRINNER / GEMMER D/D VW Polo GTI N/2 + 8:18.6
62.  DROANDI / CAPPELLETTI I/I PEUGEOT 106 N/2 + 8:22.6
63.  HOFER / KLINGER A/A VW Golf GTI A/8 + 9:51.5
64.  BECKWERMERT / BERDI D/D VW Polo GTI N/2 +11:28.6
65.  MONTINO / VALENTINIS I/I PEUGEOT 106 A/6 +11:35.8
66.  FENDT / EDELMANN D/D FIAT Cinquec A/6 +12:10.0

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