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Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Sieg für den Deutschen Jeffrey Wiesner

Sieben Suzuki-Teams erreichten das Ziel der anspruchsvollen Rallye, der Sieg ging an den Deutschen Wiesner, Cup-Sieger war Klammer.

Die Castrol Judenburg-Pölstal Rallye mit Start- und Ziel in Judenburg, war der dritte Bewerb im Rahmen des heurigen Suzuki Motorsport Cups. Nach der Bosch Super Plus Rallye in Pinggau, wo es nur regnete, hoffte man diesmal auf bessere Bedingungen.

Dies schien auch vorerst am Beginn der Fall zu sein. Doch dann gab es zwischen den Sonderprüfungen immer wieder schwere Gewitter sogar mit Hagel, die nicht nur das Fahren erschwerten, sondern besonders die richtige Reifenwahl erschwerten.

Alle Spitzenleute des Cups waren am Start, als Gast aus Deutschland konnte man den dort sehr erfolgreichen Jeffrey Wiesner mit Beifahrerin Claudia Harloff begrüßen. Die Beiden waren es auch, die schlussendlich mit einer feinen Leistung einen verdienten Erfolg über die heimischen Suzuki-Vertreter feiern konnten.

Auf den ersten fünf Prüfungen lag die Führung durch Dieter Kienbacher/Ulrike Mittenhuber und in der Folge durch Hermann Berger jun./Sabine Thaller klar in österreichischer Hand. Ab der Sonderprüfung 5 übernahm aber das Deutsche Duo Wiesner/Harloff das Kommando und gab diese bis ins Ziel nach 16 Prüfungen nicht mehr ab.

Spannend ging es in der heimischen Cupwertung zu. Berger/Thaller schienen volle Punkte einzufahren, auf der SP 14 griff der Steirer aber zu falschen Reifen, verlor viel Zeit und fiel auf den vierten Platz zurück. Diesen Ausrutscher nützten Mario Klammer/Hannes Benedikt aus und konnten sich damit an die Spitze der Wertung setzen.

Pech hatten Kienbacher/Mittenhuber, sie starteten auf der vorletzten Prüfung noch einen Generalangriff auf den führenden Klammer, der jedoch mit einem schweren Ausritt endete. Damit blieben die vollen Punkte durch Mario Klammer in der Steiermark, dahinter als Zweiter, Berger jun. Dritter in der Cupwertung wurden mit einer konstanten Leistung Wolfgang Werner/ Jürgen Scheidl.

Der Gesamtführende im Cup, Thomas Heuer mit Co. Christian Kainz, hielt sich in Anbetracht der schwierigen Bedingungen etwas zurück, fuhr sicher und konnte damit als Vierter seine Führung erfolgreich verteidigen. Als Fünfte in der Cupwertung kamen Norbert Kunz/ Wolfgang Viakowsky ins Ziel, die Paarung Günther Jörl/ Marlies Enzinger landetenauf Platz Sechs.

Ergebnis nach 16 Sonderprüfungen:

1. Jeffrey Wiesner/ Claudia Harloff D 2:21:45,7 Stunden (Gaststarter)
2. Mario Klammer/ Hannes Benedikt Stmk 2:24:01,3
3. Hermann Berger jun./ Sabine Thaller Stmk 2:24:59,3
4. Wolfgang Werner/ Jürgen Scheidl NÖ 2:27:39,3
5. Thomas Heuer/ Christian Kainz NÖ 2:28,11,5
6. Norbert Kunz/ Wolfgang Viakowsky NÖ 2:30:11,7
7. Günther Jörl/ Marlies Enzinger Ktn 2:34:49,3

Stimmen nach der Rallye

Organisator des Suzuki Motorsport Cups Max Zellhofer:
„Es war eine interessante Aufgabe. Eine komplett neue Rallye, kein Streckenvorteil und damit für alle gleiche Bedingungen. Die extreme Hitze am ersten Tag war sehr erschwerend. Für nicht so erfahrene Piloten war es eine schwere Aufgabe. Trotzdem ist für uns die Rallye größtenteils ohne Unfälle verlaufen, der Deutsche Gaststarter Wiesner hat aber gezeigt, dass man mit einem Suzuki Ignis auch noch ein bisschen schneller fahren kann, als unsere heimischen Piloten.“

Sieger Jeffrey Wiesner aus Deutschland: „Die Rallye hat uns Riesenspaß gemacht. So schöne Strecken findet man in Deutschland selten. Ebenfalls besser sind hier die Reifen als bei uns. Leider wurde ich auf dem Rundkurs zweimal aufgehalten, trotzdem habe ich die Rallye genossen, speziell mit den Regenreifen, mit denen ich vorher noch nie gefahren bin. Ein Kompliment auch meiner Beifahrerin, die einen guten Job gemacht hat.“

Mario Klammer (Stmk): „Nach den ersten drei Prüfungen hätte ich nicht gedacht, dass es zum Sieg in unserer Cupwertung reichen würde. Aber der viele Regen und der viele Schotter auf der Strecke haben mir sehr zugesagt. Für mich ist das bisher der größte Erfolg in meiner Rallyelaufbahn.“

Hermann Berger jun. (Stmk): „Der erste Tag ist für mich super gelaufen, dann konnte ich bis zur SP 16 die Wertung anführen. Leider gab es dort wieder Regen, ich hatte Slicks montiert und habe viel Zeit verloren. Schlussendlich bin ich durch den Ausfall von Kienbacher noch Zweiter geworden.“

Pechvogel Dieter Kienbacher (OÖ): „ Am Beginn war ich sehr flott unterwegs. Vor der letzten Prüfung lag ich nur 15 Sekunden hinter Klammer und mit vom Start weg voll auf Risiko gefahren. Vier Kilometer vor dem Ziel haben wir uns aber überschlagen. Damit dürfte die heurige Saison so ziemlich gelaufen sein. Der Wagen ist ziemlich kaputt und mir fehlen die finanziellen Mittel. Vielleicht geht sich noch etwas am Ende des Jahres aus.“

Wolfgang Werner (NÖ): „ Der erste Tag war Material mordend, außerdem hatte ich falsche Reifen montiert. Dazu kam noch eine Strafzeit von 1,3 Minuten. Besser lief es für mich am zweiten Tag, da konnte ich noch Heuer und Kunz abfangen. Bin im Großen und Ganzen zufrieden, freue mich aber jetzt auf die Rundstrecke.“

Gesamtleader Thomas Heuer (NÖ): „Es war eine sehr anspruchsvolle Rallye, trotz meines vierten Platzes bin ich zufrieden. Falsche Reifen, Pat`schn, kaputter Hinterrreifen und Unterbodenschutz kaputt, haben viel Zeit gekostet. Habe trotzdem am 2. Tag Zeit gutgemacht, aber leider zu wenig. Meine Chance kommt wieder auf der Rundstrecke.“

Norbert Kunz (NÖ): „War mit meiner Leistung trotz Platz Sieben zufrieden. Habe damit zumindest einen Punkt gemacht. Es gab viele Kleinigkeiten die Zeit gekostet haben, einmal war uns die Böschung im Wege.“

Günther Jörl (Kntn): „Am Beginn der Rallye war ich mit der Einschulung meiner neuen Co-Pilotin beschäftigt (Casting). Dadurch bin ich auf dem Rundkurs eine Runde zu wenig gefahren und habe Zeitstrafe kassiert. Sonst hat alles gepasst, auf der letzten Prüfung haben wir noch einen Strohballen aufgearbeitet.“

Gesamtwertung im Suzuki Motorsport Cup nach vier Läufen:

1. Thomas Heuer (NÖ) 34 Punkte
2. Mario Klammer (Stmk) 28
3. Dieter Kienbacher (OÖe) 18
Hermann Berger jun. (Stmk) 18
5. Wolfgang Werner (NÖ) 14
6. Wolfgang Schörghuber (NÖ) 5
7. Norbert Kunz (NÖ) 4
8. Hubert Haselsteiner (NÖ) 2

Die nächsten beiden Läufe finden am 22. und 23. Juli in Cerklje (Slowenien), als Rundstreckenrennen statt.

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