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Überlegener Klassensieg

Gelgunges Debüt des neuen Suzuki Swift, Hermann Berger holte den souveränen Klassensieg und freut sich nun auf den Suzuki Motorsport Cup.

Der 22jährige Steirer Hermann Berger war am vergangenen Wochenende als „Versuchskaninchen“ in die Pirelli Lavanttal Rallye gestartet – hatte er doch die Aufgabe, den neuen Suzuki Swift Sport als Renn-Version zum ersten Mal bei einer Rallye zu testen.

Das Auto – übrigens in spektakulärem Rot-Weiß lackiert – war allerdings erst unmittelbar vor der Veranstaltung fertig geworden, an Testkilometer im Vorfeld war somit nicht zu denken.

Und noch ein Umstand erschwerte den Einsatz in Kärnten: Da der Suzuki Motorsport Cup erst in rund zwei Wochen am Wachauring in Melk in seine neue Saison startet, war das Motorsteuergerät im Suzuki noch völlig serienmäßig.

„Viel mehr als 125 PS werden wir nicht haben“, so Berger vor der Rallye, der sich damit nicht allzu große Hoffnungen auf eine gute Platzierung machte: „Für uns steht ein ausführlicher Funktionstest im Vordergrund, außerdem sind wir seit der Herbst Rallye Leiben im vorigen Oktober nicht mehr gefahren, da setzt man schon ein bisserl Rost an…“

Doch schon nach den ersten Sonderprüfungen war klar, daß Hermann Berger, der auch in diesem Jahr auf die Ansage von Sabine Thaller vertraut, gar nicht eingerostet war:

Mit tollen Zeiten hielt er sich fast permanent in der ersten Hälfte des 120 Starter umfassenden Feldes, auf den meisten Sonderprüfungen fuhr er sogar munter mit den wesentlich stärker motorisierten Nachwuchs-Piloten aus der Ford Fiesta Trophy mit – eine kleine Sensation, bedenkt man den Leistungsunterschied zwischen den Fahrzeugen.

Hermann Berger war nach einem verregneten ersten Tag und der dadurch entstandenen „Schlammschlacht“ zufrieden, wollte am Samstag, dem zweiten Rallye-Tag, aber noch einmal ein wenig „nachlegen“ – was ihm mit permanenten Top-40-Zeiten auch eindrucksvoll gelang.

Am Ende belegte der Youngster Platz 42, in der Gruppe N wurde es Rang 27 und in seiner Klasse (N2) gab’s den überlegenen Sieg mit beinahe vier Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Kein Wunder, dass Bergers Resümee bei der Zieldurchfahrt in Wolfsberg positiv ausfiel: „Ich bin sehr zufrieden. Obwohl wir am Freitag in jeder Ecke nur für die Zuschauer gefahren beziehungsweise gedriftet sind, waren die Zeiten bereits gut. Am Samstag ist es dann noch besser gelaufen, da bin ich sehr konzentriert und flott unterwegs gewesen."

"Der neue Suzuki Swift funktioniert so zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk, einfach perfekt. Vor allem das Handling wurde gegenüber dem Ignis noch einmal verbessert – wenn wir jetzt noch das neue Steuergerät und damit die versprochene Leistung von rund 150 PS bekommen, dann können wir sogar in der Gesamtwertung weit nach vorne fahren und auf uns aufmerksam machen!“

Die nächste Gelegenheit auf sich aufmerksam zu machen hat Hermann Berger – wie bereits erwähnt – am 14. und 15. April in Melk. Dort fällt beim Castrol-Pokal nämlich der Startschuß zum Suzuki Motorsport Cup 2007, den der junge Obersteirer unbedingt gewinnen möchte.

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