RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Rallye Tisnov

Das große Schlusswort

Nachdem Wilfried Ohrfandls fünfte Rallye in Folge durch technisches Gebrechen ohne Ergebnis geblieben ist, zieht er die Konsequenz.

Auf gut Waldviertlerisch: Er haut den Hut drauf. Das ist dem sympathischen GM-Techniker, der vor einem Jahr noch so großartig in der Austrian Rallye Challenge mitgefahren ist, nach so vielen deprimierenden Erlebnissen natürlich nicht zu verdenken. Aber es bedeutet halt auch, daß ein Fahrer, der wegen seines Könnens und seiner menschlichen Umgangsformen geschätzt wurde, künftig fehlen wird.

Man kann eventuell noch hoffen, daß irgendwann früher oder später ein neu herausgekommenes interessantes Fahrzeugmodell oder ein anderer motivierender Faktor einen Sinneswandel bewirkt und wieder neue Lust an der Herausforderung entsteht. Aber fürs Erste sind die Würfel gefallen. Friedl hat genug. Und das ist aus der jetzigen Sicht heraus nur allzu verständlich.

Über die Rallye selber bräuchte man nicht allzu viele Worte verlieren, denn die war eine der kürzesten in der Ohrfandl-Karriere seit seinem Rallye-Beginn vor dreizehn Jahren. Kürzer sogar noch als zuletzt die Triestingtal-Rallye. Auf der ersten Sonderprüfung war der Achsantrieb bereits so arg in Mitleidenschaft gezogen, daß nur eine 102. Zeit möglich war – also eine wirklich absolut unwürdige Angelegenheit für den einstigen Gesamt-Zweiten der Austrian Rallye Challenge.

Nichts wurde es also mit einem großartigen Duell mit Wolfgang Schmollngruber, der die österreichische A7-Wertung einsam gewann. Patrick Breiteneder und Philipp Manhart kämpften noch ein wenig mit sich und der Technik ihrer Kitcars, kamen aber immerhin bis ins Ziel. Zumindest erging es Friedl Ohrfandl und Manuel Schalko besser als dem Team Reininger, das schon vor der Rallye w.o. geben musste, da der Motor schon am Freitagabend unversehens den Geist aufgab. Nicht eben ein gutes Wochenende für die Opel-Astra-Piloten aus Österreich...

Ein solches Karriere-Ende hätte Wilfried Ohrfandl niemand gewünscht: Kein Finale Grande, eher ein Finale Fatale, aber so ist eben manchmal das Rallye-Leben. Es beinhaltet aber auch noch andere Facetten, etwa, daß einen ehedem frustriert abgetretenen Rallyepiloten noch einmal die Faszination und der Ehrgeiz packt und er schließlich auch den stilgerechten sportlichen Abschluss nachholt. Und auch davor noch kräftig hinlangt. Die Hoffnung lebt. Wenn man so will, auch darauf, dass man irgendwann einmal an das Material herankommt, das man braucht, um mit den „richtigen Stars“ mitzufahren. Vielleicht war das ja doch noch nicht das endgültige Ende...?

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Rallye Tisnov

Weitere Artikel:

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ARC, Mühlstein Rallye: Startklar!

SG Toolbox Mühlstein Rallye startet durch!

Am 7. und 8. August steigt die SG Toolbox Mühlstein Rallye 2026 mit Zentrum in Schwertberg / Novum ist ein spektakulärer Shakedown am Freitagabend / Der neue Namens-Sponsor SG Toolbox ist ein oberösterreichisches Unternehmen mit hoher Motorsport-Affinität.

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...