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Fornasiero/Forina gewinnen das Mitropa-Cup-Heimspiel

Die Italiener Carlo Fornasiero und Angela Forina sind die Sieger der Mitropa-Rally-Cup-Wertung der 44. Rally Friuli delle Alpi Orientali.

Mit ihrem Renault Clio S 1600 wurden die beiden auf der zweitägigen, teilweise mehr als 30 Grad heißen Asphalt-Hatz östlich der norditalienischen Metropole Udine Klassensieger und Gesamtfünfte, und hielten sich die amtierenden Mitropa-Cup-Champions Hermann Gassner/Karin Thannhäuser, die mit ihrem Mitsubishi Lancer EVO IX nach zwölf Sonderprüfungen (SP) das Ziel auf Platz neun erreichten, mit letztlich einer Minute Vorsprung deutlich vom Leib.

Die vor allem zur italienischen Meisterschaft zählende Ralli Friuli delle Alpi Orientali erlebte mehrere furiose Highlights, denn aufgrund der hohen Schlagzahl bei vielen Teilnehmern, gab es immer wieder Aus- und Unfälle, weswegen die jeweils letzten SPs eines jeden Tages vorzeitig abgebrochen werden mussten. Aufgrund der dadurch notwendigen, "freihändigen" Zeitenvergabe gab hie und da Unstimmigkeiten bzw. Unzufriedenheiten, und am Ende wurde deswegen sogar eine Berufung eingereicht, so dass bei Redaktionsschluss noch nicht für alle Teilnehmer endgültige Ergebnisse vorlagen.

Direkt vom Start weg dezimierte sich (auch und vor allem) das Feld der Teilnehmer an der inoffiziellen Rallye-Europameisterschaft der Amateure und Privatfahrer. Bereits in der ersten SP „Masarolis“ kam das vorzeitige Aus für die Italiener Michele Graputti/Nicola Nigris im Honda Civic Type-R.

Und in der SP zwei, „Suffumbergo“, folgten ihnen ihre Landsleute Stefano Iaconcig/Enrico Cherchi (Peugeot 106 rally). In der SP drei („Porzus“) verabschiedeten sich die bis dato im Gesamtklassement weit vorne mitmischenden Slowenen Boris Logar/Matej Debelak im Fiat Punto KitCar sowie das österreichisch-deutsche Mixed-Team Walter Pfeffer/Jan Enderle auf Mitsubishi Lancer.

Der zweite Durchgang der SP „Masarolis“ brachte dann noch das frühe Aus für das zweite slowenische Team Marko Kavcic/Daja Skuca (Renault Clio), danach schien sich die Ausfall-Lage jedoch normalisiert zu haben und die einzelnen Protagonisten konnten ihr Augenmerk mehr auf das Zeitentableau und die daraus errechneten Platzierungen richten:

Fornasiero/Forina hatten sich am Ende des ersten Tages auf Gesamtrang zehn eingerichtet, Gassner/Thannhäuser waren Zwölfte und Hermann Gassner jun. und Jörn Limbach (ebenfalls Mitsubishi Lancer EVO IX) rangierten - bedingt durch einen Reifenschaden und einer unglücklichen ´freihändigen` Zeitenvergabe (siehe oben) - auf Platz fünfzehn.

Von den anfangs 16 gestarteten MRC-Teilnehmern waren nach der ersten Hälfte der Veranstaltung gerade noch neun in Wertung.

Von den Ausgefallenen nutzten Iaconcig/Cherchi und Pfeffer/Enderle im Rahmen des Super-Rally-Systems (Neustart mit entsprechenden Strafpunkten für die am Vortag ausgelassenen Prüfungen; Anm. d. Red.) die Möglichkeit, mit reparierten Fahrzeugen in den Wettbewerb zurückzukehren, mussten aber beide erneut vorzeitig (in SP neun) aufgeben.

Keineswegs aufgeben wollten dagegen Fornasiero/Forina, die mit dem neuen Renault Clio S 1600 bei ihrer Heimrallye immer besser in Fahrt kamen und sich am zweiten Rallyetag mit sehr schnellen Zeiten auch immer weiter nach vorne arbeiteten. Gassner/Thannhäuser und auch Gassner jun./Limbach hatten auf den trockenen Asphalt-Strecken zu keiner Zeit eine reelle Chance, ihre Allrad-Vorteile auszuspielen und waren am Ende froh und zufrieden, sich knapp unter (Gassner/Thannhäuser auf Rang neun) bzw. fast (Gassner jun./Limbach auf Rang elf) in die Top Ten dieses italienischen Meisterschaftslaufes gefahren zu haben – dessen Ergebnisse allerdings im Moment noch vorläufig sind.

Von den 80 Startern erreichten am Ende 46 das Ziel in Udine in Wertung, darunter noch weitere vier Teams des Mitropa-Rally-Cups, und zwar Andrea Pisano/Francesco Cozzula (Peugeot 106) auf einem dritten Klassenplatz, und ihre Landsleute und Markenkollegen Norberto Droandi/Fabio Matini auf einem fünften Klassenplatz.

Achte in ihrer Klasse wurden die Österreicher Heinz Leitgeb/Martin Bodner (Renault Clio) und die Deutschen Alois Scheidhammer/Willi Trautmannsberger steuerten ihren Subaru Impreza STI in der überaus dicht besetzten Klasse der seriennahen Gruppe N 4-Fahrzeuge auf Platz 13 ins Ziel.

Nicht das Ziel erreichten dagegen die Italiener Pieralessio und Andrea DiGiusto (Renault Clio) und die Slowenen Miran Jerman/Boris Tonejc (Peugeot 106). Ebenfalls nicht in Wertung ins Ziel kamen die beiden italienischen (MRC)-Teams, die in der historischen Ralli Alpi Orientali gestartet waren: der amtierende Champion Rino Muradore mit Beifahrer Andrea Trevisan im Ford Escort RS Cosworth und die Porsche 911-Besatzung Paolo Pasutti/Jean Campeis.

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