RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Australien

Jetzt kommt der Schotter – und der birgt Überraschungen

Citroen Junior Sébastien Ogier fuhr zwei Mal Bestzeit und führt 3,5 Sekunden vor Henning Solberg sowie 4,3 Sekunden vor Sébastien Loeb.

Michael Noir Trawniczek

Sordo beim Shakedown - der Hirvonen-Fanklub ist auch dabei...

Tagsüber, beim Shakedown für die Australien-Rallye, war ein Werks-Citroen ganz oben auf der Zeitenliste zu finden – Dani Sordo markierte auf der 3,2 Kilometer langen Schotterstrecke, rund 27 Kilometer vom Servicepark in Kingscliff entfernt, die schnellste Zeit, eine halbe Sekunde vor seinem Teamkollegen Sébastien Loeb.

Der Franzose hat bereits bei der Besichtigung die komplett neuen Sonderprüfungen aufmerksam begutachtet und erklärte gegenüber der offiziellen WRC-Website: „Er wird einige Überraschungen geben. Die Fahrbahnoberfläche wechselt oft. Manchmal gibt es eine harte Basis mit losem Schotter obendrauf, manchmal ist es hart mit einer sauberen Oberfläche und ein anderes Mal ist es eine viel weichere, sandigere Basis. Der Belag ändert sich sehr oft, manchmal auch mitten in einer Sonderprüfung.“

Solberg will höhere Startintervalle

Henning Solberg wiederum reklamierte ein Problem mit den Staubwolken und regte die Veranstalter an, die Startintervalle von zwei auf drei Minuten zu erhöhen - vor allem dort, wo viele Bäume stehen, könne der Staub nicht schnell genug abziehen, sagte Solberg. "Wenn es keinen starken Wind gibt, wird es gefährlich." Die Veranstalter hätten den Vorschlag zunächst abgelehnt, fügte Solberg hinzu. "Doch wir haben auf Sardinien gesehen, wie gefährlich es werden kann, wenn der Staub nicht abziehen kann. Ich hoffe, dass sie diese Änderung noch durchführen können, ansonsten siehst du gar nichts, wenn du ein Auto einholst."

"Rutschig, aber auch spaßig"

Am Abend jedoch gab es ohnehin nur einen Belag: Asphalt. Zwar ist die Australien-Rallye ein reiner Schotter-Event, doch am Donnerstagabend wurden zwei Superspecial-Prüfungen in der Stadt Murwillumbah absolviert. Der 2,55 Kilometer lange Kurs wurde zwei Mal als SP 1 und SP 2 in Angriff genommen. Mit Scheinwerfern ausgerüstet wurde im 15 Sekunden-Takt gestartet, mit den Schotterreifen hatten die Rallyeboliden nur wenig Grip auf dem Straßenkurs. Für die zahlreichen Zuschauer wurde das Spektakel dadurch erhöht, was die australischen Fans natürlich begrüßt haben…

„Es war rutschig, aber es hat Spaß gemacht“, sagte dann auch der Franzose Sébastien Ogier – der Citroen Junior konnte in beiden Durchgängen die schnellste Zeit markieren. Die Spitzenteams wurden von Problemen verschont. Bei Stobart Ford-Pilot Matthew Wilson gab es ein Problem mit der Launch Control, am C4 von Conrad Rautenbach fielen die Scheinwerfer aus, weshalb der Südafrikaner langsamer machen musste.

Nach den beiden Prüfungen führt Ogier 3,5 Sekunden vor Henning Solberg (Stobart Ford) sowie 4,3 Sekunden vor Loeb. WM-Leader Mikko Hirvonen belegt mit 8,1 Sekunden Rückstand Platz sechs.

Richtig los geht es am Freitagmorgen um 7.38 Uhr Ortszeit (Donnerstag 23.38 Uhr MESZ) – mit dem Start der 7,32 Kilometer langen SP 3 „Kyogle“.



Stand nach SP 2

 1.  Sébastien Ogier     Citroen  3:35.1
 2.  Henning Solberg     Ford     +  3.5
 3.  Sébastien Loeb      Citroen  +  4.3
 4.  Dani Sordo          Citroen  +  5.0
 5.  Jari-Matti Latvala  Ford     +  5.1
 6.  Mikko Hirvonen      Ford     +  8.1
 7.  Matthew Wilson      Ford     + 13.3
 8.  Federico Villagra   Ford     + 13.5
 9.  Khalid Al Qassimi   Ford     + 16.4
10.  Conrad Rautenbach   Citroen  + 19.8

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Australien

- special features -

Weitere Artikel:

Motorräder: Irres Dakar-Finale

Brabec verliert Sieg - Benavides triumphiert

Dakar-Thriller bis zur Ziellinie - Ricky Brabec verliert nach einem Navigationsfehler den sicher geglaubten Sieg - Luciano Benavides jubelt mit minimalem Vorsprung

Rallye Dakar 2026: Etappe 6

Al-Attiyah übernimmt Führung

Dacia-Fahrer Nasser Al-Attiyah setzt sich mit Sieg auf Etappe 6 an die Spitze der Gesamtwertung - Daniel Sanders dominiert Motorrad-Etappe, kassiert aber Zeitstrafe

Jännerrallye: Bericht Stürmer

Ein Winter wie damals

Dank Horst Stürmer und Rene Zauner wurde auch bei der bisher 39. Jännerrallye dazu beigetragen, dass die zahlreichen Rallye-Besucher mit bester Quattro-Action auf Schnee beglückt wurden.

Rallye Dakar 2026: Etappe 4

Lategan nun vor Al-Attiyah Spitzenreiter

Auch an Tag 4 haben die hinteren Starter einen Vorteil, die Gesamtwertung stellt sich erneut auf den Kopf - Titelverteidiger Al-Rajhi/Gottschalk geben die Rallye auf

Rallye Dakar 2026: Etappe 8

Al-Attiyah behauptet Führung

Saood Variawa (Toyota) erobert Etappensieg knapp vor Henk Lategan (Toyota) - Nasser Al-Attiyah (Dacia) verteidigt Führung, aber Verfolger kommen näher