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„Jede Schraube schreit nach Bestzeit“

Franz Wittmann feiert im Waldviertel die Premiere im Peugeot 207 S2000, der Niederösterreicher ist vorsichtig optimistisch und will vor allem Kilometer sammeln.

Am vergangenen Wochenende hat für Franz Wittmann ein neues „Rallye-Leben“ begonnen. Denn der Niederösterreicher, der heuer in der IRC bereits bemerkenswerte Erfolge mit dem Mitsubishi Lancer Evo IX gefeiert hat (Platz 6 auf den Azoren, Platz 5 in Russland), testete erstmals einen Peugeot 207 S2000.

Der junge Löwe stammt aus der Tuningschmiede des Deutschen Ronald Leschhorn, der 2001 Wittmanns Vater Franz sen. zu dessen zwölften Meistertitel führte. Nun soll ROMO Motorsport dem Sohn zu einem entscheidenden Karrieresprung verhelfen.

Bereits beim ersten Test zeigte Wittmann, dass er auch im S2000 eine hervorragende Figur abgegeben wird. Doch der Vizestaatsmeister des vergangenen Jahres bremst selbst die Euphorie.

„Es war nur ein sehr kurzer Test und es ist schon eine riesige Umstellung von Mitsubishi auf Peugeot. Doch mir liegt das Fahrzeug und das Handling ist hervorragend. Es kommt meinem Fahrstil entgegen. Irgendwie ist es eben ein echtes Rallyeauto. Du bemerkst bei jeder Schraube, dass sie für Bestzeiten gebaut wurde“, erklärt Franz Wittmann.

Bei der Rallye Waldviertel kommt es am 30./31. Oktober zur Feuertaufe. Dort, wo sich Franz Wittmann und Bernhard Ettel im Vorjahr in einem packenden Duell gegen Kris Rosenberger durchsetzten und den Vizemeistertitel fixierten, will es der Peugeot-Pilot in diesem Jahr langsamer angehen.

Wittmann: „Unser Ziel ist es ganz einfach Kilometer zu sammeln. Die brauchst du mit diesem Fahrzeug unbedingt. Man erreicht zwar sehr schnell 80 Prozent des Möglichen, doch die restlichen 20 Prozent dauern und du musst Geduld beweisen. Ich mache mir keinen Druck, denn zum Glück brüllt der Löwe zwar extrem, doch er beißt nicht. Für uns ist dieser Einsatz ein Test. Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht auch erfolgreich sein wollen.“

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