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Aigner im Motorline-Talk: „Werden das hinkriegen!“

Andi Aigner spricht über seinen kurzfristig festgelegten Einsatz bei der „Rally of Nations“, bei der er gemeinsam mit Manfred Stohl Österreich vertritt.

Michael Noir Trawniczek
Foto: andreasaigner.at

Manfred Stohl und Andi Aigner, die beiden österreichischen Rallye-Weltmeister bilden ein Team – das war bislang ein Traum der heimischen Fans, doch nun wird er wahr. Bei der „Rally of Nations“ von 9. bis 12. Juli werden Stohl und Aigner als österreichisches Team zwei Mitsubuishi Evo IX pilotieren und um den Sieg und insgesamt 75.000 Dollar Preisgeld kämpfen.

Mehr Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie in der Navigation oben rechts unter „Stohl & Aigner starten für Österreich“, d. Red..

Im exklusiven Interview mit motorline.cc spricht Andi Aigner über den Einsatz in Mexiko, wo er zum ersten Mal mit Co-Pilotin Daniela Weissengruber (zuletzt an der Seite von Mario Saibel und Jörg Rigger) fahren wird.

Andi, das sind ja tolle Nachrichten – wie ist das Ganze zustande gekommen?

Es ging vom Veranstalter aus, man hat uns recht kurzfristig eingeladen. Ich bin sehr stolz darauf, dass die zwei besten Rallyefahrer Österreichs unser Land dort vertreten dürfen.

Dort wird auf jenen Wertungsprüfungen gefahren, die auch im WM-Lauf absolviert werden.

Ja, nächstes Jahr ist Mexiko wieder im WM-Kalender vertreten - von da her ist das sicher auch ein gutes Training. Für mich persönlich ist es zudem gut, wieder ins Fahren zu kommen – und das gleich bei einem Lauf, der von der Länge her praktisch identisch mit einem WM-Lauf ist.

Manfred und du werdet mit zwei Mitsubishi Lancer Evo IX fahren – müsst ihr dort gegen Super 2000-Boliden ankämpfen?


Das kann ich nicht hundertprozentig beantworten, es gibt noch keine endgültige Nennliste. Meines Wissens nach fahren die Spanier, die Deutschen und die Finnen mit herkömmlichen Gruppe N-Fahrzeugen vom Typ Mitsubishi Evo IX oder X – von den Regeln her wäre der Einsatz von Super 2000-Autos jedoch erlaubt. Aber das ist – wie immer – auch eine Geldfrage. Bislang weiß ich von keinem Super 2000-Einsatz.

Eure Autos werden von Stohl Racing eingesetzt?

Nein, denn die Einladung kam wie gesagt recht kurzfristig und Stohl Racing ist nicht nur an dem besagten Wochenende beim IRC-Lauf in Russland am Start sondern auch eine Woche zuvor in Maribor im Einsatz. Manfred hat daher kurzfristig ein italienisches Team ausgemacht, welches zwei Evo IX bereitstellen und auch sofort nach Mexiko verfrachten konnte - was ja keine Selbstverständlichkeit ist, dass ein Team dazu umgehend in der Lage ist.

Wenn also keine Super 2000-Autos antreten, habt ihr dann reale Siegchancen?

Man weiß natürlich nicht, in welchem Zustand die Autos sein werden, ob sie durchhalten – aber von dem, was Manfred und ich bislang in unseren Karrieren gezeigt haben, brauchen wir uns dort ganz sicher nicht zu verstecken.

Du fährst zum ersten Mal mit Daniela Weissengruber als Co-Pilotin – ein gemeinsames Training wird nicht mehr möglich sein, oder?

Ja, ich bin noch nie mit Daniela gefahren, aber ich kenne sie von Anfang an über meinen guten Freund Mario Saibel – ihn habe ich auch kontaktiert und quasi um eine kurzfristige ‚Ausborgung’ gebeten.

Wir werden uns sicher absprechen, doch mehr ist in der kurzen Zeit nicht möglich. Daniela fährt bei der Weiz-Rallye mit Jörg Rigger, danach mit Mario Saibel in Maribor und dann fliegen wir bereits nach Mexiko. Aber es sind zum Teil noch Aufschriebe aus 2007 vorhanden – es ist sicher für uns beide neu. Ich fahre zum ersten Mal mit ihr und sie zum ersten Mal bei einem de facto WM-Lauf. Aber wir werden das schon hinbekommen, da mache ich mir keine Sorgen.

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