RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Niedertscheider-Team: Start mit Hindernissen

Das Team Niedertscheider Motorsport brachte bei perfektem Rallyewetter im Lavanttal zwei Cup-Swifts an den Start.

Sowohl Alexander Schiessling mit Co Andreas Zankl sowie Christoph Weber und Anja Blazek waren bereits nach der Besichtigung top motiviert. Ohne einen Testkilometer setzte sich der Wiener Christoph Weber am Freitag hinters Steuer, und musste schon bald feststellen:

"Also so ein Cup Swift ist etwas ganz Neues für mich. Du musst Deinen Fahrstil komplett umstellen – wenn Du nicht absolut rund fährst und Schwung mitnimmst hast Du keine Chance.“

Doch nicht umsonst ging der Historic Meistertitel 2009 an Christoph Weber – bereits auf der 2. SP konnte er die erste Top 3 Zeit hinlegen. Leider kam noch Freitag Abend das frühzeitige Aus:

„Auf der 4. SP haben wir einen Stein getroffen, der die Geometrie auf der Hinterachse derart „verändert“ hat, dass wir im Schlussservice nach Rücksprache mit unserem Mechanikerteam, rund um Alfred Lorenz, aus Sicherheitsgründen den Suzuki Swift abstellten. Schade, auf dieser 4. SP ging es schon wesentlich besser und ich habe mich langsam an den Swift anpassen können. Aber ich muss auf jeden Fall den Hut vor allen Suzuki Cup Fahrern ziehen. Die Fahrzeuge sind äußerst kompakt, mit einem Top Fahrwerk und somit das absolut perfekte Einsteigerpaket, aber es braucht schon Einiges um diese doch relativ leistungsschwachen Fahrzeuge richtig schnell zu bewegen.“

Alexander Schiessling hatte bei seinem Comeback im Suzuki Cup bereits auf der 2. SP Riesenpech – rund einen Kilometer vor dem Ziel verweigerte eine Antriebswelle ihren Dienst. Beim Re-Start am Samstag fand man sich dadurch mit riesigem Zeitrückstand am Ende des Feldes wieder:

„Schade, eigentlich hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht – aber das Glück war am Freitag nicht auf unserer Seite. Zumindest konnten wir am Samstag noch alle Prüfungen fahren – diese Testkilometer haben mir sehr geholfen um meinen Rhythmus wieder zu finden.“

Teamchef Martin Niedertscheider gibt sich trotzdem erfreut: “Schade, dass Christoph schon so früh aufgeben musste - aber die Punkte für den 5, Platz von Alex können am Ende der Saison noch von absoluter Wichtigkeit für den Suzuki Cup sein. Die Performance von Christoph hat mich sehr beeindruckt – ich denke auch, dass wir Christoph nochmal bei uns im Team sehen werden – eventuell in einem der nächsten Histo-Cup Läufe….“ (ganz breites Grinsen).

Wie schon bereits im vergangenen Jahr wird Niedertscheider Motorsport auch heuer wieder zwei Fahrzeuge im höchst erfolgreichen Suzuki Cup einsetzen. Los geht es am kommenden Wochenende bei der BP Rallye im Lavantal - damit fällt der Startschuss zur Rallyewertung im Suzuki Cup wo als Stammpiloten der Kremser Alexander Schiessling und der Tullner Dominik Riedmayer die beiden Swifts aus dem Hause Niedertscheider Motorsport pilotieren werden.

Aufgrund einer Verletzung verzögert sich das erste Antreten von Dominik Riedmayer, der bereits in den vergangenen Jahren Erfahrung im Suzuki Cup am heißen Stuhl bei Michael Hofer sammeln konnte, um einige Wochen. Um trotzdem beide Fahrzeuge in Kärnten an den Start zu bringen wurde kurzerhand ein Ersatzfahrer engagiert – der amtierende Historic Champion Christoph Weber.

„Mit Christoph konnten wir einen sehr erfahrenen und spektakulären Piloten für uns gewinnen. Seine Aufgabe wird es sein das Fahrzeug einem gründlichen „Funktionstest“ zu unterziehen und dabei das Publikum bestmöglich zu unterhalten.“ grinst Teamchef Martin Niedertscheider bei der Präsentation seiner Fahrerpaarungen. Geleitet wird Christoph von Anja Blazek ,die bei den restlichen Läufen Dominik Riedmayer zu Seite stehen wird.

Auch für Christoph Weber ist der Einsatz im Suzuki Swift einmal was ganz neues: „Da ich nicht auf eine Platzierung fahren muss wird der Spaß im Vordergrund stehen. Ich möchte zwar nicht sagen, dass es mich nicht interessiert wie schnell man so ein Cup Fahrzeug bewegen kann, aber primär stehen die Testkilometer für das Team im Vordergrund.“

Alexander Schiessling: „Seit Jahren kenne ich Christoph und es freut mich, dass wir nun einmal als Teamkollegen eine Rallye bestreiten können. Für mich sind die Ziele in Kärnten klar – ich muss mich wieder an das Fahrzeug und meinen Co-Piloten Andi Zankl gewöhnen und dann versuchen konstant meine Leistung abzurufen. Damit sollte ein Platz unter den ersten drei realistisch sein.“

Man darf also gespannt sein wie sich die beiden Piloten von Niedertscheider Motorsport schlagen werden. Eingesetzt und betreut werden die zwei Cup Swifts wieder von derselben Mannschaft wie 2009 - das Team von Niedertscheider Motorsport. Die Einsatzleitung übernimmt heuer Michael Hofer, der mit seiner Erfahrung aus den letzten Jahren Suzuki Cup gemeinsam mit seinem Chefmechaniker Alfred Lorenz die organisatorische und technische Betreuung vor Ort leiten wird.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: BP Lavanttal Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!

F.A.T. Ice Race: Beste Bilder Samstag

Die besten Bilder vom F.A.T. Ice Race 2026

"Es war wieder einmal eine großartige Veranstaltung", sagt motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl und präsentiert seine besten Bilder vom Samstag.

Jonne Halttunen, als Beifahrer von Kalle Rovanperä zweimal Rallye-Weltmeister, arbeitet nach dessen Wechsel in den Formelsport nun in völlig anderer Funktion

Thierry Neuville fängt sich mehr als zehn Minuten Rückstand auf den Rallyesieger bei der Rallye Monte-Carlo 2026 ein - woran es bei Hyundai hapert

"Richtige Monte" steht bevor

Die Herausforderungen beim WRC-Auftakt

Winterliches Wetter droht die Rallye Monte-Carlo an diesem Wochenende als Auftakt der Rallye-WM 2026 noch schwieriger zu machen als ohnehin schon

"Motivation, es zu versuchen"

Ogier greift nach zehntem WRC-Titel

Wird Sebastien Ogier ernsthaft um seinen zehnten Titel in der Rallye-WM kämpfen? Vor Beginn der "Monte" rechnet der Toyota-Fahrer mit herausfordernder Saison