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Klassensieg von Michael Böhm

Die Premiere des neuen Abarth 500 R3T bei der Lavanttal Rallye war Motivation und Ansporn bei der Bosch Rallye rund um Pinggau.

Konnte man im Vorjahr noch die Dieselwertung gewinnen und Elfter im Gesamtklassement werden, war die Ausgangssituation diesmal wesentlich schwerer. In der neu geschaffenen 2WD-Wertung sind alle Fahrzeuge, die zwei angetriebene Räder haben, punkteberechtigt. Dieselfahrzeuge ebenso wie Kitcars etc.

Auf den schnellen Sonderprüfungen war die Scuderia Abarth Austria schon von der Papierform her unterlegen. Der Abarth leistet 180 PS, hat den kürzesten Radstand und die schmälste Spurweite im 32 Fahrzeug starken 2WD-Feld der Bosch Rallye. Trotzdem ließ sich Michael Böhm seine positive Stimmung nicht nehmen und begann sehr zügig.

Am Ende des ersten Tages lag das Duo Böhm-Tomasini im Abarth 500 nur eine Sekunde hinter dem Diesel-Scirocco von Wollinger.

Michael Böhm: "Ich hab zügig begonnen, aber nicht zu viel riskiert, denn Punkte sind für uns in diesem Jahr besonderes wichtig. Außerdem ist es erst die zweite Rallye mit dem neuen Auto, und ich muss mich erst an das etwas nervöse Fahrverhalten gewöhnen. Wir haben einiges am Fahrwerk ausprobiert und sind recht gut vorangekommen. Der sechste Platz am Ende der ersten Etappe ist ok.“

Am zweiten Tag konnten die Fahrwerksänderungen und Michaels Böhms forschere Fahrweise in gute SP-Zeiten umgesetzt werden, und der Abstand zu den Mitbewerbern verkürzt werden. Zwei Prüfungen vor Schluss der Rallye lag Michi Böhm 30 Sekunden hinter Willi Rabl im bärenstarken Clio Maxi auf dem zweiten Rang in der Klasse A7 und war Fünfter in der 2WD-Wertung. Als es zu regnen begann sah Michael Böhm seine Chance, denn jetzt war der PS-Unterschied nicht mehr so ausschlaggebend.

Der Lohn des Risikos: auf der neun Kilometer langen Wertungsprüfung konnte Böhm 10 Sekunden auf seinen Vordermann Rabl gut gemacht. Vor der allerletzten Sonderprüfung galt es also 20 Sekunden aufzuholen. Ein fast unmögliches Unterfangen, regnete es doch in Strömen und das Wasser stand regelrecht auf der Strasse. Michi Böhm sah aber seine Chance, auf dem 25 Kilometer langen Rundkurs Pinggau mit Können und Routine das Kunststück fertig zu bringen. Im Ziel war die Abarth-Besatzung 37 Sekunden schneller als Willi Rabl - Kunststück gelungen.

Michael Böhm: „Ich hab auf den beiden letzten Prüfungen etwas riskiert und konnte doch noch den Sieg in der Klasse A7 einfahren, obwohl es fast unmöglich schien 30 Sekunden auf 35 Kilometern aufzuholen. Ich bin glücklich, denn ich hab wieder viel Erfahrung mit dem neuen Abarth gesammelt und freu mich schon auf die Castrol Rallye. Ein großes Lob an mein gesamtes Team und an Abarth in Turin. Wir haben mit dem neuen Auto absolut keine Probleme, alles läuft wie ein Uhrwerk.““

Teamchef Christian Böhm: "Michael und das gesamte Team haben wieder einen tollen Job, gemacht. Ich hätte nicht gedacht, dass Michael auf den beiden letzten Sonderprüfungen noch die 30 Sekunden Rückstand aufholen kann. Aber im Regen ist Michael recht gut unterwegs. Jetzt werden wir weiter testen. Um für die Castrol Rallye gerüstet zu sein. Mit dem vierten Platz in der 2WD-Wertung bin ich auch zufrieden, denn Punkte sammeln ist in dieser Saison wichtig."

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