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IRC: Barum-Rallye Zlín

Mehr als 100 Teams am Start

29 S2000-Boliden kämpfen um den prestigeträchtigen Sieg bei der Barum-Rallye – mit Daniel Wollinger und Niki Glisic sind auch Österreicher am Start.

Michael Noir Trawniczek

Die von der Reifenfirma Barum als Namensgeber unterstützte Rallye rund um die Parade-Industriestadt Zlin ist quasi das Schmuckstück der tschechischen Rallyeszene. Mit Gerhard Kalnay, Franz Wittmann senior und Raimund Baumschlager konnten sich bereits drei Österreicher in die Siegerliste der Barum-Rallye eintragen.

Am kommenden Wochenende (zeitgleich mit Schneebergland- und Niederbayern-Rallye) steht die 41. Ausgabe der Kultrallye auf dem Programm – die Veranstalter versuchen stets, die Herausforderungen für die Teams am Leben zu erhalten. Zwar klingen die Namen der Sonderprüfungen vertraut, doch auch heuer wurden 70 Prozent der Prüfungen neu gestaltet.

So wurde in die SP „Biskupice“ ein Schotterstück eingeflochten, die Prüfungen „Trojak“, „Semetin“, „Kudlovice“ und „Halenkovice“ werden heuer in der entgegengesetzten Richtung befahren. Außerdem feiert die SP „Majak“ ein kolossales Comeback – erstmals seit 20 Jahren wird dort wieder um Sekunden und Zehntelsekunden gefeilscht.

29 Super 2000-Boliden werden die Barum-Rallye 2011 in Angriff nehmen. Allen voran natürlich die Skoda-Werkspiloten Juho Hänninen und Jan Kopecky. Der regierende IRC-Champion Hänninen führt auch heuer in der IRC-Tabelle, er kämpft in dieser Saison sowohl in der SWRC (mit Red Bull Skoda) als auch in der IRC um den Titel. Und auch wenn Hänninen zuletzt bei der Deutschland-Rallye gepatzt hat – der Finne absolviert in diesem Jahr so viele Wettbewerbskilometer wie kein anderer Pilot, und mit jeder Rallye wird er noch besser…

13 Punkte fehlen dem Teamkollegen Kopecky und dem punktegleichen Belgier Freddy Loix auf Hänninen. Im Vorjahr konnte Loix erst nach einem Fehler des bis dahin dominierenden Lokalmatadors Kopecky den Sieg einfahren. In den Jahren 2008 und 2009 hießen die Sieger Loix und Kopecky.

Zu den klaren Siegkandidaten zählen also Hänninen, Kopecky und Loix - aber auch der junge Belgier Thierry Neuville oder der Franzose Bryan Bouffier. Starke Leistungen darf man auch von Peugeot UK-Pilot Guy Wilks und seinem Skoda UK-Pendant Andreas Mikkelsen erwarten. Nicht unterschätzen sollte man auch den regierenden tschechischen Staatsmeister Pavel Valousek, der auf einem von Kronos eingesetzten Peugeot 207 S2000 an den Start gehen wird. Mit Roman Kresta (Skoda Fabia S2000) steht ein dreifacher Barum-Sieger am Start, zuletzt gelang ihm der Sieg im Jahr 2006.

Gespannt darf man auf das Abschneiden des Tschechen Vaclav Pech sein, der wie auch sein Landsmann Jaroslav Orsak einen Mitsubishi Lancer Evo IX mit R4-Kit zünden wird. Mit R4-Kit startet auch wieder der Japaner Fumio Nutahara im Subaru Impreza STi.

Der einzige österreichische Pilot im Feld der Modernen ist Daniel Wollinger, der mit seinem Citroen DS3 R3 den Vergleich auf der internationalen Rallyebühne sucht. Zu seinen zahlreichen Konkurrenten in der Klasse 5 gehört auch der slowenische Champion Rok Turk, der ebenfalls einen DS3 R3 pilotiert.

Im historischen Feld steht zudem Niki Glisic mit Startnummer vier am Start, er wird mit seinem heckangetriebenen BMW die Fans wieder mit seinen bahnbrechenden Drifts unterhalten.

Mehr als 100 Teams werden am Freitagabend um 21.15 Uhr die eröffnende Superspecial-Prüfung in Zlin absolvieren. Am Samstagmorgen um 9.38 Uhr steht dann die erste „echte“ Wertungsprüfung auf dem Programm. Am Samstag stehen insgesamt acht Prüfungen, am Sonntag deren sechs auf dem Programm. Die 15. und letzte SP wird am Sonntag um 13.33 Uhr in Angriff genommen.

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