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IRC: Korsika-Rallye

Neuville ist der jüngste IRC-Sieger

Der 22-jährige Belgier Thierry Neuville schreibt als jüngster IRC-Sieger Geschichte. Jan Kopecky und Freddy Loix auf dem Podium. Stohl Racing: Arai im Ziel.

Michael Noir Trawniczek

Nach der ersten Sonderprüfung des Samstags, der 26,7 Kilometer langen SP 9, war Rallyeleader Thierry Neuville mit dem Setup seines Peugeot 207 S2000 extrem unzufrieden: „Wir haben zwei Ersatzräder dabei - der Wagen lag sehr hoch, schwankte auf die rechte und die linke Seite, er war sehr schwer zu fahren, es schien beinahe unmöglich, das Auto zu fahren. Ich konnte keinen guten Rhythmus finden, der Wagen war zu weich eingestellt.“

Jan Kopecky reduzierte mit der Bestzeit auf SP 9 seinen Rückstand auf 14,5 Sekunden.

Doch schon auf der nächsten Prüfung hieß der Schnellste wieder Thierry Neuville, der den Kopf schüttelte: „Es ist unglaublich. Ich habe dermaßen hart gepuscht! Am Nachmittag fahren wir nur mit einem Ersatzrad.“

Auf den Prüfungen elf und zwölf konnte Neuville dann prompt jeweils die Bestzeit markieren, der Vorsprung lag bei 16,5 Sekunden.

Auf SP 13 gelang Kopecky wieder eine Bestzeit, der Rückstand betrug vor der abschließenden SP 14 exakt 13,8 Sekunden.

Auf der letzten Prüfung fuhr dann weder Neuville, noch Kopecky die schnellste Zeit, sondern Andreas Mikkelsen.

Neuville feierte schließlich mit 15,5 Sekunden einen klaren Sieg, letztendlich kontrollierte der junge Belgier die Rallye von Beginn an.

„Ich hoffe, dass ich noch mehr solcher Rallyes erleben werde“, erklärte der 22-jährige Thierry Neuville, nachdem er sich als jüngster Sieger ins Geschichtebuch der IRC eingetragen hatte.

Jan Kopecky gab sich mit Platz zwei zufrieden: „Wir sind froh, im Ziel zu sein – für uns war es eine sehr schwierige Rallye, die Plätze hier kann man sich sehr schwer merken.“

Andreas Mikkselsen war die tragische Figur an diesem Samstag - im Kampf um Platz drei.

Zunächst konnte er sein Talent bündeln, hantelte sich an Freddy Loix heran, nach SP 9 fehlte nur noch eine Zehntelsekunde. Auf der nächsten Prüfung war es so weit: Mikkelsen übernahm Platz drei. Auch auf SP 11 blieb Mikkelsen Dritter, wenngleich Loix wieder bis auf zwei Sekunden an den Norweger herankam.

Ein spannender Zweikampf – der jedoch ein jähes Ende fand, als Mikkelsen auf SP 12 einen Reifenschaden links vorne zu beklagen hatte. Der Skoda-Pilot und sein Beifahrer mussten auf der Prüfung das Rad wechseln, was mehr vier Minuten kostete. So rutschten die beiden ab auf Platz acht. Allerdings fehlten nur zehn Sekunden auf Rang sechs.

Auf SP 13 jedoch kam Mikkelsen nicht über die achtschnellste Zeit hinaus – dafür legte er auf der letzten SP zu, brannte die Bestzeit in den Asphalt.

Bryan Bouffier, nach seinem Reifenschaden am Freitag abgerutscht, rückte im Laufe des Samstags vor auf Platz vier. Doch auf der allerletzten SP flog der junge Franzose im PH Sport Peugeot von der Strecke und musste aufgeben.

So rückte Mikkelsen vor auf Rang sieben, zudem konnte er auf der letzten SP Julien Maurin im Ford Fiesta S2000 mit seiner Bestzeit überflügeln, konnte sich also vom achten auf den sechsten Endrang hocharbeiten.

Die Plätze vier und fünf belegten letztendlich Lokalmatador Pierre Campana im Peugeot sowie sein Markenkollege Bruno Magalhaes. Dahinter folgen die erwähnten Mikkelsen, Maurin sowie Toni Gardemeister, Patrik Sandell und der dritte Franzose in den Top 10, Jean-Mathieu Leandri auf den Plätzen sechs bis zehn.

Stohl Racing hat die „Mission“ erfüllt: Toshihiro Arai hat im brandneuen R4-Subaru Impreza das Ziel erreicht, mit rund 13 Minuten Rückstand auf Platz 13. „Immer, wenn wir ins Auto steigen, verbessern wir uns – darum geht es, das ist wichtig“, zeigte sich der zweifache PWRC-Weltmeister erfreut.

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