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ARC/DRS: Niederbayern-Rallye

Neuland und Heimatland – spannende Premiere

Jürgen und Tatjana Praschl werden mit ihrem BMW M3 E36 zum ersten Mal die Niederbayern-Rallye unter die Räder nehmen…

Foto: Praschl

Explosionsartig nach oben ging es zuletzt bei den Praschls, seit sie die technischen Anfangsschwierigkeiten an ihrem BMW M3 E36 erfolgreich behoben hatten - der diesjährige Saisonstart bei der Triestingtal-Rallye hat einen überzeugenden Beweis dafür geliefert.

Bei dieser ersten ARC-Veranstaltung der Saison 2011 haben sie dort weitergemacht, wo sie bei der Herbst-Rallye 2010 aufgehört hatten: Mit Zeiten innerhalb der schnellsten Zehn der Gesamtwertung.

Dort anzuschließen, wo sie bei der Triestingtal-Rallye aufgehört hatten, dürfte beim nächsten bevorstehenden Anlauf wesentlich schwieriger werden: Im weiteren Sinn ist eine Reise in die Heimat des Bayern-Löwen angesagt, genauer gesagt: Zur AvD Niederbayern-Rallye bei Außernzell.

Insidern ist selbstverständlich klar, dass bei dieser in Grenznähe zu Oberösterreich abgehaltenen Rallye-Veranstaltung, die sowohl zur Austrian Rallye Challenge als auch zur Deutschen Rallye Serie (DRS) zählt, immer wieder heiße Renner vom Charakter eines Porsche 997 und einiger besonders üppig motorisierter BMW-Heißblütler und dergleichen Ähnlichem am Start stehen.

Da hat man es gerade als Debütant nicht gerade einfach, zumal die Streckencharakteristik eine ganz spezielle ist, und die Vierrad-Konkurrenz gibt es ja dann auch noch. Der große Vorteil: Der viele Asphalt und der flüssige Streckenverlauf.

Somit erscheinen Prüfungsergebnisse innerhalb der Top 3 der Gesamtwertung diesmal ziemlich unwahrscheinlich. Mit solchen hatten Jürgen und Tatjana bei der Triestingtal-Rallye durchaus noch aufwarten können, das ließ einiges Gutes im Hinblick auf die weiteren ARC-Rallyes erwarten.

Leider waren die Ausgaben ein wenig höher als erwartet, vor allem die Bremsen mussten ersetzt werden, und auf die Schnelle ergab sich noch dazu nur die Möglichkeit, etwas kleinere Exemplare einzubauen. Damit kommt noch eine zusätzliche Anforderung auf Jürgen Praschl zu, der seine Fahrweise entsprechend darauf einstellen wird müssen. Aber als Muster an Flexibilität – die Statistik spricht eine eindeutige Sprache – sollte er auch dafür den richtigen Umgang finden.

Was unterm Strich nach Ablauf der Rallye bei den Weißwurst-liebenden Nachbarn bleiben wird, wird zumindest ein hoch wertvoller Erfahrungsgewinn sein, und ein ideales Wieder-Aufwärmtraining für die Herbst-Rallye Leiben. Dort, wo Jürgen und Tatjana Praschl ihren ersten großen Auftritt mit dem BMW M3 E36 hatten, möchten sie natürlich auch diesmal wieder einen besonders starken Eindruck hinterlassen.

Für einen ausreichenden Fun-Faktor sollte jedoch auch schon bei der AvD Niederbayern-Rallye gesorgt sein. Man will schließlich auch in der Heimat des Pferdes eine ansprechende Performance hinlegen. Auch wenn man selber neu dabei ist.

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