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ERC: Rallye du Valais

Da staunen die Eidgenossen

Nach dem ersten Tag der Rallye du Valais führt Craig Breen vor Jeremi Ancian, Andreas Aigner liegt an der sensationellen dritten Position.

Michael Hintermayer

Der erste Tag der Rallye du Valais begann mit einem Zeitenfeuerwerk von Andreas Aigner. Der schon feststehende Champion des Production Cup deklassierte mit seinem vom Stohl-Racing-Team eingesetzten Subaru Impreza die überlegenen S2000-Piloten. Lediglich Craig Breen und Jeremi Ancian liegen im Gesamtklassement vor dem Österreicher.

Die Bedingungen in den Schweizer Alpen waren jedoch alles andere als einfach, da große Teile der Sonderprüfungen durch den gestrigen Regen feucht und teilweise stark verschmutzt waren. Aigner meinte im Ziel der ersten Sonderprüfung gegenüber rallyradio: „Es läuft sehr gut für uns, doch teilweise ist es sehr rutschig und wie auf Eis zu fahren.“

Das Einzige, dass Aigner Probleme bereitete, war das starke Verkehrsaufkommen auf den Verbindungsetappen. Ein Problem anderer Art hatte Craig Breen (Peugeot 207 S2000). Er wurde auf der Verbindungsetappe zur zweiten SP von der Polizei angehalten und schaffte es deshalb nicht pünktlich zum Start. Trotz dieses Zwischenfalls führt Breen am Ende des ersten Tages das Feld an. Lediglich 0,2 Sekunden hinter ihm liegt Jeremi Ancian (Peugeot 207 S2000) an der zweiten Position. Er stand ebenfalls zu spät am Start der zweiten SP, jedoch nicht wegen einer Polizeikontrolle sondern wegen des starken Verkehrsaufkommens.

Dadurch wurde Breen mit einer Zeitstrafe von zwei Minuten bestraft, Ancian fasste gleich drei Minuten aus. Dies hätte zur Folge, dass Andreas Aigner die Führung des Feldes übernimmt, über die ausgesprochenen Strafen wird allerdings zur Zeit am grünen Tisch entschieden. Laut Manfred Stohl, den wir im Servicepark telefonisch erreichten, werden die Zeitstrafen aber höchstwahrscheinlich anulliert. Nähere Informationen liegen uns derzeit noch nicht vor.

An der hervorragenden dritten Position folgt Andreas Aigner mit seiner Copilotin Barbara Watzl im Stohl-Subaru. Lediglich 4,8 Sekunden beträgt der Rückstand auf Ancian nach der dritten Sonderprüfung.

Auf dem vierten Gesamtrang findet sich nach dem ersten Tag Esapekka Lappi mit seinem Skoda Fabia S2000 wieder. Er hatte auf der ersten Prüfung einen Dreher und verlor dadurch wertvolle Sekunden. Dahinter reiht sich mit einem Rückstand von 18,6 Sekunden der erste Lokalmatador ein, der Schweizer Olivier Burri auf einem Ford Fiesta S2000, gefolgt von Vasily Gryazin auf einem Fisesta S2000. Jaroslav Orsak findet sich lediglich an der zehnten Position wieder, es ist seine erste Rallye in einem Fabia S2000 seit dem Jahr 2010.

Production Cup

Im Production Cup führt Andreas Aigner mit über einer Minute Vorsprung vor dem Schweizer Florian Gonon, der ebenfalls einen Subaru Impreza pilotiert. 6,7 Sekunden dahinter reiht sich Robert Consani mit seinem Renault Megane RS ein. Er hatte in der dritten Sonderprüfung „Feindberührung“ mit einem Stein, der ihn einige Sekunden und den zweiten Platz im PC kostete.

2WD

In der 2WD-Wertung führt derzeit der Franzose Michel Sylvain (Citroen DS3 R3T), 31,6 Sekunden vor Xavier Tornay auf einem Renault Clio S1600.

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