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ERC: Rallye du Valais

Vorfreude aufs spektakuläre Finale

Mit großer Vorfreude und gesundem Respekt reisten Österreichs Rallye-Ass Andreas Aigner und seine Co-Pilotin Barbara Watzl bereits in die Schweiz.

Fotos: ERC/Photo4

Mit einem echten Rallye-Leckerbissen biegt am kommenden Wochenende die FIA Rallye Europameisterschaft (ERC) in die Zielgerade ein: Als zwölfter und letzter Meisterschaftslauf der Saison 2013 steht von 7. bis 9. November die traditionsreiche Rallye du Valais in der Schweiz auf dem Programm. Auf den insgesamt 287 Sonderprüfungs-Kilometern zwischen den Städten Sion und Martigny im Kanton Wallis mit dabei sind selbstverständlich auch der frischgebackene Europameister der Production-Cup Wertung, Andreas Aigner und seine Co-Pilotin Barbara Watzl. Nach dem vorzeitigen Gewinn des EM-Titels liegt der Fokus für den Piloten des Subaru Impreza R4 STI von Stohl Racing in der Südwest-Schweiz vor allem auf den Reifen: Gemeinsam mit Reifenpartner Yokohama erwartet man sich bei ständig wechselnden Bedingungen wertvolle Rückschlüsse für die kommende Saison.

Mit großer Vorfreude, aber auch einer gesunden Portion Respekt reisten Österreichs Rallye-Ass Andreas Aigner und seine Co-Pilotin Barbara Watzl bereits am vergangenen Sonntag in die Schweiz. Nicht umsonst zählt die Rallye du Valais, die als größte Motorsport-Veranstaltung der Schweiz bereits zum 54. Mal stattfindet, zu den ganz großen Klassikern im Rennkalender. Obwohl offiziell als Asphalt-Rallye eingestuft, finden an allen drei Tagen auch Sonderprüfungen auf Schotter statt, darunter auch die 35,48 Kilometer lange Schlussprüfung am Samstag. Bereits beim Besichtigen am Montag wurde die Rallye ihrem unberechenbaren Ruf mehr als gerecht.

„Von schnell und flüssig bis langsam und verwinkelt wird hier alles geboten, die Strecke ist teilweise sehr eng und der Asphalt unglaublich rutschig. Von den Gipfeln rundherum schaut der Schnee herunter und wo es eben noch staubtrocken war, fließt nur eine Stunde später ein regelrechter Bach über die Straße. Und bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ist auch Eis nicht auszuschließen“, schildert der 29-jährige Steirer seine ersten Eindrücke. Dennoch – oder gerade deswegen – zeigt sich der frischgebackene Rallye-Europameister von der bevorstehenden Challenge angetan. „Die Straßen und das Umfeld sind der Wahnsinn, schon die erste SP in Crans-Montana führt bis auf 1.800 Meter Seehöhe. Im Vergleich zur Sanremo sollte uns die Kursführung entgegen kommen, vor allem die Bremsen werden hier nicht derart strapaziert wie zuletzt.“

Nachdem das Duell um den EM-Titel bereits vorzeitig zugunsten Aigners entschieden ist, liegt das Hauptaugenmerk des Stohl-Piloten auf Tests der neuen Yokohama-Reifen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir hier in Hinblick auf 2014 wertvolle Daten sammeln werden.“, so Aigner. Mit der Startnummer 2 – die ihm als Anerkennung für die herausragenden Leistungen bei den letzten ERC-Läufen verliehen wurde – hat der amtierende Europameister der Production-Cup-Wertung aber auch optimale Voraussetzungen, in der Schweiz erneut den ein- oder anderen der insgesamt 13 S2000-Boliden in Verlegenheit zu bringen.

Auch der Team-Manager vom Stohl Racing, Rallye-Legende Manfred Stohl, ist im Vorfeld des letzten ERC-Laufes optimistisch: „Je schneller eine Rallye, desto besser für den Impreza – und die Rallye du Valais ist extrem schnell. Asphalt, Schotter und womöglich auch noch Eis und Schnee – vom Charakter erinnern die Bedingungen am ehesten an die Monte Carlo, Andi sollte hier seine große Klasse optimal ausspielen können.“

Der Start zur ersten Sonderprüfung der Rallye du Valais findet bereits am kommenden Donnerstag um 14.15 Uhr statt. Der Zieleinlauf der 18. und letzten Sonderprüfung wird für Samstag, 16.30 Uhr erwartet.

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