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Hyundai will erneut überraschen

Nach dem Debütsieg in Deutschland müssen sich Hyundai und Neuville nebst zweier Lokalmatadore "down under" auf Schotter beweisen.

Das Hyundai-Team hatte nicht viel Zeit, um seinen ersten Doppelerfolg in Deutschland zu feiern. Direkt im Anschluss an die Rallye starteten die Vorbereitungen für Australien. Mensch und Material wurde auf die Reise nach "Down Under" gebracht. Neben Nummer-1-Fahrer Thierry Neuville werden Chris Atkinson und Hayden Paddon die beiden anderen Boliden fahren. Lokalmatador Atkinson sitzt dabei im i20 WRC mit der Startnummer 7, der Neuseeländer Paddon übernimmt das Steuer der Startnummer 20.

Da Testfahrten außerhalb Europas verboten sind, haben sich Atkinson und Paddon bei einem Schottertest in den Vogesen vorbereitet. Trotz des Erfolges in Deutschland bleibt Hyundai mit den Füßen auf dem Boden. "Die Australien-Rallye ist nicht so speziell wie Finnland, aber gute Straßenkenntnis ist sicherlich ein Vorteil", sagt Teamchef Michel Nandan. "Unsere drei Fahrer kennen die Straßen gut. Thierry und Hayden sind diese Rallye schon gefahren. Auch Chris ist auf Straßen dieser Art schon oft gefahren."

"Australien ist weiterhin Teil unseres Entwicklungsprogramms. Die Rallye mit allen drei Autos zu beenden, ist unser erstes Ziel. Natürlich hoffen wir auf ein gutes Ergebnis und wollen unsere Fortschritte demonstrieren. Mechanisch sollte es für das Auto nicht zu hart werden. Es wird kleine Chassis-Revolutionen geben, die die Standfestigkeit verbessern sollen. Wir haben problemlos bei ähnlichen Bedingungen getestet. Deshalb glauben wir, dass wir für Australien gut vorbereitet sind."

Im Vorjahr kam Neuville am Steuer des Ford Fiesta RS WRC als Zweiter ins Ziel. Der Sieg in Deutschland verleiht Selbstvertrauen. "Unseren ersten Sieg werde ich natürlich nie vergessen, vor allem, weil ich die Rallye mit einem schweren Unfall gestartet habe", blickt der Belgier auf Deutschland zurück. "Wir müssen trotzdem mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben und uns auf Australien konzentrieren."

"Ich hatte dort im Vorjahr ein sehr gutes Ergebnis und kenne die Straßen recht gut. Ich möchte deshalb wieder sauber fahren, das Auto ins Ziel bringen und einige gute Zeiten fahren", nimmt sich Neuville vor. "Wir konnten vor Australien nicht testen, aber wir haben bei ähnlichen Bedingungen Erfahrungen mit dem i20. Deshalb glaube ich, dass wir gut vorbereitet sind."

Seine beiden Teamkollegen hingegen konnten testen. Für Atkinson wird es der erste Rallye-Einsatz seit Mexiko Anfang März werden. "Deine Heimrallye ist immer etwas Besonderes. Da ich sie schon einige Jahre nicht gefahren bin, macht sie das für mich noch wichtiger", sagt der Australier. Im Jahr 2006 wurde er in einem Subaru Neunter. Allerdings wurde die Rallye damals in einem anderen Teil des Landes ausgetragen.

"Seit meiner letzten Rallye in Australien bin ich nicht viel gefahren. Das ist leider unglücklich, denn nichts kann die Zeit im Auto ersetzen. Ich habe vor Australien zwei Tage lang in Frankreich getestet, um das Gefühl wiederzuerlangen und an der Abstimmung zu arbeiten", so Atkinson. "Ich möchte konstant fahren und um ein gutes Ergebnis kämpfen. Ich unterschätze aber nicht, wie schwierig es sein wird, nach sechs Monaten wieder auf Tempo zu kommen. Das Auto zeigt einen guten Speed, und es geht in die richtige Richtung. Ich kann auch auf die Unterstützung der australischen Fans zählen."

Auf die Unterstützung der Fans darf auch Paddon hoffen, er gilt als große neuseeländische Hoffnung. Nachdem er Deutschland auslassen musste, darf er seine vierte Rallye in dieser Saison in Angriff nehmen. "Auf die Australien-Rallye freue ich mich am meisten, denn es ist praktisch mein Heimevent. Obwohl die Straßen ganz anders als in Neuseeland sind, hatte ich dort schon einige Erfolge." So feierte er im Jahr 2011 den Klassensieg in der Produktionswagen-WM.

"Für uns ist es auch sehr besonders, weil viele Fans aus Neuseeland kommen und die Kiwi-Flaggen schwenken werden. Ich hoffe, wir können ihnen etwas zum Feiern zeigen. Wir hatten in Frankreich einen sehr guten Test. Ich habe auch eine neue Abstimmung erarbeitet. Das Team arbeitet sehr hart, und durch die Erfolge in Deutschland ist die Stimmung sehr gut. Wir wollen den nächsten Fortschritt machen und im Spitzenfeld eine Rolle spielen."

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