RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Rallye Weiz

Kratzer durch Leitplankenkontakt

Franz Schulz reist nach einem eher unglücklichen Saisonstart zur Rallye Weiz, dort will er mit seinem Peugeot 207 wieder vorne dabei sein.

Foto: Schulz privat

Österreichs treuester Peugeot-Haudegen geht 2014 erst in der zweiten Saisonhälfte an den Start: So gesehen feiert das Team von Schulz Rallye Sport heuer Neujahr im Hochsommer. „Im Frühjahr war einfach nichts dabei, das mich interessiert hat und finanziell erschwinglich war“, so der Wiener Konstrukteur. Und wie viele der geneigten Schulz-Fans wissen, hat er es halt mit unserem südlichen Nachbarland: Italien liegt in der Hitparade seiner Auslandseinsätze mit weitem Abstand an der Spitze.

Dieser Habitus wird natürlich auch 2014 beibehalten: Also machte man sich quasi nach dem „Einrollen in die neue Saison bei der Kärnten-Rallye zum Eingewöhnen auf in die Toskana – zur zum Mitropacup zählenden Rallye del Casentino.

Dort musste man ungewöhnliche Erfahrung machen: Es passierte etwas, was schon lange nicht passierte: Franz Schulz warf den knallorangen Peugeot 207 RT raus. „Es ging ganz schnell“ erklärt Schulz seinen ersten größeren Fehler nach vielen Saisonen. „Wir kamen auf Slicks in die vierte Sonderprüfung, in der es gerade zu regnen begann. Mein Beifahrer Martin Schierl ist seit einem Jahr nicht mehr mit mir im Auto gesessen, da gab es halt leider noch gewisse Defizite im Zusammenspiel. Dann kam diese Bergab-Rechts, wo ich einfach zu schnell war. Dazu noch zu spät gebremst und schon ging es geradeaus in die Leitschiene. Mein einziger Trost: im Verlauf der Prüfung schmissen sich noch zwei andere Teilnehmer links und rechts von meinem Peugeot raus, zum Glück ohne mein Fahrzeug weiter zu beschädigen.“ Man erkennt, dass alte Sprichwörter nicht immer recht haben: Unverhofft kommt bei Schulz Rallye Sport gar nicht oft.

Zusätzliches Glück dabei: der Peugeot blieb an der Leitschiene hängen, ohne in den Wald dahinter abzustürzen. Der Schaden beschränkt sich daher auf die Fahrzeugfront links: „Das ist schnell behoben“, so Schulz – die Mechaniker spuckten sich gleich nach der Rückkehr kräftig in die Hände.

Denn schon am 8. und 9. August steht mit der Rallye Weiz der nächste Einsatz heuer auf dem Spielplan: „Wunderschöne Rallye, 200 Kilometer Sonderprüfungen, herrliche Straßen“ freut sich der Wiener auf diese Veranstaltung. Einziger Wermutstropfen: „Das Startgeld ist mit 750 Euro in Regionen, wo langsam der eine oder andere Privatfahrer passen wird. Mal sehen, wie viele Autos wirklich über die Startrampe rollen.“ Gottfried „Godi“ Witzmann, hauptberuflich Peugeot-Mechaniker, wird – nach 2011 – wieder am heißen Sitz Platz nehmen.

Und wer fast ein halbes Jahr pausiert, der muss halt dann im Herbst kräftig Gas geben: Alpi Orientali, Rallye Liezen, Citta di Bassano stehen auf Schulz’ Wunschliste, ehe Anfang November das absolute Saisonhighlight auf dem Programm steht. Mehr dazu später.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Rallye Weiz

- special features -

Weitere Artikel:

Die FIA macht ernst: Mit einem Testlauf im Juni rückt die WRC-Rückkehr in die USA näher - Das Ziel für das erste offizielle Event ist nun das Jahr 2027

Das Österreich-Comeback von Manfred Stohl sorgte für die große Sensation. Doch auch sonst kann sich ARC Rallye Triestingtal-Veranstalter Georg Gschwandner über eine illustre, bunt gefächerte Nennliste freuen.

Dämpfer, Federn & Rätsel

Hyundai verzweifelt in Schweden

Hyundais Rallye-Team steht in Schweden vor einem Rätsel - Kein Speed trotz intensiver Vorbereitung - Selbst radikale Änderungen beim Set-up helfen kaum

Jonne Halttunen, als Beifahrer von Kalle Rovanperä zweimal Rallye-Weltmeister, arbeitet nach dessen Wechsel in den Formelsport nun in völlig anderer Funktion

Thierry Neuville fängt sich mehr als zehn Minuten Rückstand auf den Rallyesieger bei der Rallye Monte-Carlo 2026 ein - woran es bei Hyundai hapert

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.