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ORM: Rebenland-Rallye

Tiefenentspanntes Team

Die Piloten des MCL 68 konnten bei der Rebenland-Rallye mit guten Zeiten aufhorchen lassen, doch auch die Mechaniker wurden dementsprechend gefordert.

Text: MCL 68 Fotos: Werner und Joy Schneider

Fast nostalgische Gefühle kamen hoch, als man am Donnerstagabend den Serviceplatz bezog. Anders als sterile Servicebereiche, wurde in Leutschach das Service über dem ganzen Ort verteilt. Die unter der Bewerbung des MCL 68 startenden Teams Handler / Scherz, Leitner / Noll und Wurm / Cerny bezogen ihre Serviceplätze im Innenhof der Hauptschule.

Das ganze Wochenende stand bei den genannten Teams eigentlich unter dem Motto der gemeinsamen Gemütlichkeit. Dies kam auch im ausschweifenden Erfahrungsaustausch und sonstiger humorvoller Spitzfindigkeiten zwischen allen Mechanikern und Fahrer und natürlich innen zum Vorschein - MCL 68 like it is!

Am Freitagnachmittag begann dann endlich die Rallye. Speziell Fredi Leitner erklärte wirtschaftlich blumig warum die Rallye ruhig früher beginnen hätte können. Der Kernpunkt seiner Aussage wurde dann aber als Absicht eben früher beim Wirten sitzen zu können enttarnt. Nach den ersten beiden Sonderprüfungen war Michi Böhm Führender der 2wd.

Im MCL Headquarter verlautbarte Fredi, er war noch nicht ganz im Fahren und gelobte Besserung. Alois Handler und der nach zweieinhalb Jahren Rallyeabstinenz zurückgekehrte Martin Wurm waren hingegen sehr zufrieden. Bereits kurze Zeit später ging der erste Notruf bei der MCL 68 Mission Control ein.

Der glänzend aufgelegte Alois Handler, mutete dem Federweg seines 207er etwas zu viel zu, dadurch kam es zu einer Feindberührung der Kühleraufhängung mit rebenländischen Asphalt, dieser Kontakt reichte um den Kühler so außer Form zu bringen, dass selbiger sich seines Inhaltes entledigte.

Der Wagen kam nach improvisierter Wasserzufuhr mittels eines aufgetriebenen Kübels später selbst in das Service zurück und wurde für den Re-Start fertig gemacht. Böhm, Leitner und Wurm erlebten einen unaufregenden Freitagabend. Der blaue Schwede von Martin Wurm bekam einige technische Appetitanreger, welche sich in einer gefälligen Leistungskurve widerspiegelten. Die quasi auf Elchbeifahrergestühle programmierte Karin Cerny, stellte ihrem neuen Chauffeur daher auch ein zufriedenes Zeugnis aus.

Der zweite Tag begann mit einem Paukenschlag, Michi Böhm war auf der ersten sehr kurzen SP nach eigener Aussage kurz unkonzentriert und überhörte eine Ansage seiner souveränen rechten Seite. Die angesagte Linkskurve war nicht andeutungsweise in dementsprechenden Winkel zu durchfahren. Der quirlige Japaner schoss samt Besatzung in einem Weingarten, welcher leider Gottes nicht mit traditionellen Weinstockhaltern aus alten Holz sondern einer neuen Version aus Alu mit teilweisen Betonfundamenten bestand. Der Suzuki brachte den ersten Rebstock unbeeindruckt zu Fall, selbiger flog aber ebenso unbeeindruckt in die Windschutzscheibe und zerstörte diese vollständig, fand aber gottlob nicht den Weg in das Wageninnere. An weiteren Reben blieben doch massiv Weichteile des Suzukis zurück. Michi und Kartin blieben Gott sei dank unverletzt, mussten aber aufgeben.

Fredi Leitner fand seinen Rhythmus wieder und spulte sein Programm souverän ab. Selbiges galt für die Besatzung des Schwedenschiffes. Alois Handler, mutierte zum motorisierten Billardspieler, sagte er doch im Vorhinein an, wann er wo welchen Gegner auf der Zeitenliste versenken werde. Das extrem lange Mittagsservice wurde dazu genutzt eine Cateringfusion aller verbliebenen MCL68 Teams zu installieren, welche im Verzehr von Nudelsalat, sowie auf der Weide aufgewachsenen grillfähigen Köstlichkeiten gipfelte.

Jasmin Noll war mit der Performance ihres Chauffeurs durchaus zufrieden und absolvierte die Maxiversion eines Powernappings, Zitat nach dem Erwachen: "Ich bin tiefenentspannt". Die Schwedenschiffbesatzung strahle ebenso zufrieden mit der Sonne um die Wette, lag man bereits unter den ersten vierzig und damit voll im Plansoll.

Am Nachmittag war wieder einmal Leitnertime.Fredi trieb den 206er Löwen auf maximalen Anschlag über die Sonderprüfungen, was die zuvor erwähnte Tiefenentspannung von Jasmin plötzlich in eine Anspannung mit ebenfalls maximalen Anschlag wandelte. Die Attacke war aber sowohl ein optischer als auch zeitenmässiger Leckerbissen. Auch Alois Handler fuhr mit dem Messer zwischen die Zähne und motiviert bis in die Haarspitzen (bei ihm geht das ja...) um sein selbst auferlegtes Plansoll zu erreichen.

Martin Wurm war phasenweise schneller als ein Porsche 911, da im Service auch kaum Abnutzungserscheinungen der Bremsbeläge zu erkennen waren, konstatierte man, das mittlere Pedal sei wohl nur deswegen verbaut, um bei der technischen Abnahme nicht unnötig aufzufallen.

Im Endklassement erreichten:

Fredi und Jasmin Platz 18 Gesamt, Platz 9 in der DIV II und Platz 2 im OSK Pokal P1.

Alois und Andreas Platz 20 Gesamt und Platz 10 in der DIV II

Martin und Karin Platz 33 Gesamt und Platz 2 im OSK Pokal P3.
Da bei dieser Rallye überdurchschnittlich viel Edelschrott produziert wurde, ist die allgemeine Leistung jener die das Ziel erreichten nicht hoch genug einzuschätzen.

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