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ARC: Niederbayern-Rallye

Wenn die „Aasgeier“ ihre Kreise ziehen...

Nach einem bedauerlichen Unfall auf SP 1 und damit einhergehenden „Berichten“ der „Medienaasgeier“ gelang Gerald Rigler in Niederbayern der ARC-Sieg.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Deutsche Rallye Serie/Mathias Mahrholz

„Wegen eines Zwischenfalls in der WP 1 musste diese vorzeitig abgebrochen werden. Die auf gleicher Strecke geführte WP 2 konnte nicht gestartet werden.“ – so die „Information“ auf der Website des Veranstalters der Niederbayern-Rallye. Da sich jedoch ein Unfall mit drei verletzten Zuschauern herumspricht, gelangte dieser auch an die Öffentlichkeit. Ein wahrscheinlich missverständlich formulierter Polizeibericht, welcher im Internet abrufbar ist, führte dazu, dass sich bald schon die „Medienaasgeier“ auf das Thema stürzten, jene Medien also, die den Rallyesport nur bei Unfällen thematisieren. Darunter auch ein von Rundfunkgebühren finanzierter heimischer Radiosender, der prompt "berichtete", ein „44-jähriger Rallyefahrer aus Österreich“ sei „in eine Zuschauergruppe gerast“.

Auf der Website der Deutschen Rallye Serie heißt es in einem Bericht: „Beim Anbremsen auf eine Schikane brach das Fahrzeug eines Teilnehmers aus und drehte sich auf nasser Wiese um 180 Grad. Bei diesem Ausrutscher kamen drei zuschauende Personen zu Schaden und wurden leicht verletzt. Die RIGA Außernzell wünscht allen Betroffenen eine gute Besserung und möglichst schnelle Genesung.“

Der Pilot aus Österreich ist Gerald Rigler – sein Mitsubishi Lancer Evo III soll übrigens keinen einzigen der Zuschauer berührt haben, die Personen sollen zur Seite gesprungen und sich so ihre vorwiegend leichten Verletzungen zugezogen haben. Aus diesem Grund ist Rigler wohl auch weitergefahren – eine deutsche Tageszeitung, die sich bekanntlich ebenfalls nur bei Unfällen dem Rallyesport zuwendet, berichtete so, als hätte es sich um Fahrerflucht gehandelt…

Rigler konnte jedenfalls die Rallye fortsetzen und auf Gesamtrang acht die Wertung der Austrian Rallye Challenge (ARC) gewinnen, womit er seine Führung in der ARC-Tabelle ausbauen konnte – möglicherweise konnte sich Rigler sogar schon zum neuen ARC-Champion küren, der neue Punktestand muss noch von der ARCA (Austrian Rallye Challenge Association) ausgerechnet werden. Zweitbester ARC-Pilot wurde der Ungar Daniel Fischer (Subaru Impreza GC8) auf Gesamtrang neun, direkt dahinter beendete Alfons Nothdurfter im Ford Sierra Cosworth 4x4 als drittbester ARC-Pilot die Rallye auf Platz zehn.

Den Gesamtsieg holte sich der regierende Champion der Deutschen Rallye Serie (DRS) - Jürgen Geist und sein in Österreich bekannter Copilot Pirmin Winklhofer sorgten für den ersten BMW-Sieg in Niederbayern seit zehn Jahren, die beiden Deutschen pilotierten einen BMW E36. Platz zwei ging an deren Markenkollegen Fritz Köhler und Petra Hägele auf einem BMW M3. Auf Platz drei landeten Michael Abendroth und Stefanie Fritzensmeier auf einem Mitsubishi Lancer Evo X.

Topfavorit Ruben Zeltner fiel schon auf der ersten Samstagsprüfung (SP 3) einem Getriebeschaden an seinem Porsche zum Opfer. Mit Norbert Moufang musste auf besagter SP 3 gleich ein weiterer Favorit aufgeben. Insgesamt kamen von den 65 gestarteten Teams deren 39 ins Ziel.

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