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ARC: Niederbayern-Rallye

Dance Dance in Germany

Äußerst vielversprechend verlief der erste Start von Manfred Hinterreiter nach dem Umbau an seinem Mercedes 190 2,3 E 16V. Erst ein unüberwindlicher Defekt auf der letzten Prüfung machte ein sehr wahrscheinliches Top-20-Ergebnis in der Gesamtwertung zunichte. Dennoch reagierte das Rallye-Publikum in Niederbayern mit Begeisterung.

Foto: Bernhard Hager

Nach dem aufwändigen Umbau des Mercedes 190 2,3 E 16V, der übrigens noch längst nicht abgeschlossen ist (unter Anderem sollen noch größere Bremsen und ein geradeverzahntes Getriebe kommen), blickten das Team um Manfred Hinterreiter wie auch seine Fans mit Spannung der AvD-Niederbayern-Rallye entgegen. Die entpuppte sich dann auch tatsächlich zur fulminanten Feuertaufe und zum erfolgreichen Test, auch wenn das Ende schon kurz vor dem eigentlichen Schluß kam. Die Rallye-Besucher waren in jedem Fall begeistert – und ein wenig auch die Fahrerbesatzung selbst.

Bei diesem ersten Einsatz mit einem Auto, dessen Fahrverhalten durch diverse technische Umstellungen völlig anders war, und wo man sich zugleich auch in einem vollkommen neuen Terrain bewegte, stimmte auch das Tempo. Auf der ersten gewerteten Prüfung, der Eröffnungsprüfung der langen Samstages-Etappe, konnten sich Manfred Hinterreiter und Christian Tinschert als Gesamt-Neunzehnte und Vierte in der Kategorie H 15 erstaunlich gut behaupten, obendrein beendeten sie die Wertungsprüfung als drittbestes Österreicher-Team.

Auch im weiteren Verlauf der Rallye hinterließen sie einen starken Eindruck, sowohl optisch als auch in Sachen Speed. In der Folge konnten sich die Mühlviertler in der Gesamtwertung zwischen dem 17. und dem 20. Platz einpendeln. Es war ein regelrechter Tanz auf den schnellen und zumeist sehr flüssigen Asphaltstrecken, fahrerisch war alles unter Kontrolle, und doch sorgten immer wieder einige Show-Einlagen für mächtig Würze beim Publikum.

Doch auf der letzten Wertungsprüfung – genau gesagt: zwei Kilometer vor dem WP-Ziel – hatte es sich ausgetanzt: Das Gelenk zwischen Kardanwelle und Differential hatte sich aufgelöst, die aus Hartgummi gefertigte Hardyscheibe war offenbar nicht hart genug. Ein Ersatzteil war auch gerade nicht verfügbar, und so blieb nur übrig, die letzte Prüfung auf gut Glück zu versuchen. Das Glück reichte nicht aus, die Rallye war beendet. Leider eben vorzeitig.

Dennoch bleibt das Resümee ein erfreuliches, denn bis zum Ausfall, der noch dazu erst sehr spät kam, lief technisch alles weitgehend problemlos ab. Und einige wichtige Erfahrungen konnten obendrein gesammelt werden. Die AvD-Niederbayern-Rallye wird dem Mühlviertler Mercedes-Team auf jeden Fall in guter Erinnerung bleiben, ein erneuter Start im nächsten Jahr ist sehr wahrscheinlich.

Überhaupt ist in der nächsten Zeit öfter mit dem Auftauchen des auffällig lackierten Mercedes 190 2,3 E 16V zu rechnen, wobei wiederum Christian Tinschert für die perfekte Ansage sorgen wird. Das nächste Mal wird dies bei der Herbst-Rallye/Leiben am 4. Oktober der Fall sein (letzter Lauf zur Austrian Rallye Challenge 2014). Bis dahin wird noch Einiges mehr am Wagen modifiziert worden sein.

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