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Rallye-WM: Interview Sebastien Loeb, Citroen C-Elysee TC1, WTCC, Nürburgring, 2015

Loeb offen für weitere WRC-Starts

Sébastien Loeb schließt Gaststarts in der Rallye-WM nicht kategorisch aus; konkrete Pläne gebe es aber keine, betont der Rekordchampion.

Als Sébastien Loeb im vergangenen Winter bestätigte, dass er bei der Rallye Monte-Carlo ein einmaliges Comeback für Citroën geben würde, war die Begeisterung in der Rallye-WM groß. Wie würde sich der Rekordweltmeister nach mehreren Monaten Pause gegen Sébastien Ogier, seinen Nachfolger als WM-Dominator, schlagen? Schließlich gewann Ogier mit seinem Polo WRC den Klassiker, doch Loeb forderte den jüngeren Franzosen zumindest am ersten Tag heraus. Ein kleiner Fahrfehler des Altmeisters beendete jedoch das Megaduell.

Seit Februar konzentriert sich Loeb wieder voll und ganz auf seine Aufgabe in der Tourenwagen-WM. Beim Saisonauftakt in Argentinien konnte der 41jährige das zweite Rennen gewinnen, doch seither ist Loeb praktisch chancenlos gegen seinen Citroën-Teamkollegen José María López. Würde es Loeb nicht wieder reizen, in den Rallyeboliden zu steigen und Ogier herauszufordern?

"Im Moment gibt es keine Pläne", sagte Loeb am Rande des WTCC-Rennens auf dem Nürburgring. Trotzdem schließt er ein Rallyecomeback nicht kategorisch aus: "Alles ist möglich. Mir hat Monaco sehr gefallen, aber meine Priorität ist ganz klar die Tourenwagen-WM. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, warum nicht? Ich weiß es nicht."

Loeb ist ein Vollgastier, ein Allrounder, der praktisch alle Rennfahrzeuge am Limit fahren und phänomenal beherrschen kann. Mit seiner Frau Séverine nahm er schon oft an nationalen Rallyes teil, außerdem ist Loeb schon diverse Rennen auf der Rundstrecke gefahren. "Vielleicht fahre ich noch Rennen im Supercup oder im GT-Cup in Frankreich", lässt er seine Pläne für die kommenden Monate offen. "Vielleicht etwas in diese Richtung, aber etwas anderes wird es wahrscheinlich nicht werden."

Trotz seiner Auftritte in unterschiedlichen Serien wird der Name Loeb für immer mit der Rallye-WM verbunden sein. Das gilt auch für einige Traditionsrallyes. Die Frankreich-Rallye kehrt in diesem Jahr wieder zu ihren Wurzeln zurück und wird auf Korsika ausgetragen. In naher Zukunft könnte es einige Veränderungen im Kalender geben. Auch Loeb ist zu Ohren gekommen, dass die Rallyes in Deutschland und Großbritannien in einem ersten Entwurf des WRC-Promoters nicht aufscheinen.

Auch die Neuseeland-Rallye hat es nicht zurück auf den Kalender geschafft. Das mögliche Fehlen dieser Veranstaltungen gibt Loeb zu denken: "Natürlich habe ich gute Erinnerungen an Deutschland. Es waren auch immer viele Leute aus dem Elsass dort, und die Atmosphäre war großartig. In Neuseeland zu fahren war auch immer großartig. Vielleicht ist die Rallye dort nicht so populär. Es ist nicht meine Entscheidung, aber mir hat diese Rallye immer sehr gefallen."

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