RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Kärnten-Rallye

Podiumsplatz bei „halber Heimrallye“

Michael Kogler und Lokalmatador Gerald Winter fuhren als klar schnellstes 2wd-Team einem guten fünften Platz entgegen, als plötzlich alles anders wurde…

Foto: Unior Rallye Team Austria

Die Kärnten-Rallye brachte dem Team rund um Mastermind Gottfried Kogler Glück. Michael Kogler und Gerald Winter fuhren in ihrem Citroen DS3 R3 als bestes 2wd-Fahrzeug einem tollen fünften Platz entgegen, als am Nachmittag die beiden führenden S2000-Boliden ausfielen. So landete die „rasende Werkzeugkiste“ auf dem Podium.

„Wie ein Uhrwerk – das Auto lief völlig problemlos, wir hatten eine echte Bilderbuchrallye“, lobt Teamchef Gottfried Kogler die „rasende Werkzeugkiste“, den Citroen DS3 R3, den das Kogler-Team beim großen Heimspiel des Teamsponsors und auch Hauptsponsor der Kärnten-Rallye zum Einsatz brachte.

Bei der Hitzeschlacht rund um Sankt Veit an der Glan schien zunächst alles in geregelten Bahnen zu verlaufen – Michael Kogler und sein Kärntner Copilot Gerald Winter positionierten sich umgehend als deutlich schnellstes Fahrzeug mit Zweiradantrieb (2wd) und peilten Gesamtrang fünf an, als sich am Nachmittag die Ereignisse überschlugen: Sowohl der überlegen führende Topfavorit Hermann Neubauer als auch dessen Verfolger Gerald Rigler mussten nacheinander ihre S2000-Boliden mit Defekten abstellen, sodass sich Kogler/Winter unverhofft hinter den Allrad-Piloten Günther Knobloch und Christian Schuberth-Mrlik auf dem dritten Gesamtrang wiederfanden.

Michael Kogler schildert: „Als ich auf den letzten beiden Prüfungen die Autos von Neubauer und Rigler am Streckenrand stehen sah, war ich doch etwas erstaunt – ich habe mir dann gedacht: ‚Okay, der dritte Platz ist ein netter Abschluss dieser wunderschönen Rallye!‘. Sportlich jedoch sehe ich den fünften Platz, mit dem wir normalerweise abgeschlossen hätten – so einen Defekt zu haben, ist natürlich immer hart, vor allem wenn man so weit vorne liegt.“

„Kühlen Kopf bewahrt“

Kogler selbst hatte lediglich am Beginn der Rallye einen „Motivationsschub“, wie er es lachend nennt: „Wir hatten am Start der ersten Prüfung ein Hoppala: Als am Start die Uhr runterzählte, ist mir der Motor abgestorben – und zunächst ist er auch nicht wieder angesprungen. Als wir endlich von der Stelle kamen, hat die Uhr bereits zehn Sekunden angezeigt.“ Damit war jedoch der einzige „hitzige Moment“ dieses Samstags überwunden – in der Folge sorgte lediglich die pralle Kärntner Sonne für hohe Cockpittemperaturen. „Aber die Hitze war für alle gleich – wir haben bis zum Schluss einen kühlen Kopf bewahrt und mein Copilot Gerry konnte seinen Heimvorteil aus seiner Sicht gut ausspielen.“

Als Fahrer harmoniert Kogler zudem auch prächtig mit dem Citroen DS3 R3. Der Melker nickt: „Das Auto passt gut zu meinem Fahrstil, ich fühle mich im DS3 R3 einfach nur pudelwohl.“ So konnte Kogler auf der vorletzten Sonderprüfung, als man bei der Reifenwahl ein besonders „glückliches Händchen“ hatte, bis auf vier Sekunden an den S2000 von Gerald Rigler heranfahren. Teamchef Gottfried Kogler ist überzeugt: „Michael ist einfach ein Frontantriebfahrer, das Auto passt zu ihm und er profitiert auch enorm von unseren Aktivitäten auf der Rundstrecke.“

Die Rundstrecke, genauer gesagt der Circuit Paul Ricard im französischen Le Castellet ist auch der nächste Programmpunkt im Kalender des Kogler-Teams, wo von 10. bis 12. Juli ein weiterer Lauf zur 24h Series absolviert wird. Den Rallyeboliden zündet der 28-Jährige dann wieder im August: Michael Kogler und Gerry Winter werden von 20. bis 23. August den "Werkzeugkisten!"-Citroen DS3 R3 bei der WM-Rallye in Deutschland pilotieren.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Kärnten-Rallye

Weitere Artikel:

ORM/ARC, ET König Rallye: Zeremonienstart

Heute Abend geht es in Judenburg los!

Mit dem Zeremonienstart wird die ET König Rallye powered by Peter Hopf Erdbau offiziell eröffnet / Morgen und am Samstag regieren die Gasfüße / Das Wetter wird besser und wärmer, aber noch nicht ganz stabil

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.