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ARC: Kärnten-Rallye Mathias Geisinger, Dominik Hinterleitner, Mitsubishi Lancer Evo 9, Kärnten-Rallye 2015

Respekt vor dem Evo 9 belohnt

Erstmals pilotierte Mathias Geisinger einen Mitsubishi Lancer Evo 9, und erstmals saß Dominik Hinterleitner als Co-Pilot neben ihm.

Mit viel Respekt vor dem "aufgeblasenen" Evo 9 gingen die beiden Oberösterreicher Mathias Geisinger und sein Co-Piloten-Neueinsteiger Dominik Hinterleitner in die schwierigen Sonderprüfungen der Kärnten-Rallye 2015. Im Vorjahr konnte Mathias Geisinger den Junioren-ARC-Titel in einem serienmäßigen Renault Clio gewinnen. Aufbauend auf diesen Erfolg wurde kurzfristig ein ganz neues Projekt ins Leben gerufen: Der Gruppe-N-Clio wurde gegen den Mitsubishi Lancer Evo 9 getauscht.

So ein Umstieg ist nicht unbedingt ein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass der Mitsubishi über Allradantrieb, moderne Differenziale, viel mehr Gewicht und vor allem Leistung verfügt. Dieser Aufgabe war sich der erst 21jährige Nachwuchspilot durchaus bewusst und beschloss somit, sich in ein erfahrenes Team einzumieten, wo er sich direkt Tipps von Teamchef und Rallye-Ass Reinhold Neulinger holen konnte.

Der Veränderungen nicht genug, holte sich Geisinger neben einem bärenstarken Auto auch noch einen Neuling als Beifahrer ins Cockpit. Dominik Hinterleitner bekam kurzerhand von Martin Rossgatterer (ARC-Beifahrerchampion 2014) einen Crashkurs in Sachen Aufgaben eines Co-Piloten. Da dieses Projekt sehr kurzfristig auf die Beine gestellt wurde, blieb keine Zeit für irgendwelche Testfahrten – somit wurden beide ins eiskalte Wasser geworfen. Vor der Kärnten-Rallye war also Respekt angesagt.

Umso beeindruckender war die Coolness, die die beiden an den Tag legten: Am Anfang begann man sich langsam ans Gerät zu gewöhnen und fuhr die erste SP ohne Anti-lag. Die Lernkurve zeigte steil nach oben, beim Herantasten an den richtigen Bremspunkt produzierte man lediglich auf SP 4 einen kleinen Ausritt, den der Evo aber unbeschadet überstand.

Mit den über den Tag gesammelten Erfahrungen konnten die beiden am Nachmittag bei gefühlten 60 Grad im Auto zwei elfte Plätze erreichen und auf der letzten SP sogar noch eine beachtliche vierte Gesamtzeit in den Asphalt brennen. Zum Schluss konnte das Team einen tollen elften Gesamtplatz verzeichnen. Somit ist klar, dass man schon die nächste Rallye plant.

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