RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Waldviertel-Rallye

Tschechische Führung im Waldviertel

Nach dem ersten Tag der Waldviertel-Rallye liegt Jan Cerny um nur eine Sekunde vor dem Sieger des Jahres 2014 Christian Schuberth-Mrlik. In der 2WD-Wertung war Daniel Wollinger schneller als Simon Wagner.

Fotos: Harald Illmer

Mit einer tschechischen Führung übernachtet die 36. Ausgabe der Waldviertel-Rallye. Der ehemalige 2WD-Europameister Jan Cerny (Skoda Fabia R5) geht mit dem Minimalvorsprung von einer Sekunde auf Lokalmatador Christian Schuberth-Mrlik in den morgigen Samstag, an dem noch acht Sonderprüfungen unter unglaublich schwierigen, weil regnerischen Bedingungen auf die Piloten warten. Heute musste die dritte Sonderprüfung (St. Pölten II) abgesagt werden. Das 0-Auto war ausgeritten und musste geborgen werden. Dieser Vorgang dauerte so lange, dass die maximale Stehzeit für eine Sonderprüfung überschritten wurde.

So landete der Führende Cerny auf der zwei Mal zu befahrenden Super Stage im VAZ St. Pölten genauso oft Bestzeit, während Schuberth-Mrlik seinen Skoda Fabia R5 auf der ersten Tagesprüfung St. Pölten I am schnellsten durch den Morast jagte. Mit dem Ungarn David Botka (Citroen DS3 R5) liegt ebenfalls ein 2WD-Europameister, nämlich der aktuelle, auf dem dritten Platz.

Vorsichtig ging es Raimund Baumschlager an. Der siebenfache Waldviertel-Rallye-Sieger spielte seine Routine geschickt aus, hielt sich vornehm, aber trotzdem nicht zu sehr zurück. „Die Rallye entscheidet sich sowieso erst morgen“, spricht der Rekordstaatsmeister aus Erfahrung. Da sind elf Sekunden Rückstand auf den Führenden Tschechen praktisch nichts. Dasselbe gilt freilich auch für den stark fahrenden Steirer Niki Mayr-Melnhof, der seinen Ford Fiesta R5 nur drei Zehntelsekunden hinter Baumschlager auf Rang vier zwischenparkt.

In der 2WD-Wertung, in der die Staatsmeisterschaftsentscheidung noch offen ist, führt nach dem ersten Tag mit Filip Mares (Peugeot 208). Von den beiden Titelkandidaten liegt der Steirer Daniel Wollinger (Renault Clio) 4,2 Sekunden vor Simon Wagner (Citroen DS3) aus Oberösterreich.

Mares führt auch in der Junioren-Staatsmeisterschaft, die jedoch bereits vor der Rallye zugunsten von Simon Wagner entschieden war. In der Waldviertel-Zwischenwertung liegt momentan Julian Wagner (Opel Adam) an zweiter und der Ungar Kristof Klausz (Peugeot 208) an dritter Stelle.

In der Staatsmeisterschaft der Historischen Fahrzeuge führt Johannes Huber (Porsche 911) relativ klar mit 31 Sekunden vor Willi Rabl (ebenfalls Porsche 911).

Im Rallye-Cup der OSK führt in der Division C1 der Ungar Attila Rongits (Mitsubishi Evo IX). Die besten Österreicher sind hier Michael Böhm als Dritter vor Seppi Stigler (beide ebenfalls Mitsubishi Evo IX). Die Division C2 führt Martin Kalteis (Mitsubishi Evo VII) an: In der Division C3 heißt der Spitzenreiter Horst Stürmer (Audi Coupe quattro). Der alleinige Führende in der Division C4 ist Christoph Zellhofer (Suzuki Swift).

Im Finale der FIA European Rally Trophy (ERT) liegt Rashid Alketbi (Ford Fiesta R5) aus den Arabischen Emiraten voran. In der ERT2-Trophy führt der für Kroatien startende Ungar Krisztian Hideg (Mitsubishi Evo IX). In der ERT3-Trophy heißt der Führende Filip Mares (Tch/Peugeot 208), der auch bei den Junioren vorne liegt. Hier ist sein Verfolger der Ire Marty Gallagher (Peugeot 208).
Die Waldviertel-Rallye wird am Samstag mit weiteren acht Prüfungen fortgesetzt und endet um ca. 18 Uhr vor dem Schloss Grafenegg.

Zwischenstand nach dem ersten Tag (4 von 12 Sonderprüfungen):
1. Jan Cerny/Petr Cernohorsky TCH/TCH Skoda Fabia R5 12:35,7 Min
2. Christian Schuberth-Mrlik/Jasmin Noll AUT/D Skoda Fabia R5 +1,0 Sek
3. David Botka/Peter Szeles UNG/UNG Citroen DS3 R5 +4,1 Sek
4. Raimund Baumschlager/Thomas Zeltner AUT/AUT Skoda Fabia R5 +11,0 Sek
5. Niki Mayr-Melnhof/Leopold Welsersheimb AUT/AUT Ford Fiesta R5 +11,3 Sek
6. Rashid Alketbi/Giovanni Bernacchini ARE/POL Ford Fiesta R5 +27,6 Sek
7. Joszef Trencseny/Gabor Verba UNG/UNG Ford Fiesta R5 +32,4 Sek
8. Attila Rongits/Laszlo Hannus UNG/UNG Mitsubishi Evo IX +42,6 Sek
9. Karl Wagner/Gerda Zauner AUT/AUT Ford Fiesta R5 +43,7 Sek
10. Krisztian Hideg/Istvan Kerek UNG/UNG Mitsubishi Evo IX +44,6 Sek

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Waldviertel-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Zu wenig Grip, zu viel Ärger

Hankook plant neuen Winterreifen für die WRC

Sebastien Ogier fand deutliche Worte, Hankook zeigt Verständnis: Nach der Rallye Monte-Carlo arbeitet der Hersteller an einem neuen WRC-Winterreifen

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.

"Richtige Monte" steht bevor

Die Herausforderungen beim WRC-Auftakt

Winterliches Wetter droht die Rallye Monte-Carlo an diesem Wochenende als Auftakt der Rallye-WM 2026 noch schwieriger zu machen als ohnehin schon

WRC Monte-Carlo: Tag 2 (SP9)

Ogier verkürzt Rückstand

Im Duell um P2 hinter Spitzenreiter Oliver Solberg macht "Monte"-Rekordsieger Sebastien Ogier weiter Boden gut - Thierry Neuville hängt kurzzeitig fest. Keferböck/Minor führen weiterhin bei den Masters.

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.