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ERC: Rzeszów-Rallye

SP10: Kajetanowicz stürmt Sieg entgegen

Mit drei weiteren SP-Bestzeiten bei wechselhaften Bedingungen kann Kajetan Kajetanowicz seinen Vorsprung auf fast eine Minute vergrößern.

Fabian Bonora
Fotos: Kajetanowicz, ERC

Der finale Tag der Rzeszów-Rallye gestaltete sich zumindest wettertechnisch noch einmal spannend. Ein Regenschauer zog über die Region und sorgte für teilweise rutschige Straßenverhältnisse. Eben nur teilweise, denn manche Streckenteile waren knochentrocken. Mit diesen wechselhaften Bedingungen kam aber Lokalmatador Kajetan Kajetanowicz am Besten zurecht, denn mit erneut drei SP-Bestzeiten kann der Pole seinen Vorsprung auf Bryan Bouffier auf fast eine Minute ausbauen.

Kajetanowicz eröffnete den Tag mit einer fulminanten Bestzeit: „Die Reifen funktionieren gut und wir pushen hart, vielleicht war das sogar etwas zu viel Risiko. Es ist schwierig, man muss die Straße sehr gut lesen, denn die Recce war ja komplett trocken und sonnig.“ Aber auch auf den nächsten zwei Sonderprüfungen fuhr „Katjo“ trotz eines kleinen Missgeschicks am schnellsten, allerdings nur um etwa eine Sekunde. „Man verliert schnell die Konzentration, ich musste einmal reversieren. Aber das Auto und das Gefühl sind fantastisch“, sprach Kajetanowicz vor dem Mittagsservice.

Für Bryan Bouffier verlief der Vormittag nur mäßig. Der Franzose fuhr zwar als einziger Pilot in der Liga von Kajetanowicz, doch war mit seiner Pace nicht zufrieden: „Ich bin am Vormittag nicht gut gefahren und ich muss mich verbessern. Ich hatte ein kleines Problem mit der Servolenkung, ich finde nicht den optimalen Grip.“ Nach SP10 hat der Citroen-Pilot 53,9 Sekunden Rückstand.

Für die schlechte Pace könnte eine falsche Reifenwahl verantwortlich sein: „Ich habe mich entschlossen mit zwei Intermediates und zwei weichen Reifen zu starten. Ich wollte etwas Zeit aufholen aber es ist nicht leicht. Ich gebe meine Bestes und gebe noch nicht auf! Ich muss es versuchen.“ Bouffier kann aber aufgrund des enormen Vorsprungs von Kajetanowicz fast nur mehr auf einen Ausfall oder ein Problem für den ERC-Champion hoffen.

Weiterhin auf dem dritten Platz liegt Grzegorz Grzyb. „Wir sind auf harten Reifen rausgefahren, was keine gute Entscheidung war. Wir rutschen in diesen Bedingungen nur herum und es ist sehr schwierig. Du musst die ganze Zeit mit voller Konzentration fahren“, sprach der Pole vor dem Service. Grzyb hat bereits über drei Minuten Rückstand auf die Spitze, hinter ihm lauern aber Ford-Pilot Brzezinki, dem nur 14,4 Sekunden auf seinen Landsmann fehlen.

Auf SP10 hingegen war dann für alle Piloten nochmal Vollgas angesagt. „Es war komplett trocken und die Straße war sauber. Wir müssen uns überlegen welche Reifen wir nach dem Service aufziehen“, meldete Raul Jeets im Ziel. Der Este ist nur einer von gerade einmal zwei Top-Ten-Piloten, der nicht aus Polen kommt. Jeets ist im Moment Neunter.

Auf die Piloten der Polen-Rallye warten heute noch drei Sonderprüfungen. Weiter geht es mit der Wiederholung der Vormittagsprüfungen um 14:20 Uhr. Der Sieger steht dann nach SP13 um 15:50 Uhr fest.

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