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ARC: Schneerosen-Rallye

Hochspannung vor dem ARC-Auftakt

Spannender Auftakt zur Austrian Rallye Challenge: Gelingt Roman Odlozilik im R5 die Revanche für den Vorjahresausfall? Wie stark ist sein tschechischer Landsmann Ondrej Bisaha im Skoda Fabia S2000 einzuschätzen? Was kann Gerald Rigler im schneeweißen Zellhofer Fiesta S2000 ausrichten? Oder gelingt Martin Fischerlehner im Evo V oder dem ungarischen Subaru-Piloten David Fischer ein Überraschungscoup?

Fotos: Daniel Fessl

Bei strahlendem Frühlingswetter haben die Teilnehmer der Schneerosen-Rallye die Sonderprüfungen rund um Raabs an der Thaya und Pfaffenschlag besichtigt – endlich kann es losgehen: Am Samstag, den 5. März wird die neue Rallyesaison mit der Auftaktrallye der Austrian Rallye Challenge eröffnet, die neben den Challenge-Bewerben ARC, ART und JARC auch zum Österreichischen Rallye Cup, dem Historischen Rallye Cup und zur Niederösterreich Rallye Trophy zählt. 64 Teams sind startklar, 128 Fahrer und BeifahrerInnen aus sieben Nationen (Deutschland, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Polen, Schweden und Österreich) scharren in den Startlöchern…

Als großer Topfavorit kommt der Tscheche Roman Odlozilik ins Waldviertel, er pilotiert einen Ford Fiesta R5-Boliden, wurde im Vorjahr in der stark besetzten tschechischen Rallye-Staatsmeisterschaft Vierter und zog auch bei der Schneerosen-Rallye 2015 auf und davon, ehe ihn ein Getriebeschaden nach SP 4 stoppte. Heuer möchte der 45-Jährige diese offene Rechnung begleichen, dazu jedoch muss er sich gegen einen Landsmann durchsetzen, der quasi in letzter Minute für die Schneerosen-Rallye genannt hat.

Ondrej Bisaha heißt der 33-jährige Tscheche, der einen Skoda Fabia S2000 zünden wird. Martin Fischerlehner, der mit seinem Mitsubishi Lancer Evo V das Feld der Modernen mit der Startnummer 1 eröffnen wird, kennt Bisaha und dessen slowakisches Team. Fischerlehner wird bekanntlich im Laufe der Saison ebenfalls auf einen Skoda Fabia S2000 umsteigen und diesen von KM Racing Slovakia betreuen lassen, der frühere Radrennfahrer erklärt: „Das ist ein tolles Team und auch der Fahrer ist stark einzuschätzen, er ist in der tschechischen Sprintrallye-Meisterschaft gut gefahren. Ich habe die technisch überlegenen R5- und S2000-Autos ganz oben auf der Rechnung, eigentlich sollte kein Weg an Odlozilik vorbeiführen.“

Eigentlich sollte auch der knallgelbe Peugeot 207 S2000 von Gerald Rigler zu den Topfavoriten gehören – doch der Wagen wurde nicht rechtzeitig fertig. Rigler erzählt: „Wir haben das Getriebe nicht bekommen und uns erst am Mittwoch zu einer Notlösung entschieden.“ Eine Notlösung, die so schlecht nicht ist – ganz im Gegenteil: Rigler zündet jenen Ford Fiesta S2000, den früher Hermann Neubauer und zuletzt Michael Böhm erfolgreich in der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft pilotiert haben.

So wird Rigler nicht im gewohnten Gelb-Rot, sondern im jungfräulichen Weiß in Erscheinung treten. Für den Sieger der Austrian Rallye Challenge 2014 wird die Schneerosen-Rallye nun ein Sprung ins kalte Wasser: „Wir konnten nur ganz kurz auf einer Straße hin und her fahren – ich muss mich daher erst an das Auto gewöhnen.“ Zum Favoritenkreis sei er daher nicht mehr zu zählen, sagt Rigler lachend: „Das kannst vergessen, wir wollen einfach nur Erfahrungen sammeln.“

Neben dem starken Martin Fischerlehner gibt es noch weitere Piloten, die im Falle eines Problems bei dem R5-/S2000-Trio zur Stelle sein könnten. Fischerlehner selbst strebt einen Podiumsplatz an und hat auch den Ungarn David Fischer im bärenstarken Subaru Impreza GC8 auf der Rechnung. Fischer war auf bestem Wege, sich im Vorjahr zum neuen ARC-Champion zu krönen, als er wegen einer Irritation auf der Strecke diese für ein paar Sekunden verlassen musste und disqualifiziert wurde.

Besonders stark ist auch Lokalmatador Roman Mühlberger im Mitsubishi Lancer Evo VI einzuschätzen. „Ihn sollte man nie unterschätzen“, warnt Martin Fischerlehner. Ein weiterer Lokalmatador, Roman Neulinger, musste leider kurzfristig absagen, da sein Evo VI nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte. Fischerlehner traut auch Gerald Pöschl starke SP-Zeiten zu, obwohl der Niederösterreicher zum ersten Mal in einem Evo IX antritt.

Interessant wird der Auftritt von Peter Schöller, der im „zarten Alter“ von 68 Jahren ein Rallye-Comeback gibt, seine letzte Rallye liegt bereits 40 Jahre zurück, der frühere bayrische Rundstreckenmeister gab vor zwei Jahren bei den 24 Stunden von Dubai ein starkes Comeback auf der Rennstrecke.

Teamkollege Michael Kogler wiederum kehrt heuer als Vollzeit-Rallyepilot zurück und zählt bei den zweiradgetriebenen Autos zu den Topfavoriten. In dieser Kategorie starten auch die beiden Suzuki Swift S1600 von Wolfgang Rehberger und Christoph Zellhofer – sein Vater Max hat diesmal zusammen mit dem Rigler-S2000 gleich drei Autos zu betreuen.

Im Feld der historischen Rallyeboliden, die traditionsgemäß in der Austrian Rallye Challenge die Sonderprüfungen eröffnen, heißt der große Favorit Kurt Göttlicher, der wieder einen Ford Sierra Cosworth 4WD um die Kurven fliegen lässt.

Martin Fischerlehner weiß: „Die Strecken sind ziemlich schwierig, da es sehr viel Rollsplit geben wird. Hier muss man wirklich aufpassen, dass man nicht von der Strecke fliegt.“ Jene vier Piloten, die am Samstag ihre erste Rallye absolvieren, sollten sich diese Worte gut einprägen – mit den CopilotInnen sind es gleich sieben Debütanten bei der Schneerosen-Rallye 2016. Los geht es am Samstag um 8.26 Uhr – da wird die erste von insgesamt neun Sonderprüfungen in Angriff genommen.

Live-Stimmen der Piloten

Um die Fans vor Ort und auch jene vor den Bildschirmen auf dem Laufenden zu halten, können über einen Live-Audiostream die Stimmen der Piloten aus den Regrouping-Zonen live mitgehört oder auch zu einem späteren Zeitpunkt angehört werden.

Über folgenden Link können die Stimmen LIVE angehört werden:

mixlr.com/michael-noir-trawniczek/

Über folgenden Link können die Stimmen später angehört werden:

mixlr.com/michael-noir-trawniczek/showreel/

Folgende Live-Zeiten gibt es bei der Schneerosen-Rallye:

09.35 Uhr Regrouping nach SP 2/Stimmen aller Piloten
12.30 Uhr Regrouping nach SP 5/Stimmen aller Piloten
17.15 Uhr Halt In nach SP 9/Schluss-Statements Top-Piloten

*Kurzfristige Änderungen sind wegen netztechnischer Umstände möglich, diese werden aber auf der mixlr-Seite und auf Facebook bekannt gegeben.

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