RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Deutschland-Rallye

Ott Tänak auf Siegeskurs

Ford-Pilot Ott Tänak fährt bei der Rallye Deutschland dem Sieg entgegen: Mikkelsen und Ogier kämpfen um Platz zwei - Neuville scheidet aus

Red Bull Contentcenter

Ott Tänak (Ford) hat seine Führung bei der Rallye Deutschland, zehnter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2017, am zweiten Tag verteidigt und liegt auf Kurs zu seinem zweiten Sieg in der Rallye-WM. Der Este, der bisher als Schotterspezialist galt, geht mit einem Vorsprung von 21,4 Sekunden auf Andreas Mikkelsen (Citroen) in den Schlusstag.

Der Norweger kann sich seines zweiten Platzes aber noch nicht sicher sein, denn Sebastien Ogier (Ford) liegt nur 8,2 Sekunden hinter ihm. Dass sich an dieser Reihenfolge nichts ändert, wird vor allem Thierry Neuville (Hyundai) hoffen. Der WM-Rivale von Ogier schied am Samstag schon nach der ersten Sonderprüfung des Tages aufgrund eines Aufhängungsschadens aus.

Bei der kurzen Zuschauerprüfung "Arena Panzerplatte" war das linke Hinterrad seines Hyundai abgeschert. "Es war vielleicht ein Schlag in einem ungünstigen Winkel. Manchmal übersteht man einen schweren Einschlag ohne Folgen und manchmal ist es anders herum", sagt Neuville, der nun am Sonntag um die fünf Zusatzpunkte in der Powerstage kämpfen will. "Morgen heißt es volle Attacke. Wenn ich abfliege, ist das so", so der Belgier.

Nicht ganz so viel Risiko muss am Schlusstag Tänak gehen, dessen Polster bei nur noch 51,94 SP-Kilometern einigermaßen beruhigend ist. Der Este zeigte am Samstag eine souveräne Leistung und baute seinen Vorsprung unter anderem dank Bestzeiten bei zwei Sonderprüfungen aus. "Ich denke, ich habe einen guten Vorsprung. Derzeit sehe ich nicht, warum ich mir Sorgen machen sollte", sagt Tänak.

Mikkelsen konnte das Tempo von Tänak am Samstag nur selten mitgehen und verlor zudem durch einen Dreher bei der elften Sonderprüfung Zeit. Dennoch liegt der Norweger bei seiner dritten Rallye im Citroen C3 WRC klar auf Kurs zu einem Podiumsresultat. "Bei einer normalen Fahrt sollte das ausreichen", meint Mikkelsen über seinen Vorsprung auf Ogier.

Der Franzose befindet sich vor dem Schlusstag in einer zwiespältigen Situation. Mit einem Angriff auf Mikkelsen könnte er sich bei den letzten vier Sonderprüfungen auf Platz zwei verbessern und damit drei Punkte mehr gewinnen, allerdings ist das mit einem Risiko verbunden. "Ich werde wegen drei Punkten mehr nichts verrücktes machen, werde den Druck aber aufrecht erhalten. Dann sehen wir, was passiert", sagt er.

Spannend wird am Schlusstag der Kampf um Platz vier in der Gesamtwertung. Elfyn Evans (Ford) und Juho Hänninen (Toyota) sind nach 17 von 21 Sonderprüfungen nur durch 4,2 Sekunden voneinander getrennt. Craig Breen (Citroen), Jari-Matti Latvala (Toyota), Hayden Paddon (Hyundai) und Eric Camilli (Ford/WRC2) und Armin Kremer (Ford) komplettieren aktuell die Top 10.

Kremer zeigte bei seiner ersten Rallye in einem 2017er-World-Rally-Car am zweiten Tag eine Leistungssteigerung und könnte für seinen Einsatz mit einem WM-Punkt belohnt werden. Camilli profitierte in der WRC2 von Reifenschäden der beiden Werks-Skoda von Jan Kopecky und Pontus Tidemand und liegt vor dem Schlusstag in der "zweiten Liga" klar auf Siegkurs. Marijan Griebel (Skoda) fiel in der WRC2 durch einen Reifenschaden und darauf folgenden Abflug zurück, Fabian Kreim musste seinen Skoda Fabia R5 nach einem Wildunfall abstellen.

Am Schlusstag erwartet die Teilnehmer völliges Neuland. Die beiden Sonderprüfungen "Losheim am See" und "St. Wendeler Land", die jeweils zweimal gefahren werden, sind neu im Programm der Rallye Deutschland.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Deutschland-Rallye

Weitere Artikel:

Jahressiegerehrung & Party

TEC7 ORM lädt zur Rallyeparty

Am 20. November steigt im FAZ Fohnsdorf die große TEC7 ORM Jahressiegerehrung mit Rallyeparty im Anschluss - die Fans sind herzlich eingeladen.

Abenteuer Gaucho Trail Motor Challenge

Fritz Müller und sein jüngstes Abenteuer

Der bekannte Classic-Pilot Fritz Müller nimmt an der legendären Gaucho Trail Motor Challenge quer durch Südamerika teil. Am Montag geht es los…

EHRC Gravel, Brunello: Vorschau Schindelegger

Eine große Karriere endet bald

52 Jahre! Seit Helmut Schindelegger den Führerschein besaß, war er auch Teil der österreichischen Rallyeszene. Und nun, nach 52 Jahren, erklärt er seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport und fährt damit auch die letzte Rallye in Österreich.

TEC7 ORM Podcast: Max & Christoph Zellhofer

Vater/Sohn-Duo blickt auf erfolgreichste Saison zurück

In der neunten Folge des TEC7 ORM Rallye BackStage Podcast blicken Max und Christoph Zellhofer zurück auf ihre bislang erfolgreichste Saison und verraten, warum Motorsport im Autohaus Zellhofer hochgehalten wird.

Tänak und Rovanperä zurück

Toyota enthüllt sein WRC-Aufgebot 2027

Toyota hat sein WRC-Aufgebot für 2027 vorgestellt: Ott Tänak und Kalle Rovanperä kehren zurück, während Sebastien Ogier zunächst nicht zum Kader gehört

WRC-Rückkehr in die USA

WRC: Diese Region wird zur Rallye-Bühne

Die WRC kehrt 2027 in die USA zurück, nun stehen weitere Details fest: Knoxville wird Rallye-Zentrum, der zeremonielle Start erfolgt in Nashville