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WRC: Deutschland-Rallye

Neuville will keine "schmutzigen Tricks"

Thierry Neuville will bei der Rallye Deutschland die Straßen nicht absichtlich verschmutzen, um seinem WM-Rivalen Sebastien Ogier zu schaden.

Keine "schmutzigen Tricks" im Kampf um den Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC): Das ist die Marschroute von Spitzenreiter Thierry Neuville (Hyundai) bei der Rallye Deutschland. Der Belgier will nicht versuchen, als erster Starter die Kurven besonders stark zu schneiden und so möglichst viel Dreck auf den Asphalt zu werfen, was die Bedingungen für seinen nach ihm startenden WM-Rivalen Sebastien Ogier verschlechtern würde.

"Ich werde keinen Reifenschaden riskieren, nur um die Straße schmutziger zu machen", erklärt Neuville seinen Verzicht auf diese in Deutschland gerne gewählte Taktik. "Es wird sowieso viel abgekürzt werden, wodurch es für ihn ohnehin schwieriger wird", sagt der Hyundai-Pilot, der sich bei der Rallye Deutschland einzig auf Ogier konzentrieren und vor seinem WM-Rivalen ins Ziel kommen möchte.

Vier Rallyes vor dem Saisonende haben beide Fahrer 160 WM-Punkte auf ihrem Konto. Da Neuville aber eine Rallye mehr gewonnen hat, wird er auf Platz eins gewertet und darf somit am ersten Tag der Rallye Deutschland als Erster starten, was auf Asphalt und insbesondere angesichts des für Freitag vorhergesagten Regens ein deutlicher Vorteil ist.

Einen anderen Vorteil sieht hingegen Ogier auf seiner Seite - wenn auch nicht zwingend für die Rallye Deutschland, so doch generell Kampf um die WM: Seine positiven Erfahrungen im Rennen um den Titel. "Ich denke, das ist letztendlich immer gut, denn wenn du das schon mehrmals geschafft hast. Ich denke, man geht aber vielleicht etwas entspannter mit der Situation", sagt der Franzose.

Das bedeutet aber nicht, dass sein Ehrgeiz nun geringer sein als in den Vorjahren. "Es ist so oder so nie einfach. Ich gebe mich ja nicht mir vier Titeln zufrieden. Ich will den
nächsten Titel gewinnen", stellt Ogier klar.

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