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WRC: Korsika-Rallye

Mikkelsen auf Korsika wieder im Škoda

Beim französischen WM-Lauf wird der Norweger erneut in der WRC2 starten; Ärger über das Scheitern seiner VW-Pläne immer noch groß.

Für Andreas Mikkelsen ist die derzeitige Situation nicht einfach: Nach dem Ausstieg von Volkswagen fand der WM-Dritte von 2016 kein Cockpit in einem aktuellen World Rally Car. Seine Zukunft in der Rallye-WM ist ungewiss. In Monte Carlo startete Mikkelsen mit einem Škoda Fabia R5 in der WRC2-Klasse, die er als Gesamt-7. klar vor Jan Kopecký und Bryan Bouffier gewann. Zuletzt fungierte der Norweger in Schweden als TV-Experte. Nun steht fest, dass er bei der Korsika-Rallye, die vom 7. bis 9. April 2017 ausgetragen wird, erneut im Škoda sitzen wird.

Auch wenn Mikkelsen beim nächsten Lauf in Mexiko nicht am Start steht, wird er die Reise antreten. Er will in dieser Saison alle Besichtigungen bestreiten, um vorbereitet zu sein, falls sich die Chance auf ein Auto ergeben sollte. "Ich weiß nicht, was ich mehr tun hätte können, um ein Fahrzeug zu bekommen", seufzte Mikkelsen bei Autosport. "Im Vorjahr war ich praktisch die ganze Saison WM-Zweiter und habe auch die letzte Rallye gewonnen."

Weltmeister Sébastien Ogier durfte die Autos von M-Sport und Toyota testen und hatte freie Wahl. Er entschied sich schließlich für den Ford Fiesta WRC. Toyota überließ Jari-Matti Latvala ein Cockpit, und da Citroën und Hyundai ihre Fahrerkader bereits fix nominiert hatten, stand Mikkelsen auf der Straße. "Prinzipiell ist alles falsch gelaufen, was falsch laufen kann, und die letzte Entscheidung war ein Schlag ins Gesicht", so der Norweger.

Damit meint Mikkelsen den Schiedsspruch der FIA, keine Ausnahme für die nachträgliche Homologation des neuen Volkswagen Polo WRC zu erteilen. Der Norweger hatte daran gearbeitet, den fertig entwickelten Wagen als Privatier einzusetzen, doch diesem Vorhaben wurde ein Riegel vorgeschoben. Nun wird er zumindest auf Korsika wieder im Wettbewerb sein; viel mehr als ein Klassensieg in der WRC2 wird mit dem R5 aber nicht möglich sein.

Trotzdem steckt Mikkelsen den Kopf nicht in den Sand und denkt bereits an das nächste Jahr. "Ich habe die Chance, mir alles anzusehen und mir ein Bild davon zu machen, wo 2018 der beste Platz wäre. Dann möchte ich zurückkommen und um den WM-Titel kämpfen", kündigte der 27jährige an. Für ein solches Cockpit möchte er jedoch keine Mitgift einbringen müssen. "Ich bin ein professioneller Fahrer und denke nicht, dass ich für ein Auto bezahlen sollte."

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