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WRC: Korsika-Rallye

Citroen bleibt weiter kämpferisch

Citroen bemüht sich nach der enttäuschenden Korsika-Rallye um Zuversicht, doch der Zug in Richtung WM-Titel droht ohne die Franzosen abzufahren.

Vor Saisonbeginn der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) war Citroen von vielen Experten als Topfavorit auf den WM-Titel gehandelt worden, doch nach vier von 14 Rallyes sieht die sportliche Bilanz ernüchternd aus. Nach dem dramatischen Sieg in Mexiko wurde Kris Meeke an diesem Wochenende bei der Korsika-Rallye durch einen Motorschaden am Auto des Briten um einen möglichen weiteren Triumph gebracht. Am Ende war Platz fünf durch Craig Breen das einzig zählbare Ergebnis für die erfolgsverwöhnte französische Werksmannschaft.

Umso überraschender mutet das Fazit von Teamchef Yves Matton an. "Wir verlassen Korsika guten Mutes, denn der Citroen C3 WRC war an diesem Wochenende das schnellste Auto", sagt er. Damit hat Matton zwar Recht, denn bis zu seinem Ausfall nach der sechsten Sonderprüfung hatte Meeke die Rallye angeführt. Doch dann verrauchte der Motor seines Autos.

"Das war nicht das Ergebnis, das ich mir erhofft hatte, aber so kann es im Sport gehen. Dennoch hat mir dieses Wochenende für die Zukunft eine Menge Selbstvertrauen gegeben", versucht auch Meeke Positives zu finden. "Diese Rallye anzuführen, die der schwierigste Test auf Asphalt ist, war etwas ganz Besonderes. Wir wissen, dass der C3 WRC auf allen Untergründen gewinnen kann." Doch was nutzt alles Tempo, wenn mögliche Spitzenergebnisse wie in Monte-Carlo und Schweden durch Fahrfehler oder auf Korsika durch Technikdefekte vergeben werden?

In den WM-Wertungen steht Citroen nach vier von 13 Rallyes mit dem Rücken zur Wand. In der Herstellerwertung belegen die Franzosen den vierten und damit letzten Rang, in der Fahrerwertung hat Breen als bester Citroen-Pilot schon 55 Punkte Rückstand auf Sebastien Ogier. Meeke liegt sogar 61 Punkte hinter dem amtierenden Weltmeister zurück - mehr als bei zwei Rallyes maximal zu gewonnen werden können. Soll in der WM noch etwas nach vorne gehen, darf sich Citroen ab sofort keine Patzer mehr erlauben.

Unter Umständen könnten am Ende der Saison auch die zwei Punkte wehtun, die Breen heute bei Korsika-Rallye verlor. Als Vierter war er in die Powerstage gestartet, wo er dann von Jari-Matti Latvala (Toyota) noch abgefangen wurde. Im Ziel trennte beide Fahrer der kleinstmöglich Abstand von 0,1 Sekunden. "Natürlich ist es frustrierend, wegen einer Zehntelsekunde einen Rang zu verlieren, aber ich habe mir nichts vorzuwerfen und habe bei der Powerstage mein Bestes versucht", sagt Breen.

Unabhängig davon darf der Ire nach einer soliden Rallye, in der er nach den Ausfällen seiner Teamkollegen Meeke und Stephane Lefebvre das Ergebnis einfahren musste, mit seiner Leistung zufrieden sein. "Ich habe keine Fehler gemacht und habe mit Fahrern gekämpft, die viel mehr Erfahrung haben als ich. Das ist für die Zukunft ein gutes Zeichen." Auch Teamchef Matton hat am Ende eines schwierigen Wochenendes ein Lob für Breen übrig: "Craig hat dem zusätzlichen Druck standgehalten sich gut gegen Fahrer behaupten, die schon Rallyes auf diesem Niveau gewonnen haben."

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