RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Rallye Monte-Carlo

Nach Tag 2: Ogier weiter auf Siegeskurs

Zwar ist sein Vorsprung erneut geschrumpft, doch Sebastien Ogier bleibt unantastbar an der Spitze und steuert auf seinen sechsten „Monte“-Sieg zu.

Vor dem Schlusstag der Rallye Monte-Carlo deutet alles auf einen Sieg von Sebastien Ogier (Ford) hin. Der amtierende Weltmeister verlor zwar am Nachmittag bei sonnigen Bedingungen fast die Hälfte seines Vorsprungs von mehr als einer Minute, geht aber dennoch mit einem Polster von 33,5 Sekunden auf Ott Tänak (Toyota) in die letzten vier Sonderprüfungen. Dritter ist aktuell Jari-Matti Latvala (Toyota, +1:32,7 Minuten).

Am Samstag wartete der Saisonauftakt mit den für die "Monte" berüchtigten Wetterbedingungen auf. Bei den ersten beiden Sonderprüfungen mussten die Crews schneebedeckte Straßen meistern. Bei der zweiten Schleife war der Schnee dann weitgehend abgetaut, die Straßen aber durch Nässe und Matsch sehr rutschig. Dementsprechend viele kleine und größere Ausrutscher sah man, die aber größtenteils ohne schwerwiegende Folgen blieben.

Nachdem Ogier bei der ersten Sonderprüfung des Tages fast eine Minute schneller als Tänak war, kämpfte sich der Este im weiteren Verlauf kontinuierlich zurück und gewann zwei Sonderprüfungen. Ogier hatte sich allerdings spätestens nach dem ersten Service darauf konzentriert, seinen Vorsprung zu verwalten.

"Es läuft alles nach Plan", stellt Ogier zufrieden fest. "Ich wollte heute Abend mindestens 30 Sekunden Vorsprung haben." Da für den Schlusstag trockene Bedingungen vorhergesagt sind, kann sich der Franzose im Grunde nur noch selber schlagen. Sollte er gewinnen, wäre es sein sechster Triumph bei der Rallye Monte Carlo und der fünfte in Folge.

Tänak steuert bei seinem Debüt im Team von Toyota weiter einem hervorragenden Ergebnis entgegen. Ohnehin verläuft die Rallye für die finnisch-japanische Werksmannschaft fast perfekt, den Latvala und Esapekka Lappi belegen aktuell die Plätze drei und vier in der Gesamtwertung. Lappi war nach einem Reifenschaden bei der elften Sonderprüfung zurückgefallen, zog aber bei der letzten SP des Samstags wieder an Kris Meeke (Citroën) vorbei.

Nach einem schwachen Freitag stabilisierte der Brite am Samstag seine Leistungen, war aber nicht in der Lage, das Tempo der Schnellsten mitzugehen. Sein Teamkollege Craig Breen, der am Samstag als erster Fahrer startete, fand am Vormittag die schlechtesten Straßenverhältnisse vor, verlor weitere Zeit und liegt aktuell hinter Elfyn Evans (Ford), Thierry Neuville (Hyundai) und Bryan Bouffier (Ford) auf Gesamtrang neun.

Hyundai musste am Samstag einen weiteren Rückschlag einstecken. Nachdem Neuville am Donnerstag nach einem Ausrutscher und Andreas Mikkelsen am Freitag aufgrund einer defekten Lichtmaschine weit zurückgefallen waren, rutschte der zu diesem Zeitpunkt drittplatzierte Dani Sordo auf der neunten Sonderprüfung von der Strecke und konnte sich auch mit Hilfe von Zuschauern nicht aus dem Straßengraben befreien.

"Wir sind kein großes Risiko eingegangen, aber beim Anbremsen einer langsamen Kurve haben wir den Grip an der Vorderachse verloren und sind langsam von der Straße gerutscht", berichtet ein enttäuschter Sordo bei 'WRC All Live'. Da bei der Rallye Monte-Carlo am Sonntag kein Rallye2-Reglement gilt, kann der Spanier einpacken - und Hyundai nur wenige Punkte für die Herstellerwertung gewinnen. Mit zwei SP-Siegen von Neuville und einem von Mikkelsen zeigten die Hyundai-Fahrer aber, dass der i20 WRC auch 2018 konkurrenzfähig ist.

In der bei der Rallye Monte-Carlo nur dünn besetzten WRC2-Wertung kann sich Jan Kopecky (Škoda) am Schlusstag nur noch selber schlagen. Nach Ausrutschern seiner ärgsten Rivalen Eric Camilli und Teemu Suninen (beide Ford) hat der erfahrene Tscheche mehr als elf Minuten Vorsprung auf Guillaume de Mevius (Peugeot). Zweitschnellstes R5-Auto ist indessen der Škoda von Youngster Kalle Rovanperä, der allerdings nicht in der WRC2-Wertung genannt ist.

Am Schlusstag erwarten die Teilnehmer vier Sonderprüfungen über eine Gesamtdistanz von 63,98 Kilometern. Zweimal geht es dabei über den legendären Col du Turini.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Rallye Monte-Carlo

Weitere Artikel:

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ARC, ET König Rallye: Vorschau Neulinger

Marcel Neulinger jagt vierten Saisonsieg

Nach dem dem erfolgreichen Debüt in der Junior-Rallye-Europameisterschaft peilt Marcel Neulinger beim vierten Lauf zur TEC7 ORM in der Steiermark den vierten Saisonsieg an!

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.