RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Herbstrallye Dobersberg

Stolpersteine auf der Electric Avenue

Beim ARC-Finale haben einige Teilnehmer für viel Action und Erstaunen gesorgt, so auch Manfred Hinterreiter und Christian Tinschert.

Foto: Christa Feichtner

Hinterreiter/Tinschert, die mit ihrem heckgetriebenen Mercedes 190 E 2,3-16V zu den großen Stimmungsmachern des österreichischen Rallyesports zählen, wurden für ihren Einsatz mit einem schönen Podestplatz in ihrer Klasse belohnt.

Die gute Nachricht: Manfred Hinterreiter und sein getreuer Begleiter Christian Tinschert haben auch bei ihrem zweiten und letzten ARC-Einsatz in diesem Jahr eine Zielankunft für sich verbuchen können, wobei sie auch sportlich eine sehr gute Figur abgeben konnten. Die etwas weniger gute Nachricht: Ihr Einsatz bei der Herbstrallye Dobersberg ist nicht ganz störungsfrei verlaufen. Allerdings konnten die zwischenzeitlichen technischen Probleme zur Freude des gesamten Teams früh genug behoben werden, um zumindest die zweite Hälfte der Rallye stilgerecht zu Ende zu bringen.

Die erste Prüfung der Veranstaltung, die wie andere Strecken der Rallye über bewährtes Geläuf der altbekannten Semperit-Rallye führte, wurde nach eigener Einschätzung mit einiger Zurückhaltung in Angriff genommen – eine Vorsichtsmaßnahme, um nach den längeren Pausen wieder sicher in den sportlichen Rhythmus zu kommen. So ergab sich eine etwas farblose 42. Gesamtzeit. Auf Lexnitz-Hohenwarth I ging es dann schon deutlich hurtiger dahin, und es gelang der Sprung auf den 29. Platz.

Mittlerweile ganz gut in Fahrt gekommen, mussten sich Manfred Hinterreiter und Christian Tinschert auf der dritten Prüfung mit sonderbaren Elektrikproblemen herumschlagen. Genauer gesagt sorgte eine fehlerhafte Verbindung in der Sicherung für einige Motoraussetzer, die sich vor allem auf engen Abzweigen ausgesprochen störend auswirkten. Obwohl sich die Probleme auf der vierten Prüfung deutlich verstärkten, gelang die Schadensbegrenzung so gut, dass nach dem Ende der Vormittagesetappe eine Zwischenplatzierung auf dem 21. Platz herausschaute. Zudem lag das beliebte oberösterreichische Mercedes-Team in seiner Klasse bereits auf Platz drei. Auch der Kontakt mit einem tückischen Stein auf der vierten Prüfung, der für einige Schlagzeilen sorgte und für manche Teilnehmer das sofortige Aus bedeutete, konnte vermieden werden.

Mit ihrem nunmehr wieder klaglos funktionierenden Mercedes 190 E 2,3-16V starteten Manfred Hinterreiter und Christian Tinschert motiviert in den Nachmittag, auch die gewissenhafte Arbeit bei der Erstellung des Aufschriebs machte sich bezahlt. Da platzierungsmäßig keine großen Sprünge zu erwarten waren, wurde mit vielen Drifts sehr stark auf den "fun factor" gesetzt, es gelangen aber auch zwei 19. Gesamtzeiten als maximale Ausbeute in Sachen Speed. Letztlich war die Fahrt auch taktisch clever genug, um sich am Ende auf dem 17. Platz (und eben dem dritten Klassenrang) wiederzufinden.

Es herrschte entsprechend große Zufriedenheit über das erreichte Ergebnis, und auch die dank der sehr guten Arbeit des Organisationsteams sehr gelungene Herbstrallye trug viel zur guten Stimmung bei. Lust auf mehr in der kommenden Rallyesaison? Aus der Perspektive des HT-Racing-Teams definitiv!

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Herbstrallye Dobersberg

Weitere Artikel:

In seiner neuesten Kolumne berichtet ORF-Legende Peter Klein auf berührende Art und Weise von seiner jüngsten Begegnung mit Andi Hulak.

Achim Mörtl Kolumne: Rückblick Lavanttal

Achim Mörtl: "Lengauer schneller als er kann"

"Simon Wagner fährt so schnell wie er muss, Michael Lengauer fuhr schneller als er kann" - so lautet die Analyse unseres motorline.cc-Kolumnisten, Ex-Staatsmeister Achim Mörtl.

Takamoto Katsuta: Hintergrund

Wie der Japaner zum WM-Anwärter wurde

Takamoto Katsuta führt die WRC-Weltmeisterschaft an - Als erster japanischer Fahrer überhaupt - Was sich im Hintergrund zum Positiven verändert hat

Mitropa Cup: Vorschau Rally Porec

24 MRC-Teams bei 27. Rally Porec

Erst zum zweiten Mal im Meisterschaftskalender vertreten, gehen 24 Teams des Mitropa Rally Cup (MRC) bei der Rally Porec in Kroatien an den Start.

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht

Gerolf Schuller ist der neue ARC-Leader!

Bei der selektiven, turbulenten Lavanttal Rallye konnte der 53-jährige Quereinsteiger Gerolf Schuller die ARC-Führung übernehmen. Dahinter lauern Jungpilot Jan Dolzer und Christian Rosner im historischen Porsche.

Die Rally Gran Canaria war Ilka Minors 150. WM-Rallye - Johannes Keferböck erfreute seine Copilotin mit gesteigerten Speed-Werten und einer zugleich souveränen Fahrt. Mit dem zweiten Platz im WRC Masters Cup konnte man die Tabellenführung weiter ausbauen.