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ARC: Herbstrallye Dobersberg

Testeinsatz wird zum vollen Erfolg

Simon Wagner und Gerald Winter feiern Gesamtsieg bei der Herbst Rallye Dobersberg im Skoda Fabia R5.

Foto: Fessl/Butschel

Zweiter Einsatz im Fahrzeug - zweiter Gesamtsieg. So lautet die beeindruckende Bilanz des oberösterreichischen Rallye Juniors Simon Wagner. Mit dem Eurosol Racing Team und Co-Pilot Gerald Winter sichert sich der 25-Jährige auch bei der Herbst Rallye Dobersberg Gesamtrang 1. Nach seiner erfolgreichen R5-Premiere bei der Mühlstein Rallye im August konnte Simon Wagner am vergangenen Wochenende, dank der Unterstützung seiner Sponsoren, den zweiten Einsatz mit einem Rallye-Fahrzeug der Topkategorie realisieren. Über rund 100 Wertungskilometer bestritten Wagner und Beifahrer Winter die Herbstrallye in Dobersberg und zeigten trotz klarem Fokus auf das weitere Kennenlernen des Fahrzeugs erneut ihre Klasse.

„Für mich ist der Skoda Fabia R5 noch immer neu.“, erklärt Wagner. „Das Fahrzeug bietet unzählige Einstellmöglichkeiten an z.B. Fahrwerk und Differentialen, die es auszuprobieren und zu verstehen gilt, wenn man den Fabia wirklich schnell bewegen will. Nach den rund 50 Wertungskilometern die wir im August mit dem Fabia R5 abgespult haben, habe ich ein Grundgefühl für das Auto entwickeln können, bin aber noch meilenweit davon entfernt das Fahrzeug wirklich zu kennen.“

Eben dieses Kennenlernen war das Ziel, das Wagner bei seinem Start in Dobersberg verfolgte. Neben verschiedenen Einstellungen am Fahrzeug experimentierte der Mauthausener auch mit den unterschiedlichen Reifenmischungen und -kombinationen und blieb dabei konstant schnellster Pilot im Feld.

Von insgesamt acht möglichen Bestzeiten sicherten sich Wagner/Winter am Ende des Tages ganze sieben. Einzig auf der vierten Sonderprüfung wurde dem Duo ein Grenzstein zum Verhängnis. „Im zweiten Durchgang der Sonderprüfung ‚Lexnitz-Hohenwarth‘ fuhren wir etwas tiefer in einen Cut als im ersten Umlauf, als es plötzlich einen stumpfen Schlag auf die Vorderachse gab.“, berichtet Beifahrer Gerald Winter. „Wie sich später herausstellte, hatten wir einen massiven Grenzstein getroffen, der auch noch anderen Piloten zum Verhängnis werden sollte und uns den rechten Vorderreifen aufschnitt und die Felge beschädigte.“

Mit plattem Vorderreifen schleppten sich Wagner/Winter die verbleibenden etwa acht Kilometer bis ins Ziel der Sonderprüfung und konnten sich trotz massivem Zeitverlust an der Spitze des Feldes behaupten. Neben zahlreichen weiteren Reifenschäden sorgte der besagte Grenzstein nämlich auch für etliche Ausfälle, als sich die Piloten nicht nur Gummi und Felge, sondern die gesamte Radaufhängung beschädigten. Bei der großen Siegerehrung am Abend berichteten alteingesessene Rallye-Fahrer sogar, dass eben diesen Grenzstein 1985 schon Weltmeister Walter Röhrl getroffen habe. Auch er fuhr, bei der damals noch unter dem Namen ‚Semperit Rallye‘ ausgetragenen Veranstaltung, übrigens zum Gesamtsieg.

„Ich weiß noch genau, wie ich als kleiner Bub als Zuschauer dabei war, als Armin Schwarz 2000 im Skoda Oktavia WRC die ‚Semperit Rallye‘ gewonnen hat. Auch andere große Vorbilder wie Raimund Baumschlager, Franz Wittmann, Sepp Haider und Sandro Munari feierten dort schon Siege.“, sagt Simon Wagner. „Nun stehe ich selbst ganz oben auf dem Podest. Das ist etwas sehr Besonderes für mich, auf diesen legendären Sonderprüfungen, vor so unglaublich vielen Zusehern und Fans. Vielen Dank an alle die dazu beigetragen und das möglich gemacht haben.“

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