RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Liepaja-Rallye

Temposünder Lukyanuk

Gleich zwei Mal wurde Alexey Lukyanuk auf Verbindungsetappen das Fahren mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit nachgewiesen.

Fotos: ERC

Bei Rallyes dürfen die Teilnehmer nur bei den Wertungsprüfungen so schnell fahren wie sie können. Auf den Verbindungsetappen im normalen Straßenverkehr müssen sie sich hingegen wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch an die Regeln halten. Doch das schien am heutigen Sonntag Alexey Lukyanuk bei der Rallye Liepaja herzlich egal gewesen zu sein.

Gleich zweimal wurde der amtierende Europameister aus Russland mit massiv überhöhter Geschwindigkeit erwischt. Einmal zeichnete das in seinem Citroën eingebaute GPS-System in einer Tempo-50-Zone eine Geschwindigkeit von 124,9 km/h auf. Kurz darauf wurde eine Geschwindigkeit von 161,9 bis 168,5 km/h registriert, obwohl maximal 90 km/h erlaubt waren.

Da das GPS-System nicht so genau wie beispielsweise die sogenannten Radarfallen ist, wurde eine Messtoleranz von 10 km/h abgezogen. Bleiben für Lukyanuk einmal 64 und einmal 68 km/h zu viel. Und das wurde für den Russen teuer.

Der Rennleiter verhängte gegen ihn wegen des ersten Tempoverstoßes eine Geldstrafe von 1.600 Euro (25 Euro pro km/h zu viel). Beim zweiten Verstoß betrug die Strafe für den Wiederholungstäter 50 Euro pro km/h zu viel, also 3.400 Euro. Insgesamt muss Lukyanuk 5.000 Euro zahlen.

Doch damit dürfte die Angelegenheit für ihn noch nicht vom Tisch sein, denn der Rennleiter leitete den Vorgang an die Sportkommissare weiter - mit der Bemerkung, dass in Lettland ein Geschwindigkeitsverstoß von mehr als 50 km/h in der Regel den sofortigen Entzug des Führerscheins zur Folge hat.

Ob die lettische Polizei einschreitet und die GPS-Messungen als Beweismittel akzeptiert, ist unklar. Sportlich dürften Lukyanuk aber weiter Strafen bis zum Entzug der Rennlizenz drohen. Denn mit seinem rücksichtslosen und gefährlichen Verhalten konterkarierte er Aktionen des Automobil-Weltverbands FIA für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Liepaja-Rallye

Weitere Artikel:

Peter Klein Kolumne

No room available!

Der legendäre ORF-Reporter und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein blickt voller Vorfreude der Herbstrallye entgegen - eine emotionale Rückkehr ins Waldviertel…

ARC, Herbstrallye: Bericht

Die Herbstrallye 2026 schreibt Geschichte!

Mit dem spannenden Showdown auf der letzten Prüfung, dem ersten Sieg von Raimund Baumschlager seit 2017 schreibt die Herbstrallye 2026 Geschichte. Doch auch der zunächst verloren scheinende ARC-Sieg von Rene Kiehtreiber, seine Aufholjagd boten Rallyesport vom Feinsten. Und: Gerolf Schuller jubelt als neuer ARC-Clubmeister.

Raimund Baumschlager gewinnt eine bis zur letzten Sonderprüfung höchst spannende Herbstrallye 2026 vor dem Tschechen Jan Cerny und Christoph Zellhofer. Gerolf Schuller ist ARC-Clubmeister 2026.

ARC, Herbstrallye: Bericht Mayer

Mayer nur knapp am Podium vorbei

Knapp verpasst ich auch daneben – Daniel Mayer und Co-Pilot Jürgen Klinger beendeten am Samstag die zur Austrian Rallye Challenge zählende Herbst-Rallye im Raum Waidhofen/Thaya mit ihrem Citroen C3 Rally2 auf dem vierten Gesamtrang