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"Zweieinhalb WRC-Hersteller sind nicht genug!" Mohammed Ben Sulayem liegt der Rallyesport besonders am Herzen
Motorsport Images

Neuer FIA-Präsident: Zweieinhalb WRC-Hersteller sind nicht genug

Der neue FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem will sich aktiv um neue Hersteller für die WRC bemühen und mahnt an, die Kosten an der Basis im Zaum zu halten

Als 14-maliger Meister der Rallyemeisterschaft des Nahen Ostens liegt dem neuen FIA-Präsidenten Mohammed Ben Sulayem der Rallyesport besonders am Herzen. Und daher bereitet ihm das derzeit geringe Engagement von Herstellern in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ein wenig Sorge.

"Wir reden die ganze Zeit über die Formel 1, aber wir dürfen die anderen Disziplinen nicht vergessen", sagt Ben Sulayem. "Wir müssen uns die WRC anschauen. Zweieinhalb Hersteller in einer so wichtigen Meisterschaft sind nicht genug", meint er.

Aktuell sind als vollwertige Werksteams nur Toyota und Hyundai in der WRC engagiert, M-Sport erhält bei seinen Einsätzen Unterstützung von Ford. Der Einstieg weiterer Hersteller ist aktuell nicht in Sicht.

Mitte 2021 hatte der kürzlich zurückgetretene FIA-Rallyedirektor Yves Matton, gesagt, dass aus seiner Sicht vor dem Jahr 2024 auch nicht mit neuen Herstellern zu rechnen ist - trotz der Einführung des neuen Rally1-Reglement mit Hybridantrieben.

Nach Ansicht von Ben Sulayem reicht alleine die Einführung eines neuen Reglements mit serienrelevanterer Technik nicht aus, um neue Automarken von einem Engagement in der Rallye-WM zu überzeugen.

"Wir können nicht nur dasitzen und darauf warten, dass die Leute zu uns kommen", sagt er. "Ich denke, wir müssen bei den Herstellern Klinken putzen und dafür sorgen, dass unser Sport für sie attraktiv ist." Für das Klinkenputzen benötigt Ben Sulayem aber erst einmal einen neuen Rallyedirektor, der die Nachfolge von Matton antritt.

Ein weiterer Punkt, den der FIA-Präsident angehen will: "Wir müssen die Kosten kontrollieren." Konkret meint Ben Sulayem damit: "Erschwingliche Fahrzeuge auf dem Einstiegsniveau. Wir müssen die Menschen aus den Regionen selbst für den Motorsport begeistern, in Regionen wie Afrika, den Nahen Osten, Asien und sogar Lateinamerika, aber können sie sich das leisten? Nein. Das sind einige der Bereiche, die wir ansprechen müssen."

Motorsport-Total.com

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