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Ogier pocht auf Lösung Sebastien Ogier hat sich in Japan über die beschlagenen Scheiben geärgert
Motorsport Images

Kaum Sicht wegen beschlagener Scheiben: Ogier pocht auf Lösung!

Die WRC-Piloten kämpften beim Saisonfinale in Japan mit beschlagenen Scheiben - Sebastien Ogier fordert eine Lösung für 2024

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2023 ist mit dem Saisonfinale in Japan zu Ende gegangen. Toyota feierte einen historischen Dreifachsieg und gewann sowohl die Fahrer- als auch die Herstellerwertung. Sebastien Ogier, der als Teilzeitpilot Zweiter wurde, kritisierte nach den drei Tagen die Rallye-1-Boliden, da vor allem am Freitagmorgen die beschlagenen Scheiben die Sicht massiv einschränkten.

Mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometer pro Stunden rasen die WRC-Piloten auf Asphalt und Schotter dicht an Böschungen, Bäumen und Mauern entlang. Ein kleiner Fehler des Fahrers kann fatale Folgen haben, weshalb die Sicht eine sehr wichtige Rolle spielt. In Japan beschlugen die Windschutzscheiben bei Nässe, sodass Ogier einen nur zwei Zentimeter breiter Streifen zur Verfügung hatte, um etwas zu sehen.

Kurios: Die Rally1-Autos hatten deutlich mehr Probleme als die Rally2-Fahrzeuge in der WRC2-Klasse. Ott Tänak wurde in seinem M-Sport-Ford-Puma sogar dabei beobachtet, wie er seine Sitzposition im Auto veränderte, um überhaupt etwas sehen zu können. Aufgrund dieser Problematik fordert Ogier, das Fahrzeugkonzept in Zukunft zu überdenken. Doch gibt es eine einfache Lösung?

Ogier möchte wieder einfachere Technik

Auf die Frage, ob eine Klimaanlage im Auto etwas bringen würde, antwortet der achtmalige WRC-Champion: "Ich glaube, das wird sehr schwierig, denn diese Autos sind im Innenraum voller Wasser, weil man sie wegen des Rahmens und der Karbonteile kaum wasserdicht bauen kann. Vielleicht ist das ein Bereich, den wir in unserem Sport überdenken müssen."

Ogier hält die Autos in der Rally1-Klasse für "extrem teuer" und regt an, wieder "viel einfachere" Lösungen zu finden, um "solche Probleme" in den Griff zu bekommen. Hyundai-Teamchef Cyril Abiteboul spricht sogar von einer "peinlichen" Situation und "schlechter PR für die Rally1-Autos". Die Koreaner wollen das Problem aber intern lösen.

"Wenn man sich die Kosten der Autos ansieht, ist es unglaublich, dass wir solche Probleme nicht lösen können", so Abiteboul. "Wir wissen, dass wir kein Standard-Armaturenbrett haben, denn wir sind alle darauf trainiert, alles zu optimieren. Aber wir kennen die Probleme, und vielleicht sollten wir in diese Technologie investieren, anstatt das Geld in die Aerodynamik zu stecken."

FIA nimmt Teams in die Pflicht

Auch der Automobil-Weltverband FIA denkt bereits darüber nach, wie die Luftzirkulation im Auto verbessert werden kann, nimmt aber auch die Teams in die Pflicht. Andrew Wheateley sagt: "Die Autos sind mit den üblichen Fenstern und Öffnungen in den Vordertüren ausgestattet. Ich glaube nicht, dass die Teams damit gerechnet haben, dass die Scheiben so beschlagen wie in Japan. Jedenfalls haben sie nicht mit dieser Intensität gerechnet."

Laut Wheateley arbeiten die Teams im Schnee von Schweden ganz anders, weil die Umgebung und die Scheiben kalt sind, während das Auto viel Wärme abgibt. Deshalb würde in Schweden von Anfang an so gearbeitet, dass die Scheiben nicht beschlagen. Von einem Re-Design der Autos hält er derzeit nichts, kann sich aber Optimierungen an den aktuellen Boliden vorstellen.

Die Autos, so der FIA-Rundkurs-Chef, seien keine "Prototypen", die sich "dramatisch von den Straßenautos unterscheiden". "Man könnte die Karbontüren versiegeln, aber das bringt Gewicht und ich bin mir nicht sicher, ob das jemand mit sich herumschleppen will. Die Teams sind clever und werden einen Weg finden, das Problem zu lösen. Ich glaube nicht, dass wir das noch oft sehen werden."

Motorsport-Total.com

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