RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ADAC plant WRC-Comeback Donnern ab 2027 WRC-Boliden über die Nürburgring-Nordschleife?
FIA WTCR

ADAC plant WRC-Comeback: Rallye-WM-Lauf auf dem Nürburgring?

Die Rallye-Weltmeisterschaft soll in Zukunft wieder in Deutschland fahren - Was für die Austragung eines WRC-Laufs rund um den Nürburgring spricht

2026 wird die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) nicht in Deutschland antreten. Nach drei Ausgaben wurde die Rallye Zentraleuropa in diesem Jahr letztmals durchgeführt. Zwar kam die Drei-Länder-Rallye bei Teilnehmern und Zuschauern gut an, allerdings erwies sich die Organisation und Finanzierung einer Veranstaltung über mehrere Ländergrenzen hinweg als schwierig und ineffizient.

Allerdings wird es auch zukünftig Rallyesport in der Region rund um Passau geben. Der ADAC Südbayern hat bereits angekündigt, dass die 3-Städte-Rallye im nächsten Jahr zurückkehren soll. Aus den Strukturen der Traditionsveranstaltung war der deutsche Anteil an der Rallye Zentraleuropa hervorgegangen.

Mittelfristig will der ADAC die WRC wieder nach Deutschland holen. Und dabei gerät eine Lösung in den Blickpunkt, die bei vielen Motorsportfans für Begeisterung sorgen könnte: Ein WM-Lauf rund (und möglicherweise auf) dem Nürburgring.

Servicepark am Nürburgring, Prüfungen an der Mosel?

Entsprechende Überlegungen gibt es bereits seit längerem, und am Rande der Rallye Zentraleuropa kochten die Spekulationen in der vergangenen Woche erneut hoch. "Für die nächste Saison wird es noch nicht klappen, aber für einige Etappen und den Servicepark auf die [Nürburgring] Nordschleife zu gehen, sind Teil der Pläne für die Zukunft", wurde eine namentlich nicht genannte, hochrangige Quelle vom Portal DirtFish zitiert.

Die Überlegungen zur Austragung eines WRC-Laufs rund um den Nürburgring sind in der Tat mehr als lose Gedankenspiele. Im Fahrerlager der Grand-Prix-Strecke fände der Servicepark eine perfekte Infrastruktur. Fachliche Expertise zur Organisation einer Rallye auf höchstem Niveau gäbe es im ADAC Mittelrhein.

Der Lokalverband richtet seit 2021 die Rallye Mittelrhein aus. Der Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft nutzt dabei Wertungsprüfungen an der Mosel, die früher im Rahmen der Rallye Deutschland gefahren wurden. Die Entfernung vom Nürburgring bis zur Mosel würde eine Integration in einen neuen WRC-Lauf in Deutschland ermöglichen. Theoretisch wäre auch eine Rückkehr auf den Truppenübungsplatz Baumholder und die legendäre Wertungsprüfung "Panzerplatte" denkbar - wenn auch zum Preis sehr langer Verbindungsetappen.

Rallye auf der Nordschleife wäre nichts Neues

Aber auch rund um den Nürburgring würde der Rallyesport kein Neuland betreten. Dort wird alljährlich im November die Rallye Köln-Ahrweiler ausgetragen. Höhepunkt dieser Veranstaltung, die sich vor allem an Fahrzeuge aus der Youngtimer-Klasse richtet, ist die Wertungsprüfung "Feste Nürburg".

Bei dieser werden große Teile der Nürburgring-Nordschleife befahren - allerdings in umgekehrter Richtung. Ein solch außergewöhnliches Erlebnis mit WRC-Autos und den Top-Fahrern der Rallye-WM würde sicherlich nicht nur Rallyefans an die "Grüne Hölle" locken.

Ob es schon 2027 dazu kommt, ist aktuell aber ungewiss. Dies liegt auch an der ungeklärten Zukunft des WRC-Promoters. Im August dieses Jahres hatte der Automobil-Weltverband FIA erklärt, einen neuen Vermarkter für die Rallye-WM zu suchen. Die Unsicherheit über den zukünftigen Ansprechpartner erschwert vor allem die finanzielle Planung eines möglichen WM-Laufs.

Ein komplettes Comeback der klassischen Rallye Deutschland, wie sie bis 2019 im Rahmen der WRC ausgetragen wurde, ist aktuell ausgeschlossen, nachdem sich der ADAC Saarland im Jahr 2021 als Ausrichter zurückgezogen hatte.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!

Zu wenig Grip, zu viel Ärger

Hankook plant neuen Winterreifen für die WRC

Sebastien Ogier fand deutliche Worte, Hankook zeigt Verständnis: Nach der Rallye Monte-Carlo arbeitet der Hersteller an einem neuen WRC-Winterreifen

"Motivation, es zu versuchen"

Ogier greift nach zehntem WRC-Titel

Wird Sebastien Ogier ernsthaft um seinen zehnten Titel in der Rallye-WM kämpfen? Vor Beginn der "Monte" rechnet der Toyota-Fahrer mit herausfordernder Saison

Am 27. und 28. Februar kehrt der Rallyesport nach 15 Jahren zurück in das Triestingtal. Mit der ARC Rallye Triestingtal feiert die Austrian Rallye Challenge einen fulminanten Saisonauftakt....

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.