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Saudi-Absage
Foto: Toyota Racing

Saisonfinale ersatzlos gestrichen

Die Rallye Saudi-Arabien fliegt aus dem WRC-Kalender 2026 - Weil es keinen Ersatz gibt, hat Elfyn Evans vor dem neuen Finale in Italien bereits eine Hand am WM-Pokal

Das geplante Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026 wird ersatzlos aus dem Kalender gestrichen. Die für November geplante Rallye Saudi-Arabien kann wegen des anhaltenden Konflikts in der Region nicht im Rahmen der WRC stattfinden, weshalb die Saison nun bereits im Oktober mit der Rallye Italien auf Sardinien endet.

In einer Pressemitteilung vom Donnerstag erklärt FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem: "Wir haben in den vergangenen Monaten eng mit unseren Partnern in Saudi-Arabien, unserem Mitgliedsverband, der Saudi Automobile and Motorcycle Federation, dem WRC-Veranstalter und den an der Meisterschaft beteiligten Akteuren zusammengearbeitet, um alle möglichen Wege zu prüfen, die eine planmäßige Durchführung der Rallye Saudi-Arabien ermöglichen würden."

"Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Region wird der WRC-Teil der Rallye Saudi-Arabien in diesem Jahr jedoch nicht stattfinden. Solche Entscheidungen fallen nie leicht, insbesondere nach dem enormen Aufwand, den alle Beteiligten in die Vorbereitung der Veranstaltung gesteckt haben", so Sulayem.

Die Rallye wird zwar weiterhin ausgetragen, allerdings nur noch als Teil der Middle East Rally Championship (MERC), der regionalen Rallye-Meisterschaft im Nahen Osten. "Auch wenn der WRC-Teil der Veranstaltung in diesem Jahr nicht stattfinden wird, bleibt unser Vertrauen in die Organisatoren und in die langfristige Zukunft der Rallye ungebrochen", betont Sulayem.

"Wir werden weiterhin gemeinsam mit unseren Partnern in Saudi-Arabien und dem WRC-Veranstalter daran arbeiten, die FIA-Rallye-Weltmeisterschaft im Jahr 2027 wieder nach Saudi-Arabien zu holen", kündigt der FIA-Präsident an.

Bereits zuvor große Fragezeichen hinter der Rallye

Die Entscheidung folgt auf wochenlange Diskussionen und erfolgt wenige Tage, nachdem sowohl Toyota als auch Hyundai der FIA mitgeteilt hatten, dass Teammitglieder aufgrund unternehmensweiter Reiserichtlinien nicht in den Nahen Osten reisen können.

M-Sport-Ford war seit der vergangenen Woche bereit, nach Saudi-Arabien zu reisen, da das britische Außenministerium erklärt hatte, dass Reisen nach Dschidda und in die umliegende Region sicher seien.

Das britische Team hatte zudem Sicherheitszusicherungen von den Veranstaltern eingeholt, doch am Mittwoch aktualisierte das Außenministerium seine Reisewarnung und riet von Reisen in bestimmte Teile Saudi-Arabiens ab.

WRC-Promoter-CEO Eric Boullier erklärt: "Dies war eine schwierige Entscheidung, insbesondere angesichts des erheblichen Aufwands und Engagements unserer Partner in Saudi-Arabien bei der Vorbereitung der diesjährigen Veranstaltung."

Die Änderung des Kalenders muss offiziell noch vom Motorsport-Weltrat der FIA abgesegnet werden.

"Die aktuellen Entwicklungen in der Region und die daraus resultierenden logistischen Herausforderungen machen es jedoch erforderlich, dass wir für den Rest der Saison 2026 Sicherheit und Klarheit schaffen", ergänzt der Franzose.

Sportlich gesehen führt die Absage dazu, dass Elfyn Evans nun bereits eine Hand am WM-Pokal hat. Der Toyota-Pilot führt die Weltmeisterschaft vor dem neuen Finale in Italien mit 17 Punkten Vorsprung vor Sami Pajari und 21 Zähler vor Oliver Solberg an.

(Motorsport-Total)

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