RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Herbstrallye Dobersberg

Bewährtes Konzept, ergänzt um Neues

Die neue RGW, Veranstalter der diesjährigen Herbstrallye, die am 20. Oktober stattfindet, hat erste Informationen bekannt gegeben.

Bildquelle: Archiv RGW

Roman Mühlberger hat gemeinsam mit seiner Frau Angelika und Georg Gschwandner einen Verein namens Rallyegemeinschaft Waldviertel (RGW) gegründet. Mühlberger: "Dieser Schritt war nicht zuletzt auch seitens der AMF und in vielen administrativen Belangen notwendig. Wir stehen aber nur an der Spitze eine Teams aus Individualisten, welchen der Rallyesport gerade in dieser Gegend schon in zweiter oder gar dritter Generation sehr am Herzen liegt." Gerade auch dieser Tradition geschuldet, hat sich der neu gegründete Verein etwas Besonderes für die diesjährige Herbstrallye einfallen lassen.

Es war einmal der Sound

Man schrieb das Jahr 1985, die Semperit-Rallye erlebte gerade ihre Hochkonjunktur. Unvergessen sind die tausenden Fans an den Sonderprüfungen, die sich mit diversen Benzingesprächen die Zeit bis zu den ersten Autos vertrieben. Plötzlich aber verstummten die Gespräche, die Münder aber blieben freilich offen. Deren Hauch vermischte sich mit dem Rauch diverser zur Erwärmung gemachter Lagerfeuer.

Lange bevor man etwas sehen konnte, konnte man etwas hören: die infernale Geräuschkulisse, das akustische Stakkato von Gas, Linksbremsen, Gas, Anstellen – und dann flog er vorbei ... Walter Röhrl mit dem legendären Audi Quattro S1. Die Deutschen hatte damals die Semperit-Rallye auserkoren, um unter anderem ein neues Getriebe zu testen.

Eben bis heute unvergessen – und um der jüngeren Generation das damals Geschehene zu verdeutlichen, ist es gelungen, eine Kopie des damaligen Audi Quattro S1 zu organisieren, der bereits bei der Eröffnungsfeier der Rallye am Freitag zu bewundern sein wird. Arnold Teufel wird dann am Samstag mit diesem Audi Quattro in damaliger Originallackierung als Vorausauto die Rallye eröffnen.

Neue Servicezone

Das ist aber nur ein kleiner feiner Teil von dem, was sich der Veranstalter für die diesjährige Ausgabe der Herbstrallye überlegt hat. Neu ist die Servicezone, die sich auf dem Gelände des Flughafen Dobersberg befindet, der für dieses Wochenende seinen Flugbetrieb einstellt. Dies ist zwar mit einer entsprechenden Abschlagszahlung ob des Verdienstausfalls einhergehend, wird seitens des Veranstalters aber als Investition in die Zufriedenheit der Rallyeteilnehmer gesehen, denn man nimmt konstruktive Kritik gerne auf, um selbiger durch Erneuerungen entgegenwirken zu können.

Daher habe man eben beschlossen, anstatt der aufgrund der immer zahlreicheren Startern suboptimalen Serviceflächen der letzten Jahre eine neue, geeignetere Servicezone auf dem Flughafen einzurichten. Gleichzeitig wird sich dort auch das große Rallyefestzelt befinden, in dem am Freitag sowohl die Fahrerbesprechung als auch die schon erwähnte Eröffnungsfeier stattfinden wird.

Bereits im Vorjahr hat der Veranstalter in Sachen Medienpräsenz der Teilnehmer neue Wege beschritten und auf freiwilliger Basis nach Einsendung von Informationen individuelle Pressevorberichte erstellt. Auch diesbezüglich geht man heuer wieder einen Schritt weiter und möchte den Teams die Möglichkeit einräumen, sich und ihre Sponsoren auf einer Bühne zu präsentieren. Daher bekommt jedes Team die Gelegenheit, nach der Fahrerbesprechung im Rahmen der Eröffnungsfeier mit seinem Fahrzeug vorzufahren und mit Rallyesprecher Mario Popp vor Publikum und anwesenden Medien ein Interview zu führen oder auch einmal seine Mechaniker verdientermaßen ins Rampenlicht zu stellen.

Historic-Aktion

Georg Gschwandner: "Hier wollen wir, nicht zuletzt in Gedenken an Folki Payrich, die beliebte ARC-Tradition wieder hervorheben und die Klasse Historic vor dem Hauptfeld starten lassen. Die Herbstrallye ist ja 2018 der letzte verbliebene große reinrassige ARC-Lauf und beinhaltet 99 Sonderprüfungskilomerter. Generell haben wir uns bemüht, das Nenngeld stimmig zu den SP-Kilometern zu gestalten. So wie voriges Jahr wird es aber auch wieder ab einer Nennstärke von zehn Teams in der Klasse Historic einen Nenngeldnachlass von 50 Euro geben. Sprich: Diese Teams bekommen eben ab zehn Nennungen bei der administrativen Abnahme 50 Euro zurückerstattet."

Ebenso haben der Veranstalter mit Ausschreibung der RGT-Klasse auch wieder eine "Spielwiese" für die beim Publikum äußerst beliebten RGT-Fahrzeuge geschaffen. Der tschechische Porsche-Pilot Radoslav Nešpor hat auch für heuer wieder sein Kommen zugesichert. Der Veranstalter hofft aber mit Ausschreibung dieser Klasse auch deutsche Teams mit RGT-Fahrzeugen begrüßen zu dürfen. Die Herbstrallye stellt nicht nur den Finallauf von ARC und ART dar, sondern auch diver ser Cups. Dem trägt auch der ORF Rechnung und endsendet Kamerateams für eine dementsprechende Berichterstattung.

Durch den Wegfall der diesjährigen Schneerosen-Rallye hat man nicht zuletzt auch bei der SP-Gestaltung unter Bezugnahme von Feedback der Teilnehmer die schönsten und anspruchsvollsten Sonderprüfungen beider Rallyes ausgesucht und kombiniert. Dies und vieles mehr ist aber nur dank Großsponsoren, aber auch lokaler Sponsoren möglich, für deren Unterstützung sich der Veranstalter schon jetzt vorab herzlich bedanken möchte.

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Herbstrallye Dobersberg

Weitere Artikel:

WRC Estland: K4 holt Maximum

Sami Pajari gelingt erster WRC-Sieg

Nach einer überzeugenden Vorstellung feiert Toyota-Pilot Sami Pajari bei der Rallye Estland 2026 seinen ersten WRC-Sieg - Elfyn Evans baut WM-Führung aus. Auch Keferböck/Minor bauen mit dem Masters-Sieg ihren Vorsprung gehörig aus.

ARC, Rallye Weiz: Bericht Friedl

„Reifen-Roulette"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 waren in Weiz mit dem FORD Fiesta Proto trotz sich ständig verändernder Bedingungen mit Motivation erfolgreich unterwegs.

Rallye Weiz: Bericht Opel GSE Cup

Opel Mokka GSE mischt die Allrad-Konkurrenz auf!

Timo Schulz gewinnt den dritten Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 in Weiz. Mit Rang zwei knöpft der Franzose Tom Dufour dem Waliser Ioan Lloyd die Tabellenspitze ab. Erstmals bestreiten die Elektro-Renner die komplette Rallye-Distanz und fahren in der Gesamtwertung in die Top-15.

In der nationalen Historischen Staatsmeisterschaft bzw. HRM Classics sind prinzipiell alle Teilnehmer der FIA EHRC (mit den Superstars Jari-Matti Latvala und Francois Delecour) punkteberechtigt. Die einheimischen historischen Piloten tragen prominente Namen und sind auch in der EHRC vertreten durch den fünffachen Europameister Karl Wagner..

EHRC/ORM/ARC, Weiz: Nach SP7

Wagner out - alles klar an der Spitze

Hermann Neubauer steht vor seinem sechsten Sieg in Weiz / Ein Ausfall des Staatsmeisters eröffnet seinen Verfolgern Titelchancen / Jari-Matti Latvala lässt seinen Toyota Celica in der EHRC fliegen