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ARC: Perger Mühlstein-Rallye

Perfektes Rallyedebüt für Luca Pröglhöf

Nachdem zuletzt noch die Matura absolviert wurde, ging es für das Rookie Rallye Team am Samstag zur lange ersehnten Rallyepremiere.

Fotos: Daniel Fessl

Da die Mühlsteinrallye im südlichen Mühlviertel optimale Bedingungen zum Testen bietet, wurde bereits vor drei Wochen entschieden, diese Rallye vor dem ursprünglich geplanten Debüt in Weiz als Test unter Echtbedingungen zu nutzen. Nach wochenlanger, akribischer Vorbereitung war es also endlich so weit. Für fast alle Rookies war das Ganze Neuland. Lediglich Pröglhöf selbst war bereits bei einigen Rallyes als Mechaniker dabei und kannte einen Teil der Abläufe. Die Aufgaben des Fahrers, beginnend mit der administrativen Abnahme, der technischen Abnahme und der Erstellung eines Aufschriebs während der Streckenbesichtigung waren aber auch für ihn neu.

Dank der Unterstützung von Luca Pröglhöfs Vater Stephan Förster, der selbst schon viele Rallyes absolviert hat und als Berater die Rookies unterstützt, sowie des kurzfristig eingesprungenen, erfahrenen Co-Piloten Patrick Forstner gelang das alles ohne größere Komplikationen. Während also der Aufschrieb – das Um und Auf beim Rallyefahren – erstellt wurde, bezog das Mechanikerteam den Serviceplatz und brachte die Veranstaltungsaufkleber am Ford Fiesta ST an. Anschließend ging es zur technischen Abnahme, die dank der vielen bisherigen Werkstattstunden ohne Beanstandung absolviert wurde.

Kurz nach der Fahrerbesprechung ging es dann endlich los: Um Punkt 12:43 erhielt Pröglhöf seine erste Zeitkarte und machte sich auf den Weg zu seiner ersten Sonderprüfung. Die Stoppuhr blieb nach den 11,56 km bei einer Zeit von 8:31,1 Minuten stehen, was Platz 55 in der ersten Zwischenwertung bedeutete. Nervosität und die etwas zu verhaltene Herangehensweise wurden schnell analysiert; schon auf der zweiten Sonderprüfung, die auf der selben Strecke gefahren wurde, konnte sich Pröglhöf um knapp 20 Sekunden steigern und arbeitete sich damit auf den 41. Platz im Gesamtklassement nach vorne.

Auf der dritten Sonderprüfung, der ersten Durchfahrt des 22,15 km langen Rundkurses Schwertberg, war das Vertrauen in sich selbst sowie ins Auto schon bedeutend größer, und mit einer 31. SP-Zeit ging es auch in der Gesamtwertung weiter bergauf. Luca Pröglhöf erlebte dort gleich sein erstes Highlight, indem er auf einem vor ihm gestarteten Mitstreiter auflief und diesen überholte. Voll motiviert ging es nach einem weiteren Servicestopp zur vierten und letzten Sonderprüfung der Rallye. Diese wurde jedoch aufgrund eines wolkenbruchartigen Regenschauers, der nicht nur Sturzbäche über die Strecke laufen ließ, sondern auch Bäume zu Fall brachte, die zum Teil auf die Strecke ragten, neutralisiert, und es wurde über die Alternativroute direkt zur Zielrampe gefahren.

Auch wenn das Ergebnis nebensächlich war, da zwischen allen Sonderprüfungen bewusst Änderungen am Setup gemacht wurden, um diese zu testen, und weil es sich um das Rallyedebüt handelte, ist das gesamte Team vom 32. Gesamtplatz unter 65 gestarteten Teams total begeistert. Platz fünf in der Klassenwertung unter zwölf gewerteten Teilnehmern zeugt durchaus vom Potential des jungen Sittendorfers. Außer geplanten Änderungen am Fahrzeug wurden in den Servicepausen lediglich Routinechecks durchgeführt, der Fiesta wurde im selben Zustand wieder auf den Anhänger geladen, in dem er vor der Rallye von diesem abgeladen worden war.

"Das gesamte Team leistete hervorragende Arbeit. Lediglich bei der Versorgung mit Essen und Trinken gibt es noch Luft nach oben", grinste Pröglhöf. Weiters berichtete er: "Wir haben unglaublich viel dazugelernt und freuen uns jetzt schon darauf, dass beim ersten großen Einsatz, dem Staatsmeisterschaftslauf in Weiz – dort dann auch mit meinem eigentlichen Co-Piloten Peter Medinger – umzusetzen. Mein großer Dank gilt meinem Team, den Sponsoren und Unterstützern, sowie meinem Interims-Co-Piloten Patrick."

Bericht Panhofer Bericht Panhofer Bericht Gruber Bericht Gruber

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