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Kahle holt souveränen Etappensieg

Auftakt nach Maß für Kahle/Göbel im Skoda Octavia WRC: Souveräner Sieg auf der ersten Etappe, Anton Werner auf Zwei, Dritter Gaßner.

Das amtierende Meisterduo der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) liegt nach der ersten Etappe beim dritten Lauf der Saison souverän in Führung.

Auf dem mit 15.000 Zuschauern dicht besetzten Rundkurs in der Innenstadt von Zwickau schloss das Skoda-Werksteam einen perfekten Tag ab und konnte bis ins Etappenziel der AvD-Rallye Sachsenring einen Vorsprung von 37,6 Sekunden auf Anton Werner/Peter Knoll (Mitsubishi Carisma) herausfahren.

An dritter Position lief Tabellenführer Hermann Gaßner mit Co-Pilot Siegfried Schrankl (ebenfalls Mitsubishi Carisma) ein. Mit einem hervorragenden vierten Platz glänzten Horst Rotter/Dieter Hawranke (Opel Corsa Super 1600) als bestplatziertes Team in der Super-1600-Kategorie.

Sie konnten Lokalmatador und Super-1600-Leader Carsten Mohe und seinen Co-Piloten Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600, 9. Position) vor heimischer Kulisse um 14,0 Sekunden distanzieren.

Matthias Kahle: „Ein problemloser Tag“

„Gigantisch – vor so einer Riesen-Kulisse mit begeisterten Fans zu fahren macht einfach Spaß“, strahlte Matthias Kahle im Etappenziel. Vor voll besetzten Rängen rund um die Glück-Auf-Brücke in Zwickau konnte er sich dank eines deutlichen Vorsprungs auf der letzten Wertungsprüfung des Tages auf eigene Weise bei den Fans bedanken: „Es war ein problemloser Tag und bei der tollen Atmosphäre konnte ich auf dem Rundkurs sogar noch ein wenig Show machen und etwas mehr driften, als vielleicht nötig gewesen wäre.“

Pech für Zeltner

Riesen-Pech dagegen hatte das an zweiter Position geführte österreichische Ehepaar Ruben und Petra Zeltner im Mitsubishi Carisma: Sie fielen bei ihrem Heimspiel – Ruben Zeltner ist Geschäftsführer des nahe Zwickau gelegenen Fahrsicherheitszentrums Sachsenring – auf der letzten Prüfung des Tages mit technischem Defekt aus.

So übernehmen ihre Markenkollegen Werner/Knoll und Gaßner/Schrankl die Rolle der Verfolger auf den 90,6 WP-Kilometern (10 Prüfungen) der zweiten Etappe.

Zeitstrafe für Maik Stölzel

Ebenfalls mit gemischten Gefühlen schließt ein weitere Lokalmatador die erste Tagesetappe der AvD-Rallye Sachsenring ab: Der Zwickauer Maik Stölzel und sein Co-Pilot Thomas Windisch im privat eingesetzten Skoda Octavia WRC wurden nach zwei Frühstarts mit einer einminütigen Zeitstrafe belegt, die sie im Feld weit zurück warfen.

Freud und Leid für Super-1600-Piloten

In Bestform präsentierte sich Horst Rotter in der Super-1600-Meisterschaft. Der Kfz-Meister aus Großalmerode setzte sich mit Co-Pilot Dieter Hawranke im Opel Corsa Super 1600 von der ersten WP an vor Carsten Mohe/Lutz H. Uhlig in Führung und gab diese nie ab.

Pech dagegen hatten Rainer Jostes/Jan Enderle (Citroën Saxo Super 1600), die mit einem Motordefekt vorzeitig aufgeben mussten. Die selektiven Asphalt-Prüfungen im westlichen Sachsen beanspruchten aber auch bei anderen Teilnehmern die Technik:

„Wir hatten auf dem Zuschauerrundkurs in Rechtskurven starke Aussetzer“, runzelt Horst Rotter etwa die Stirn und ist sich sicher: „Morgen wird uns der Carsten sicher überholen – denn die Prüfungen liegen genau in seiner Gegend.“ Der Crottendorfer allerdings gab den Schwarzen Peter gleich zurück: „Wir wollen morgen versuchen, weiter an Horst heranzukommen“, so Mohe, „aber der Zeitverlust aus der ersten und dritten Prüfung ist schon recht hoch.“

Knüpfer/Israel führen überraschend in Division V

Den Fight in der kleinsten Division der DRM (Gruppe N bis zwei Liter Hubraum) entschieden vorerst Bernd Knüpfer/Lars Israel (Opel Astra OPC) für sich.

„Unser Erfolgsrezept ist ganz einfach“, grinste der Pilot aus Rückersdorf im Ziel. „Ich bremse spät und gebe früh wieder Gas. Außerdem bin ich dafür, die Rallye jetzt sofort zu beenden, damit ich die Punkte bekomme.“

Dagegen allerdings könnten Frank Höhner/Oliver Schumacher (Honda Civic Type R) etwas einzuwenden haben, die als Zweite der Division V auf Gesamtrang 21 im Ziel einliefen. Die Westerwälder starten mit einem Rückstand von 1,4 Sekunden auf Knüpfer/Israel in die zweite Etappe, haben dabei allerdings auch nur äußerst knappe 0,5 Sekunden Vorsprung auf Peter Zehetmaier/Jürgen Breuer (Honda Civic Type R).

Ebenfalls in Schlagdistanz bleibt in der Division Lokalmatador Peter Corazza mit Co-Pilot Steffen Rothe ein drittes Civic-Team. „Ich liege so nahe an der Spitze – da ist morgen noch viel drin“, so der Privatfahrer-Champion in des Vorjahres. „Aber ich werde nichts riskieren und vor allem versuchen, ins Ziel durchzukommen.“

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