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ERC: Rallye du Valais

Wiegand führt

Sepp Wiegand führt nach den ersten drei Prüfungen knapp vor Lappi und Abbring. Kajetanowicz Siebter, Breen nach Reifenschaden auf Platz 20.

Foto: ERC

Sepp Wiegand beendete den Donnerstag, den ersten Tag der Rallye du Valais im Rahmen der Rallye-Europameisterschaft (ERC), als Gesamtführender. Der Skoda-Pilot, der noch um die Krone in der Gesamtwertung kämpft, liegt im Klassement nach drei Wertungsprüfungen über 32,28 Kilometer mit 4,4 Sekunden Vorsprung vor seinem Markenkollege Esapekka Lappi und Peugeot-Konkurrent Kevin Abbring (+6,3 Sekunden). Titelkandidat Craig Breen musste erneut einen herben Rückschlag verkraften.

Die Führung übernahm Wiegand nach den Rängen zwei und vier zum Auftakt auf dem dritten Abschnitt. Ihm genügte ein weiterer zweiter Platz, weil der bis dato an der Spitze liegende Abbring mit Bremsproblemen an seinem 208 T16 R5 zurückfiel. "Das war ein guter Start für uns. Jetzt übernachten wir als Führende. Ich bin glücklich und sollte ziemlich gut schlafen", so Wiegand, der zum ersten Mal beim ERC-Lauf in der Schweiz am Start ist. "Ich habe viele Fehler gemacht und bin nicht perfekt gefahren."

Der Skoda-Pilot will sich leistungsmäßig noch weiter verbessern: "Morgen ist ein neuer Tag. Wir haben in den vergangenen Wochen hart gearbeitet, um meine Fahrweise zu analysieren. Es geht nur darum, hart zu arbeiten. Ich hätte nicht gedacht, dass ich ohne jede Erfahrung nach dem ersten Tag führen würde", erklärt Wiegand. Abbring ärgert sich über den Verlust der Führung: "Ich weiß nicht genau, was der Auslöser für das Problem war, aber der Druck im Bremssystem war verschwunden", ärgert sich der Niederländer.

Abbring hadert, bleibt jedoch kämpferisch: "Es war so schlimm, dass ich keinen Meter mehr fahren konnte. Aber noch ist es nicht vorbei." Schlimmer ging es Breen, der acht Kilometer vor dem Etappenziel in Anzere einen Reifenschaden an der Vorderachse beklagte. Er war der Verzweiflung nahe, als er im Ziel zwölf Positionen eingebüßt und sich 1:17.0 Minuten Rückstand auf Wiegand eingehandelt hatte. "Ich habe keine Ahnung, was ich noch unternehmen soll", klagt der auf Rang 20 zurückgefallene Ire, der ohnehin nur noch mit mathematischen Titelchancen ausgestattet ist.

Ein enttäuschter Breen weiter: "Irgendwann muss ich doch mal Glück haben. Die Kurve, in der es passiert ist, habe ich im vergangenen Jahr auch geschnitten und plötzlich lag da irgendetwas."

Auch der Pole Kajetan Kejetanowicz (+18,0 Sekunden) in einem Ford Fiesta RS, der noch immer Außenseiterchancen auf die ERC-Krone besitzt, spielt als Siebter des Klassements keine Rolle.

Am Freitag erwarten die Piloten acht Wertungsprüfungen über 92,2 Kilometer. Am Vormittag geht es rund um Sion, am Nachmittag nach Caserne.

Gesamtwertung nach drei von 15 Prüfungen (Top 10):

01. Sepp Wiegand (Skoda Fabia S2000) - 15:55.1 Minuten
02. Esapekka Lappi (Skoda Fabia S2000) +4,4 Sekunden
03. Kevin Abbring (Peugeot 208 T16 R5) +6,3 Sekunden
04. Olivier Burri (Ford Fiesta RS) +13,1 Sekunden
05. Jonathan Hirschi (Peugeot 208 T16 R5) +17,4 Sekunden
06. Sebastien Carron (Peugeot 207 S2000) +17,8 Sekunden
07. Kajetan Kejetanowicz (Ford Fiesta RS) +18,0 Sekunden
08. Robert Consani (Peugeot 207 S2000) +24,2 Sekunden
09. Jaromir Tarabus (Skoda Fabia S2000) +31,0 Sekunden
10. Nicolas Althaus (Skoda Fabia S2000) +37,6 Sekunden
...
20. Craig Breen (Peugeot 208 T16 R5) +1:17,0 Minuten

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