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ERC: Lettland-Rallye

Breen fährt zu einem ungefährdeten Sieg

Craig Breen (Peugeot) feiert bei der Lettland-Rallye einen ungefährdeten Sieg vor Siim Plangi und Dominykas Butvilas.

Michael Hintermayer

Der heutige, finale Tag der Lettland-Rallye brachte keine gröberen Umbrüche im ERC-Feld mit sich. Nach dem frühen Ausfall von Kajetan Kajetanowicz (Fiesta R5) und Alexey Lukyanuk (ebenfalls Fiesta R5) war der Weg für den Iren Craig Breen frei.

Er startete mit seinem Peugeot 208 T16 mit knapp eineinhalb Minuten Vorsprung in den heutigen Tag und fuhr bei schwierigen Bedingungen mit teilweise starkem Schneefall zum Sieg bei der ERC-Rallye in Lettland.

„Das war ein wahres Ausscheidungsrennen. Wir sind bei unserem Tempo geblieben und haben heute ein wenig zurückgesteckt", sagt Breen. „Man muss in den Geschichtsbüchern weit zurück blättern, um einen Paddy zu finden, der eine Schneerallye gewonnen hat", freut sich der Ire über seinen Triumph über die skandinavische und osteuropäische Konkurrenz bei der Winterveranstaltung.

Lukanjuk und Kajetanowicz gingen am Sonntag wieder an den Start und dominierten das Geschehen. Kajetanowicz gewann die erste Sonderprüfung des Tages, bei den nächsten fünf SP schlug Lukjanuk zu. In der Gesamtwertung spielten beide jedoch keine Rolle mehr.

So gingen die Plätze auf dem Podium neben Breen an zwei Starter der ERC2-Wertung.

Sensationeller Zweiter wird der Este Siim Plangi auf einem Mitsubishi Lancer Evo X. 1:40 Minuten trennten ihn im Ziel und Plangi zeigte sich erleichtert, es überhaupt erreicht zu haben: „Auf der letzten Sonderprüfung hatte ich plötzlich große Reifenteile vor mir liegen. Ich bin voll drüber und dachte schon das war’s – doch es ist nichts passiert.“

Dominykas Butvilas sichert sich den letzten Stockerlplatz. Der Subaru-Pilot hat allerdings schon knappe sechs Minuten Rückstand auf Breen vorzuweisen: „Es war eine harte Rallye für uns, und meine erste in einem Subaru. Ich muss meinem Team danken, sie haben hart gearbeitet.“

Märtis Svilis (Mitsubishi Lancer Evo X) folgt mit 50,6 Sekunden Rückstand auf Butvilas auf dem vierten Rang, gefolgt von Robert Consani im Peugeot 207 S2000. Consani vergriff sich am ersten Tag mit den Reifen und fiel hoffnungslos zurück. Zudem gab es starke Rauchentwicklungen am Motor seines Peugeot. Doch heute startete er zu einer Aufholjagd, die auch gelang. „Ich bin so froh im Ziel zu sein, eine echt harte Rallye“, so der Franzose.

Ein Ausrufezeichen setzte auch der erste 20-jährige Schwede Emil Bergkvist, der mit einem Opel Adam R2 nicht nur die ERC3 sowie die ERC-Juniorwertung gewann, sondern in der Gesamtwertung auf einen starken sechsten Platz fuhr. "Unglaublich, ich bin meinem Team so dankbar", jubelt Bergkvist. "Jetzt müssen wir so weitermachen." Bergkvist sichert sich auch die ERC-Junior-Wertung vor Steve Rokland.

Inessa Tushkanova verlor am zweiten Tag viel Zeit und beendet die Rallye auf dem 30. und somit letzten Rang der ERC-Wertung. Der Rallycrosser Reinis Nitiss schaffte als 25. die Zielankunft.

Als dritter Lauf der ERC-Saison 2015 steht vom 2. bis 4. April Breens Heimrallye, die Irland-Rallye auf dem Programm. Der "Circuit of Ireland" ist nach zwei Winterveranstaltungen die erste Asphalt-Rallye im ERC-Kalender.

Endergebnis der Lettland-Rallye (Top 10):
01. Craig Breen (Peugeot 208 T16) - 1:56:49.1 Minuten
02. Siim Plangi (Mitsubishi Lancer Evo X) +1:40,7 Minuten
03. Dominykas Butvilas (Subaru Imprezza STI) +5:48,6
04. Martins Vilis (Mitsubishi Lancer Evo X) +6.39,2
05. Robert Consani (Peugeot 207 S2000) +6:51,5
06. Emil Bergkvist (Opel Adam R2) +7:29,9
07. Janis Vorobjovs (Mitsubishi Lancer Evo X) +7:58,0
08. Steve Rokland (Peugeot 208 R2) +8:00,0
09. Ralfs Sirmacis (Peugeot 208 R2) +8:09,1
10. Raul Jeets (Ford Fiesta R5) +8:36,0

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