RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Tag 2: Lukyanuk führt trotz Reifenschaden

Nach einem Unfall von ERC-Champion Kajetan Kajetanowicz liegt Alexei Lukyanuk bei der Azoren-Rallye auf Siegkurs - Reifenschaden wirft Marijan Griebel zurück.

Das Unternehmen Titelverteidigung in der Rallye-Europameisterschaft (ERC) hat für Kajetan Kajetanowicz mit einem Fehlschlag begonnen. Beim Auftakt der Saison 2017, der Azoren-Rallye, verunfallte der polnische Pilot am Freitag in Führung liegend. In einer Linkskurve verlor Kajetanowicz bei der fünften SP die Kontrolle über seinen Ford Fiesta R5 und schlug in eine Böschung ein. Dabei wurde das Auto an der Front so stark beschädigt, dass der Pole seine Fahrt nicht mehr fortsetzen konnte.

Kajetanowicz plant zwar, am Samstag wieder ins Geschehen einzugreifen, muss den Sieg auf der portugiesischen Atlantikinsel aber anderen überlassen. Die besten Karten hat dabei sein Titelrivale aus dem Vorjahr, Alexei Lukyanuk (Ford Fiesta R5). Der Russe hat trotz eines Reifenschadens bei der achten SP einen komfortablen Vorsprung vor seinen Verfolgern.

Bruno Magalhaes (Skoda Fabia R5) hat als Zweiter nach zehn von 16 Sonderprüfungen 27,8 Sekunden Rückstand auf Lukyanuk. Für Magalhaes dürfte am Schlusstag der Kampf um Platz zwei gegen seinen Landsmann Ricardo Moura (Ford Fiesta R5) im Mittelpunkt stehen. Die beiden Portugiesen sind aktuell nur durch sechs Sekunden voneinander getrennt.

Der Deutsche BRR-Pilot Marijan Griebel (Skoda Fabia R5) setzt sich bei seinem zweiten ERC-Start in einem R5-Auto erneut gut in Szene und fuhr bei mehreren Sonderprüfungen unter die Top 3. Der Kampf um das Podium wird für Griebel allerdings zu einem schwierigen Unterfangen, nachdem er bei der sechsten Sonderprüfung durch einen Reifenschaden rund eine halbe Minute auf die Spitze verlor.

Vor dem Schlusstag liegt der Deutsche hinter Nikolai Grjasin (Skoda Fabia R5) auf Platz fünf der Gesamtwertung. Vom Letten trennen Griebel nur 2,8 Sekunden, vom Podium aber schon mehr als eine halbe Minute.

Der zweite deutsche Teilnehmer, der frühere GT-Pilot Albert von Thurn und Taxis, steigerte sich bei seinem ersten ERC-Start am zweiten Tag und verbesserte sich in der Gesamtwertung von Platz 25 auf 20.

Glück hatten alle Beteiligten bei einem heftigen Unfall on Katie Munnings. Die erst 19-jährige Britin prallte bei der fünften SP mit ihrem Peugeot 208 R2 gegen eine Böschung, die das Auto aushebelte und in einen Überschlag schickte. Der Wagen landete auf dem Dach, Munnings und ihre Beifahrerin blieben aber unverletzt.




Gesamtstand nach SP 10/16 (Top 10):
01. Alexei Lukyanuk (Ford Fiesta R5) - 1:14:04.5 Stunden
02. Bruno Magalhaes (Skoda Fabia R5) +27,8 Sekunden
03. Ricardo Moura (Ford Fiesta R5) +33,8
04. Nikolai Grjasin (Skoda Fabia R5) +1:05,6 Minuten
05. Marijan Griebel (Skoda Fabia R5) +1:08,4
06. Josh Moffett (Ford Fiesta R5) +2:17,5
07. Jan Cerny (Skoda Fabia R5) +2:47,4
08. Carlos Vieira (Citroen DS3 R5) +2:53,8
09. Lukasz Habaj (Ford Fiesta R5) +3:06,6
10. Pedro Meireles (Skoda Fabia R5) +3:19,1

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Azoren-Rallye

Weitere Artikel:

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht Nothdurfter

Frühlingsstimmen

So wie bei der aktuellen Wetterlage zeichnet sich auch bei den Rallye-Aktivitäten von Alfons Nothdurfter eine deutliche Aufhellung ab. Der Ford Fiesta Proto läuft zwar noch nicht ganz perfekt, aber es waren deutliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Rallyes erkennbar.

TEC7 ORM Rallye BackStage: #2

TEC7 ORM-Podcast widmet sich den CopilotInnen

Die zweite Ausgabe von TEC7 ORM Rallye BackStage, dem offiziellen Podcast der Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft, widmet sich jenen mutigen Menschen, die auf der Beifahrerseite nicht nur aus dem „Gebetsbuch“ lesen…

Nächster WRC-Einstieg

RMC-Team baut Rallye-Auto für 2027

Die WRC bekommt weiteren Zuwachs: RMC Motorsport plant ein eigenes Auto für die Topklasse ab 2027 - mit Unterstützung aus Spanien

Alpenfahrt Revival 2026

Weitere Rallyegrößen haben genannt

Herbert Grünsteidl, Josef Pointinger, Gabi Husar u. Günther Janger sind dabei - Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist wird auf Saab 96 einer der Starter sein. Plus: Ehrengast Rauno Aaltonen.

Achim Mörtl Kolumne: Rückblick Lavanttal

Achim Mörtl: "Lengauer schneller als er kann"

"Simon Wagner fährt so schnell wie er muss, Michael Lengauer fuhr schneller als er kann" - so lautet die Analyse unseres motorline.cc-Kolumnisten, Ex-Staatsmeister Achim Mörtl.

Die Rally Gran Canaria war Ilka Minors 150. WM-Rallye - Johannes Keferböck erfreute seine Copilotin mit gesteigerten Speed-Werten und einer zugleich souveränen Fahrt. Mit dem zweiten Platz im WRC Masters Cup konnte man die Tabellenführung weiter ausbauen.