RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Azoren-Rallye

Magalhaes triumphiert bei Ausfallorgie

Bruno Magalhaes gewinnt die Azoren-Rallye, BRR-Pilot Marijan Griebel wird starker Zweiter: Schwierige Bedingungen sorgen für zahlreiche Ausfälle.

Die Azoren-Rallye stellte die Teilnehmer der Rallye-Europameisterschaft (ERC) 2017 an diesem Wochenende zum Saisonauftakt gleich vor einen richtigen Härtetest. Schlechtes Wetter mit teils dichtem Nebel sorgte für denkbar schwierige Bedingungen, denen reihenweise Spitzenfahrer zum Opfer fielen. Nach einer regelrechten Ausfallorgie triumphierte nach 16 Sonderprüfungen Bruno Magalhaes (Skoda). Starker Zweiter wurde Marijan Griebel (Skoda), der damit bei seinem zweiten ERC-Start im R5-Auto zum zweiten Mal auf dem Podium stand.

"Wir hatten hier viele starke Gegner, daher hätte ich nie gedacht, dass wir auf dem Podium landen. Das ist einfach toll", jubelt der Deutsche. Nicht weniger groß war die Freude bei Rallyesieger Magalhaes. "Das hätte ich wirklich nicht erwartet. Es ist einfach nur toll. Mir fehlen die Worte", sagt der Portugiese. Für Magalhaes war es nach 2008 und 2010 der dritte Sieg auf der portugiesischen Atlantikinsel.

Während Magalhaes und Griebel allen Grund zum Jubeln hatte, erlebte Alexei Lukjanuk (Ford) am Samstag ein Déjà-vu. Wie schon 2016 ging der Russe als Führender in den Schlusstag, und erneut sollte er nicht ins Ziel kommen. Bei der zwölften SP, der zweiten des Schlusstages, war nach rund sieben Kilometer nach einem Unfall Schluss für ihn. "Es lag ein Stein an der Innenseite der Kurve, und leider ist dabei die Spurstange gebrochen", berichtet Lukjanuk.

Der Russe war bei weitem nicht der einzige Fahrer, der bei den schwierigen Verhältnissen ins Straucheln kam. Ebenfalls bei der zwölfte SP erwischte es den zu diesem Zeitpunkt viertplatzierten Nikolai Grjasin (Skoda). Auch der Lette traf einen Stein, woraufhin sein Skoda einen Reifenschaden erlitt. Zudem fiel die Servolenkung aus. Grjasin kam letztlich aber noch als Fünfter ins Ziel.

Bei der 14. SP fiel dann die Entscheidung im Kampf um den Sieg. Ricardo Moura (Ford), der zu diesem Zeitpunkt nur 9,6 Sekunden hinter Magalhaes auf Rang zwei gelegen hatte, fiel mit technischen Problemen an seinem Auto aus. Das gleiche Schicksal ereilte bei der gleichen SP den zweiten deutschen Starter, den früheren GT-Piloten Albert von Thurn und Taxis (Skoda).

Eine SP später war die Rallye dann schließlich auch für den zu diesem Zeitpunkt drittplatzierten Jan Cerny (Skoda) beendet. Bei einem Unfall zerstörte der Pole die linke Front seines Fahrzeugs.



Am Freitag war bereits Titelverteidiger Kajetan Kajetanowicz (Ford) nach einem Unfall ausgeschieden, außerdem hatten zwei heftige Abflüge von Catie Munnings und Marcos Gonzales (beide Peugeot 208 R2) für Aufregung gesorgt. Gonzales musste nach dem Crash ins Krankenhaus, wo ein Lendenwirbelbruch festgestellt wurde.

Endergebnis Azoren-Rallye (Top 10):
01. Bruno Magalhaes (Skoda Fabia R5) - 2:37:04.3 Stunden
02. Marijan Griebel (Skoda Fabia R5) +1:34,4 Minuten
03. Josh Moffet (Ford Fiesta R5) +4:50,9
04. Jose Maria Lopez (Peugeot 208 T16) +6:05,9
05. Nikolai Grjasin (Skoda Fabia R5) +6:10,9
06. Pedro Meireles (Skoda Fabia R5) +7:29,7
07. Ralfs Sirmacis (Skoda Fabia R5) +7:33,8
08. Joao Barros (Ford Fiesta R5) +9:06,0
09. Carlos Vieira (Citroen DS3 R5) +9:18,7
10. Luis Rego (Ford Fiesta R5) +10:17,5

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Azoren-Rallye

Weitere Artikel:

8. Golf- und Rallye-Turnier

Nicht nur Rallyefahrer auf dem Grün

Zum achten Mal luden Sigi Schwarz und Audi Laimer zum Golf- und Rallye-Turnier in den Golfclub Schladming. Promis aus Sport, Show und Wirtschaft feierten bei der „Golf Night“ und am Tag darauf auf dem Grün. Der „Alex“ ging diesmal an Schauspiel- und Film-Legende Otto Retzer.

WRC, Sardinien: Vorschau Raith

Ein Herzenswunsch wird Wirklichkeit

Der Steirer Kevin Raith steht am kommenden Wochenende in Sardinien zum zweiten Mal in seiner Karriere am Start einer WM-Rallye / Im Cockpit seines Ford Fiesta Rally2 sitzt Claudia Maier als Copilotin

WRC-Thriller bei der Rallye Italien auf Sardinien: Elfyn Evans rettet einen minimalen Vorsprung ins Ziel und krönt sich zum Rallye-Weltmeister 2026. Raith/Maier auf Platz 16. Granados WRC Masters Cup-Sieger 2026.

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 2

Hoher Spaßfaktor im Ford-Fiesta-Cockpit

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier haben den zweiten Tag der WM-Rallye in Sardinien als 24. unter 51 Teams erfolgreich absolviert / Die Schotter-Prüfungen verlangen Mensch und Material alles ab

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) wächst 2027 auf 15 Läufe an: Mit den USA und Großbritannien kehren zwei Traditionsmärkte zurück

MRC, 3 Städte Rallye: Vorschau

Vorletzte Rallye zum Mitropa Cup

Die 59. Ausgabe der ADAC 3 Städte Rallye (08.-10.10.26) steigt als neunter und somit vorletzter Wertungslauf des Mitropa Rally Cup (MRC)