RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Azoren-Rallye

Griebel hochmotiviert zum EM-Auftakt

Der BRR-Pilot ist reif für die Insel: Mitten im Atlantik beginnt Marijan Griebels EM-Saison - Clevere Vorbereitung: Echter Wettbewerbstest statt einsamen Testfahrten.

Fotos: Griebel

Viel spektakulärer geht es nimmer. Mitten im Atlantik beginnt für Junior-Europameister Marijan Griebel am kommenden Wochenende auf Sao Miguel, der größten der zu Portugal gehörenden Insel der Azoren, die Rallye-Europameisterschaft 2017. Die engen Schotterpisten beim ersten von acht EM-Läufen sind für den 27-jährigen Polizeikommissar zwar kein Neuland, allerdings kennt er sie nur aus dem Cockpit jenes kleinen Fronttrieblers, mit dem er im Vorjahr das kontinentale Nachwuchschampionat gewann. Geschichte. Denn von nun an treten der Pfälzer und sein 35-jähriger Copilot Stefan Kopczyk mit einem Skoda Fabia R5 in der Topkategorie an. Dabei kann Marijan Griebel auf das österreichische BRR-Einsatzteam rund um Rekord-Landesmeister Raimund Baumschlager bauen, das schon seinen Mentor Armin Kremer in der Rallye-Weltmeisterschaft betreute.

Das Wettbewerbsfahrzeug ist bereits seit einigen Tagen auf dem Weg zur entlegenen Inselgruppe im Atlantik. Das Team reiste am Wochenende nach und begann - wie in der Rallye-EM üblich - am Dienstag mit der Streckenbesichtigung. Schon am Donnerstag stehen dann die ersten vier von insgesamt 16 Sonderprüfungen auf dem Programm. Die Konkurrenz ist groß: Mit rund 30 R5-Turboallradlern stellt die Topkategorie über die Hälfte aller Teilnehmer. Und selbst in der neugeschaffenen U28-Wertung, deren Sieger 2018 bei einem WM-Lauf in einem World Rally Car starten wird, trifft das deutsche Duo Griebel/Kopczyk auf acht bärenstarke Konkurrenten, darunter die beiden Peugeot-Werksjunioren Jose Antonio Suarez und Jose Maria Lopez, den Iren Josh Moffett sowie die in der europäischen Rallyeszene bekannten Skoda-Markenkollegen Ralfs Sirmacis, Nikolay Gryazin und Jan Cerny. 

Um sich auf ihre Debütsaison in Europas Topliga vorzubereiten, starteten Marijan Griebel und Stefan Kopczyk bei der Rebenland-Rallye in Österreich - und beeindruckten: Von der monatelangen Wettbewerbspause war bei der Asphaltpremiere im Turboallradler nichts zu sehen. Im Gegenteil, obwohl das Arbeiten und Ausprobieren verschiedener Einstellungen am Skoda Fabia R5 im Mittelpunkt stand, haben sich Mensch und Maschine schnell zusammengefunden und mischten munter im Spitzenfeld mit. Die beiden Deutschen lagen schon auf einem Podiumsplatz als kurz vor dem Ende ein technischer Defekt das vorzeitige Aus bedeutete.    

Das sagt Marijan Griebel: „Unser Wettbewerbstest war trotz des späten Ausfalls ein voller Erfolg. Das Zusammenspiel im Cockpit, aber auch mit dem Team funktionierte bestens. Wichtig, auf den anspruchsvollen Asphaltstrecken konnte ich viel Vertrauen im Grenzbereich tanken, vor allem bei der Linienwahl und auf der Bremse. Das wird mir helfen, auf den Azoren einen kühlen Kopf zu bewahren. Denn auf den engen Pisten muss man sehr sauber fahren und kann sich nicht den kleinsten Patzer erlauben. Zudem muss man hier gut auf sein Auto aufpassen, die Schotterstrecken können richtig aufs Material gehen. Wir werden also nicht gleich alles riskieren. Unser Plan ist klar: Zuallererst werden wir uns an den direkten Wettbewerbern der U28-Wertung orientieren und wollen dort um die Podiumsplätze mitkämpfen. Sollte es mehr werden, bin ich der Erste, der das dankbar mitnimmt. Im Verlauf meiner Karriere habe ich gelernt, dass man das große Bild im Auge haben sollte und besser auf die ganze Saison schaut. Es ist also sicher kein Fehler, beim Saisonauftakt und dieser starken Konkurrenz vielleicht nicht gleich ans absolute Limit zu gehen. Leichter gesagt, als getan, denn wir uns so oder so im Grenzbereich bewegen - da bin ich mir sicher." 

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Azoren-Rallye

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Vorschau Zellhofer

Christoph Zellhofer kommt mit viel Kampfgeist

Der Niederösterreicher braucht ORM2-Sieg um noch Titelchancen zu besitzen - Anna Maria Seidl ist voll motiviert, der SUZUKI SWIFT ZMX bestens vorbereitet

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

ORM, ET König Rallye: Vor dem Start

Im Murtal heulen ab heute die Motoren

Insgesamt 66 Teams starten in die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg / Erster Wertungsabschnitt ist heute Nachmittag um 14.35 Uhr der Rundkurs Gaal – Hammergraben

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ARC, ET König Rallye: Vorschau Neulinger

Marcel Neulinger jagt vierten Saisonsieg

Nach dem dem erfolgreichen Debüt in der Junior-Rallye-Europameisterschaft peilt Marcel Neulinger beim vierten Lauf zur TEC7 ORM in der Steiermark den vierten Saisonsieg an!