RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC Rallye Kroatien 2021: Spannender Dreikampf um den Sieg Sebastien Ogier führt die Rallye Kroatien an - allerdings nur knapp
Motorsport Images

WRC Rallye Kroatien 2021: Spannender Dreikampf um den Sieg

Weltmeister Sebastien Ogier führt die Rallye Kroatien 2021 vor dem Schlusstag an, doch Elfyn Evans und Thierry Neuville sitzen ihm im Nacken

Sebastien Ogier, Elfyn Evans (beide Toyota) und Thierry Neuville (Hyundai) kämpfen bei der Rallye Kroatien, dritter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2021, am Schlusstag um den Sieg. Ogier übernahm am Samstag die Führung von Neuville und geht als Spitzenreiter in den Sonntag, doch seine Rivalen liegen in Schlagdistanz.

Nach 16 von 20 Wertungsprüfungen (WP) hat Ogier gerade einmal 6,9 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Evans. Neuville liegt auf Rang drei 10,4 Sekunden hinter Ogier. Rückstände, die bei immerhin noch 78,58 zu fahrenden Kilometern am Schlusstag durchaus aufzuholen sind.

Ott Tänak (Hyundai) kann als Vierter mit einem Rückstand von 37,8 Sekunden auf die Spitze kaum mehr aus eigener Kraft in den Kampf um das Podium eingreifen.

WRC-Debütant Fourmaux schrammt am ersten WP-Sieg vorbei

Hervorragender Fünfter ist bei seiner ersten WM-Rallye im WRC-Auto Adrian Fourmaux, der damit auch bester Ford-Pilot ist. Der junge Franzose fuhr am Samstag bei zwei Wertungsprüfungen die zweitschnellste Zeit und schrammte nur um Sekunden an seinem ersten WP-Sieg vorbei.

Gus Greensmith (Ford), Takamoto Katsuta (Toyota), der am Samstag zwei WP gewann, Craig Breen (Hyundai), Mads Östberg (Citroen) als Führender der WRC2-Wertung und Teemu Suninen (Ford) komplettierten die Top 10.

Kalle Rovanperä (Toyota) ging nach seinem Unfall vom Freitag am Samstag nicht wieder an den Start. Hyundai-Youngster Pierre-Louis Loubet schied auf einem starken sechsten Rang liegen nach einem Unfall bei der 14. WP aus.

Hyundai vergreift sich im Reifenregal

Ogier war mit einem Rückstand von 7,7 Sekunden auf Neuville in den zweiten Tag der Rallye gestartet, löste den Belgier bei der ersten WP des Tages aber schon an der Spitze ab. Grund dafür war eine falsche Reifenwahl von Hyundai, die sich für einen Mix aus harten und weichen Reifen entschieden hatten. Die ausschließlich harten Reifen von Toyota war hier die eindeutig bessere Wahl.

Daher ging auch Evans an Neuville vorbei, der zur Mittagspause schon 19,6 Sekunden Rückstand auf Ogier hatte. Am Nachmittag kämpfte sich der Hyundai-Pilot, nun auch mit ausschließlich harten Reifen, aber wieder an seine Toyota-Rivalen heran - trotz eines ungewöhnlichen Problems: "Ich hatte ein Problem mit meinem Wagenheber und konnte die ganze Runde über nicht die Reifen wechseln. Also waren meine Reifen für die letzten Prüfungen ein bisschen tot."

Neuville profitierte bei WP 13 auch von einem schleichenden Plattfuß am Auto von Ogier, der den Franzosen rund zehn Sekunden kostete. Das war aber das einzige Problem für den amtierenden Weltmeister. "Es war auf jeden Fall ein guter Tag - das einzige Problem war der Reifenschaden, ansonsten können wir zufrieden sein", sagt Ogier und ergänzt mit Blick auf den Dreikampf an der Spitze: "Das wird ein lustiger Sonntag!"

Obwohl Evans am Samstag nur eine Wertungsprüfung gewann, glaubt auch der Waliser an seine Siegchance: "Wir sind dran, zumindest fast. Das Ziel ist natürlich, zu gewinnen", sagt er.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Motorräder: Irres Dakar-Finale

Brabec verliert Sieg - Benavides triumphiert

Dakar-Thriller bis zur Ziellinie - Ricky Brabec verliert nach einem Navigationsfehler den sicher geglaubten Sieg - Luciano Benavides jubelt mit minimalem Vorsprung

WRC-Verkauf vor Abschluss

Neuer Promoter soll bald verkündet werden

Ein 25-Jahres-Deal für die WRC? Die FIA sucht einen langfristigen Partner statt kurzer Investment-Deals - Die Entscheidung steht nun unmittelbar bevor

Der "verrückte Traum"

Wie Solberg die WRC-Elite schockte

Oliver Solberg schreibt WRC-Geschichte: Als jüngster "Monte"-Sieger aller Zeiten triumphiert der Toyota-Pilot bei extremen Bedingungen gegen die Weltelite

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.

„Rappolz-Arena“ startet durch

Thomas Leichtfried: Der „Retter“ von Rappolz

Nach dem Ende von Dynamite Tours drohte das Schotter-Areal in Rappolz brach zu liegen - doch mit Thomas Leichtfried übernimmt nun ein erfahrener Racer das Gelände…

"Richtige Monte" steht bevor

Die Herausforderungen beim WRC-Auftakt

Winterliches Wetter droht die Rallye Monte-Carlo an diesem Wochenende als Auftakt der Rallye-WM 2026 noch schwieriger zu machen als ohnehin schon